Killshot - DVD

DVD Start: 12.03.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 92 min

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Inhalt

Der Stahlarbeiter Wayne Colson (Thomas Jane) und seine Frau Carmen (Diane Lane) befinden sich mitten in einer Ehekrise. Damit nicht genug: Als zwei Ganoven Wayne mit einem ihrer Erpressungsopfer verwechseln, gerät die Situation außer Kontrolle. Wayne schlägt sie in die Flucht und macht damit seine Frau und sich zum Ziel des ungleichen Hitman-Duos.

Nachdem das Ehepaar vom FBI zur Sicherheit umquartiert wird, scheint die Situation geklärt. Doch mit der Hartnäckigkeit des alten Profis Blackbird (Mickey Rourke) und seines jungen schießwütigen Partners Richie (Joseph Gordon-Levitt) hat niemand gerechnet. Sie inszenieren für das FBI ihren Tod und lassen sich im Haus der Colsons nieder, um auf ihre Rückkehr zu warten...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer

Video on demand - Killshot

DVD und Blu-ray | Killshot

DVD
Killshot Killshot
DVD Start:
12.03.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Killshot Killshot
Blu-ray Start:
12.03.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

DVD Kritik - Killshot

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 5/10


Profikiller Blackbird (Mickey Rourke) wollte eigentlich seinen Job an den Nagel hängen. Doch ein Angebot mit ordentlicher Bezahlung bringt ihn dazu, einen weiteren Auftragsmord durchzuführen. Dabei tötet er gemäß seinem Motto, keine Zeugen zu hinterlassen, eine Frau, die für seinen Auftraggeber gearbeitet hat. Damit ist Blackbird in Ungnade gefallen. Während er darüber nachdenkt, ob er in sein Indianerreservoir zurückkehren soll, versucht Richie (Joseph Gordon-Levitt), ein kleiner Ganove, ihn auszurauben. Seine ungestüme Art erinnert den erfahrenen Profikiller an seinen verstorbenen Bruder und so empfindet er Sympathie für den aufgekratzten Richie. Er beschließt, ihn bei einer Erpressung zu unterstützen. Dabei geht aber einiges schief und durch eine Verwechslung stehen der Stahlarbeiter Wayne Colson (Thomas Jane) und seine Noch-Ehefrau Carmen (Diane Lane) auf der Abschussliste des Duos...

Ein Profikiller, der aus seiner Branche aussteigen will und irgendwie dazu gebracht wird, doch noch einen letzten Auftrag anzunehmen. Und dieser Auftrag entwickelt sich unvorhersehbar und schafft Probleme, die der Profi niemals zuvor hatte. Das klingt mittlerweile sehr abgedroschen. Dennoch hatte Regisseur John Madden („Shakespeare in Love“) durch den Hintergrund eines amerikanischen Ureinwohners für die Hauptrolle Blackbird die Grundlage, um einen tiefgründigeren, abwechslungsreicheren und insgesamt interessanteren Thriller zu schaffen, als es der durchschnittliche Markt tut. Leider wirft er diese Chance komplett weg. Auch wenn Mickey Rourke seine Rolle überzeugend darzustellen vermag, fehlt es an Tiefe durch das Drehbuch, um einen wirklich interessanten Charakter zu erschaffen. „Killshot“ bleibt durchgehend oberflächlich und stellenweise sogar aufgesetzt. Die zahlreichen Klischees, die offensichtlich ganz tief aus der Vorurteilkiste gekramt worden sind, ziehen die Handlung schon früh unfreiwillig ins lächerliche. Dem grundsätzlich, wenn auch teils oberflächlichen, gelungenen Spiel der Darsteller stehen kurze, auf cool getrimmte Telefonate, Sonnenbrillen, schwarze Kleidung, gezwungen tiefe Stimmen und Predigten vor der eigentlichen tat als Beispiele einer Vielzahl abgenutzter Karikaturen eines Killers gegenüber. Aber auch die anderen Filmfiguren sind deutlich auf klassischen Rollenklischees aufgebaut. Dadurch verwehrt „Killshot“ dem Zuschauer eine tiefer gehende Beschäftigung oder Identifikation mit den Handlungsträgern. Weiterhin hat das zur Folge, dass auch häufig die Beweggründe selbiger nur schwerlich nachvollziehbar sind. Diese sind monokausal und sehr schlicht gehalten. So nimmt Blackbird beispielsweise Richie nur mit, weil er ihn an seinen kleinen Bruder erinnert. Gleichzeitig erzählt der sonst schweigsame Profikiller seinem neuen Gefährten auch im fröhlichen Plauderton die tiefsten Geheimnisse seiner Vergangenheit aus. Darüber hinaus stellen sich einige Logikfragen. Wie soll ein Zeugenschutzprogramm funktionieren, wenn die Teilnehmer ihren alten, auffälligen Wagen behalten und damit nur zwei Stunden von ihrem ehemaligen Wohnort entfernt leben? Diese ganzen Schwächen verhindern, dass „Killshot“ mehr wird, als nur guter Durchschnitt. Die Stärken sorgen wiederum dafür, dass er eben zumindest das ist – und kein schlechter Durchschnitt. Denn der Film hat einiges zu bieten. Durch eine unvorhersehbare Geschichte, deren Ende nicht gänzlich überrascht, aber nicht durchschaubar ist, und die zudem mit Wendungen punktet, erzeugt der Thriller durchgehend Spannung. Diese wird auch dadurch getragen, dass Regisseur Madden zwei Perspektiven zeigt: Die des Täterduos, aber auch die des Opferpaares. Beide tragen ihre eigenen, inneren Konflikte, vor allem aber den Konflikt untereinander aus. Das bringt einiges an Abwechslung und sorgt insgesamt für solide Unterhaltung in normaler Spielfilmlänge.

Das Bild der DVD bietet eine ordentliche Schärfe, wirkt aber parallel zur Handlung bei den Farben etwas konstruiert und aufgesetzt. Der Ton weist eine gute Qualität auf, wird allerdings kaum gefordert, da „Killshot“ ein eher ruhiger Thriller ist.
Leider wird der Silberling gänzlich ohne Bonusmaterial ausgeliefert, einzig enthalten sind Trailer für weitere Filme zu Werbezwecken. Darüber hinaus fehlt eine Funktion auf englische Untertitel.

Fazit
„Killshot“ ist ein spannender und solider, aber auch oberflächlicher und aufgesetzter Vertreter des Thriller-Genres. Für einen einfachen Filmabend durchaus geeignet.


by Bastian Gabrielli
Bilder © Universum Film