Ken Folletts Eisfieber - DVD

DVD Start: 29.01.2010
FSK: ab 12 - Laufzeit: 180 min

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Inhalt

Aus dem Hochsicherheitslabor einer Biotechnologie Firma wird ein tödliches Virus entwendet. Zwar kann der Dieb gefunden werden, leblos und aus Nase und Ohren blutend, die Gefahr ist damit jedoch noch nicht vorüber: eine Bande skrupelloser Verbrecher ist ebenfalls auf der Jagd nach dem Virus.
Supergau bei Oxenford Medical: ein Laborant hat aus dem Hochsicherheitslabor in der Nähe von Edinburgh ein Kaninchen entwendet, dass mit dem tödlichen Madoba-2 Virus infiziert ist. Nach dem grausamen Ansteckungstod des Diebes beginnt eine hektische Schadensbegrenzung. Toni Gallo (Isabella Ferrari), die Sicherheitschefin bei Oxenford, muss feststellen, dass der Diebstahl nur das Vorspiel zu einer noch größeren Katastrophe ist, denn nur wenige Tage später überfallen Verbrecher das Labor und stehlen das Virus. Als dann auch noch ein furchtbarer Schneesturm die Polizei zur Untätigkeit verdammt, nimmt Toni alleine die Verfolgung der Täter auf. Noch ahnt sie nicht, dass der Dieb aus dem engsten Familienkreis des Firmengründers Stanley Oxenford (Heiner Lauterbach) kommt. In dessen verschneitem Landhaus im schottischen Hochland entbrennt schließlich ein dramatischer Kampf, bei dem mehr auf dem Spiel steht als ein einzelnes Leben.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making Of

Video on demand - Ken Folletts Eisfieber

DVD und Blu-ray | Ken Folletts Eisfieber

DVD
Ken Folletts Eisfieber Ken Folletts Eisfieber
DVD Start:
29.01.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 180 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Ken Folletts Eisfieber

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 6/10
Ton: | 8/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 5/10


Nachdem durch den Diebstahl eines Versuchskaninchens in einer Virenforschungsstation in Glasgow Sicherheitslücken offenbart wurden, gibt der Gründer und Leiter des Labors Stanley Oxenford (Heiner Lauterbach) die Anweisung, die Sicherheitsvorkehrungen zu stärken. Doch während er seine Familie und seine Angestellte Toni Gallo (Isabella Ferrari) über die anstehenden Weihnachtstage zu seinem Anwesen einlädt, heckt ausgerechnet Sohn Kit (Tom Schilling) von Geldnöten getrieben etwas aus. Dabei lässt er sich auf Verbrecher ein, die das Forschungslabor im Visier haben...

Ken Follett gehört zu den wenigen Autoren, die es geschafft haben mit trivialer Unterhaltungslektüre weit bekannt zu werden. Dementsprechend vermarktet sich die Verfilmung „Eisfieber“, die als Zweiteiler für das ZDF gedreht wurde, auch in erster Linie über den Autoren der Buchvorlage. Und in der Tat erinnert der Anfang des Films stark an die Atmosphäre eines Buches: Betitelte Ortswechsel, verschiedene Charaktere, die in für sie typische Situationen behutsam eingeführt werden. Und wie in einem guten Buch baut sich langsam eine Spannung auf, wird angestachelt von ersten Ereignissen, etwa die Sicherheitslücke im Forschungslabor, und dann flaut sie allerdings leider wieder ab. Das Hauptproblem liegt nämlich insbesondere im zweiten Teil: Zu wenige Charaktere, zu wenig Handlung und ein Ende, das ohnehin schon klar ist. Einen großen Teil zu der Flaute in der zweiten Hälfte mag vor allem dadurch beigetragen werden, dass Regisseur Peter Keglevic (drehte schon verschiedene Serienformate) mehr Wert auf die Familiengeschichte als auf die Bedrohung der Menschen legt. Dass es sich bei dem Virus, den die Gangster gestohlen haben, um den gefährlichsten der Welt handelt, wird zu keinem Zeitpunkt deutlich. Dieser Superlative Anspruch wirkt dadurch fast schon kindlich. Enttäuschend gipfelt die Nichtbeachtung der Virusgeschichte in der Auflösung, die jedes glaubwürdige Motiv vorenthält. Der familiäre Fokus gelingt jedoch auch nicht wirklich: Die Verbrecher verbarrikadieren sich im Anwesen der Großfamilie Oxenford. Das führt unter dieser zu Konflikten und Streits, die jedoch größtenteils konstruiert wirken, da die Charaktere zu monoton gespielt werden. Einzig Heiner Lauterbach kann die Vaterrolle überzeugend mimen. Das Teenagerpärchen, das im Laufe des Films zusammen findet, wirkt dafür um so unauthentischer. Ein Streitfall könnte Tom Schilling sein. Die Frage liegt bei seiner Rolle als abtrünniger Sohn Kit darin, ob dieser so naiv und unsicher gemeint ist, wie ihn sein Darsteller vermittelt. Tom Schilling ist ohne Zweifel ein begabter Schauspieler, hier wirkt seine Interpretation aber weit übertrieben und damit unecht. Zu den unterm Strich also durchwachsenden Schauspielleistungen gesellen sich einige Film- und Logikfehler. In vielen Fällen ist das Verhalten der Rollen einfach quatsch. Warum arbeitet der fanatische Gegner von Tierversuchen in einem Tierversuchslabor und rettet letztlich nur ein Kaninchen? Warum geht jemand, der in einem sicheren Versteck vor bewaffneten Verbrechern sitzt, mit hochhackigen Schuhen auf Toilette und spült, damit es ja auch noch lauter ist, ab?
Weiterhin wirken viele Entwicklungen sehr konstruiert, da sie von Zufällen vorangetrieben werden. Da sich diese Methode in „Eisfieber“ häuft, trägt sie dazu bei, die Atmosphäre zu stören.
Trotz dieser doch zahlreichen Schwächen kann zumindest die erste Hälfte der Verfilmung gut unterhalten. Das liegt an den akzeptablen Dialogen, an der sich entwickelnden Spannung und dem Hintergrund, der, wenn man das Ende nicht kennt, einen interessanten Thriller mit einem bedrohlichen Szenario verspricht.

Die DVD lässt an vielen Stellen erkennen, dass es sich um eine Fernsehproduktion handelt. Die Farben wirken matt, die Beleuchtung zu künstlich, der Ton versagt in lauten Szenen. Davon abgesehen ist die technische Umsetzung auf den Silberling jedoch gut gelungen. Der wird allerdings mit Minimalumfang ausgeliefert. Von Werbetrailern einmal abgesehen ist kein Bonusmaterial enthalten. Auch eine Funktion auf Untertitel fehlt.

Fazit
Trotz vieler Schwächen eine akzeptable Verfilmung, die jedoch zu lang geraten ist. Für einen Fernsehabend geht „Eisfieber“ durchaus in Ordnung, ein DVD-Kauf erscheint aber übertrieben.

Hintergrund: Viren
Im Gegensatz zu Bakterien sind Viren Organismen, die nicht in der Lage sind, sich selbständig fortzupflanzen. Sie benötigen Wirtszellen, mit deren DNA sie ihre eigene Anreichern. Dadurch können Viren ständig mutieren und entwickeln immer wieder neue Eigenschaften. Deshalb kann etwa eine Grippeimpfung nur für die saisonale Grippe durchgeführt werden. Viele der gefährlichsten Krankheiten wie Aids oder Ebola werden von den Mikroben ausgelöst.


by Bastian Gabrielli
Bilder © Universum Film




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