Kinatay - Intro Edition Asien 25 - DVD

DVD Start: 06.05.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 105 min

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Inhalt

Ein neuer Tag in Manila: Der junge, in bescheidenen Verhältnissen lebende Polizeistudent Peping heiratet am Morgen seine Verlobte Cecille, mit der er bereits ein Kind hat. Nach der kleinen Feier in einem Restaurant und dem Unterricht in der Polizeischule treibt er am Abend Schutzgeld für seine korrupten Vorgesetzten ein, um seinen Unterhalt etwas aufzubessern. Doch heute wird er dazu aufgefordert, bei einer besonderen Aktion dabei zu sein. Arglos willigt er ein, aber als die Gruppe die junge Prostituierte Madonna kidnappt, muss Peping schnell erkennen, dass dies eine Erfahrung sein wird, die ihn an den Rand seiner moralischen Integrität bringen wird. Wird er seine Unschuld bewahren können oder zum Mittäter werden?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG
Tonformate:
Tagalog (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Kinotrailer & 16-seitiges Booklet aus der Intro-Redaktion

DVD und Blu-ray | Kinatay - Intro Edition Asien 25

DVD
Kinatay - Intro Edition Asien 25 Kinatay - Intro Edition Asien 25
DVD Start:
06.05.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 105 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Kinatay - Intro Edition Asien 25

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Reise in die Hölle
„Kinatay“ wird die Zuschauer polarisieren. Entweder man wird ihn lieben oder ihn hassen. Er ist zwar sehr sperrig, aber auch sehr intensiv. Der philippinische Regisseur Brillante Mendoza stellt den Polizeistudenten Peping vor. Der Film beginnt mit seiner Hochzeit und eine kurze Vorstellung seines persönlichen Umfeldes und seiner Familie. Doch die Polizei ist kaum von den Gangstern zu unterscheiden und so bessert sich Peping sein Gehalt mit Schutzgelderpressung auf. Eines Abends wird er aufgefordert, mit mehreren zukünftigen Kollegen eine Autofahrt zu unternehmen. Auf dem Weg holen sie eine Prostituierte ab und es eröffnet sich ein Strudel von Gewalt. Der extrem realistische Ansatz des Regisseurs ist ein Vorteil und ein Nachteil zugleich von dem Film. Es gibt kaum entfremdete Einstellungen, sondern es ist alles sehr realistisch. So gibt es kaum Einsatz von Musik. Die wenige, die vorkommt, ist im Film zu sehen wie etwa aufspielende Bands, das Radio oder Diskomusik. Gegen Ende gibt es einige Toneffekte, aber ansonsten wirkt der Film mit seinem einfachen Abfilmen des Lebens einer Dokumentation. Das hat nicht das Geringste mit sogenannten Foundfootagefilmen zu tun, wie etwa „Blair Witch Project“, sondern eher mit Dokumentationen. Das ist am Anfang auch sehr faszinierend, da die Kamera fast ohne Schnitte die Straßen entlangfährt und einen so intensiven Eindruck vermittelt, dass nur noch die Gerüche fehlen, um den Zuschauer nach Manila zu versetzen. Nachteilig ist das insofern, da die zentrale Autofahrt nahezu in Echtzeit gedreht wurde und diese sich endlos hinzieht. Das ist zwar ebenso wie für den Protagonisten wie für den Zuschauer nervenzerrend, aber auch nach einiger Zeit sehr langweilig. Aber der Ansatz des Filmens sorgt dann in der eskalierenden Gewalt für eine fast unerträgliche Spannung. So fällt auch kaum auf, dass der Film im Grunde keine Story besitzt und sich auch fast allen Erzählkonventionen verweigert. So ist er einerseits grausam und abstoßend, aber auch fesselnd. Der Zwiespalt zwischen Loyalität und Gewissen des Polizeischülers wird gut verdeutlicht durch seine im wahrsten Sinne des Wortes Ausweglosigkeit. Er steht häufig an Plätzen und sucht eine Mitfahrgelegenheit, um dem zu entkommen, was er auf ihn zukommen sieht. Allein, er findet nichts. Mendoza gewann für den Film den Regiepreis in Cannes. Und das ist stellenweise auch durchaus nachvollziehbar. Leider ist der ganze Mittelteil mit der Autofahrt eindeutig zu lang und damit langweilig geworden. Aber kaum ein Mord und die hier damit einhergehende kontrastierende Beiläufigkeit und Banalität des Alltags wurde selten so intensiv vermittelt.

Als Extras gibt es leider nur den Kinotrailer und eine Trailershow. Das Bild und der Ton sind aber sehr gut. An manchen Stellen ist das Bild aber leider zu dunkel geraten.

Sperrig und intensiv. Der realistische Ansatz sorgt für nervenzerreißende Spannung aber auch für stellenweise Langeweile. Die scheinbare Eintönigkeit und Banalität des Alltags wird mit einem der intensivsten Morde der letzten Jahre erschüttert.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive AG