Kein Sex ist auch keine Lösung - DVD

DVD Start: 05.07.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 105 min

Kein Sex ist auch keine Lösung DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Der erfolgreiche Werber Tom Moreno (Stephan Luca) kennt sich aus mit Frauen. Vor allem mit der Kunst, sie erst für sich zu gewinnen und spätestens nach dem dritten Mal wieder loszuwerden. Doch dann tritt Elisa (Marleen Lohse), die neue Art-Directorin seiner Agentur, auf den Plan – die so gar nicht auf seine bewährte Masche abfahren will. Tom ist verwirrt – und keiner ist da, der dem Frauenheld in seiner Sinnkrise helfen könnte. Denn auch seine Freunde haben mit ihren eigenen ganz speziellen Problemen zu kämpfen: Vince (Oliver Fleischer) findet seine Frau in Toms Bett wieder. Luke (Johannes Allmayer) lernt ausgerechnet von Toms Mutter (Corinna Harfouch), dass kein Sex auch keine Lösung ist. Toms einzige 'Dauerfreundin' und Mitbewohnerin Paule (Anna Thalbach) verliebt sich in einen Krawattenträger (Michael Lott) und mutiert vom Kumpeltyp zur Femme fatale. Keine Konstante bleibt mehr, krisenfeste Freundschaften hängen am seidenen Faden und Toms Universum erfährt seine eigene Relativitätstheorie. Zu allem Überfluss eröffnet ihm sein Chef Rolf (Armin Rohde), dass die Agentur so gut wie pleite ist. Wen wundert’s, dass Tom unvorsichtig wird und seine Beziehungsvermeidungsregeln vernachlässigt...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Hinter den Kulissen, Interviews, Making of, Wendecover

DVD und Blu-ray | Kein Sex ist auch keine Lösung

DVD
Kein Sex ist auch keine Lösung Kein Sex ist auch keine Lösung
DVD Start:
05.07.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 105 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Kein Sex ist auch keine Lösung Kein Sex ist auch keine Lösung
Blu-ray Start:
05.07.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min.

DVD Kritik - Kein Sex ist auch keine Lösung

DVD Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 4/10


Tom Moreno fährt ein teures Auto, trägt nur die besten Anzüge, schläft nur mit den schönsten Frauen, aber das maximal dreimal, und hat den coolsten Job. Doch dann kommt die Eine, die sein Leben verändert. Und jetzt mal ernsthaft: Wie oft haben wir solche Zeilen schon gelesen? Wie häufig gab es Filme und Serien über gutaussehende, frauenverschlingende Machos, die sich erst zu polygamen Vorzeigebildern stilisieren, aber zur Kreuze kriechen als plötzliche eine Frau auftaucht, die so ganz anders ist als alle anderen? Viel zu oft.

Und so bietet auch „Kein Sex ist auch keine Lösung“ nichts Neues. Auch wenn man es anfangs durchaus versucht. Zwar ist der Plot altbekannt, aber die Erzählweise wirkt erfrischend anders. So bricht Tom Moreno in den ersten Minuten mehrfach die „vierte Wand“ und wendet sich direkt an den Zuschauer, was, mit surrealen Traumsequenzen kombiniert, recht kreativ daherkommt. Leider fehlt hinter diesen Stilmitteln jegliche Substanz, noch wird konsequent darauf aufgebaut. Viel mehr wird es im Laufe des Films einfach vergessen und nicht mehr angewandt. So wirkt es rückblickend eher merkwürdig und unpassend, als das es dem Film eine angenehm unkonventionelle Note verlieht.

Denn wenn „Kein Sex ist auch keine Lösung“ etwas aus sämtlichen Poren versprüht, dann ist es Konventionalität. Ein Klischee folgt auf das Nächste, von der Hauptfigur, die immerhin einigermaßen glaubhaft, dafür umso weniger sympathisch, von Stephan Luca verkörpert wird, über seine burschikose, St.Pauli liebende Mitbewohnerin Paule samt aufgesetztem Hamburger Dialekt, bis hin zu seinen Nerd-Freunden und seiner sexhungrigen Mutter, die Carolin Harfouch so verkörpert, als wäre sie direkt aus „Two And A Half Men“ rausgerissen worden. Dabei sind die Schauspieler eigentlich das kleinste Problem. Im Gegenteil, wo das Drehbuch noch völlig ohne Highlights bleibt, machen vor allem die kleineren Auftritte von Armin Rhode, Hannelore Elstner und Michael Kessler, der geradezu beängstigend daherkommt, immerhin ein wenig Spaß. Auch der Rest des Casts ist immerhin solide. Wie gesagt, Stephan Luca ist in seiner Paraderolle zu sehen, Marleen Lohse tut die erste halbe Stunde zwar nichts anderes als versucht lasziv direkt in die Kamera zu blicken, gleicht es aber mit ihrem natürlichen Charme wieder aus und obwohl Anna Thalbach alias „Paule“ es mit dem Hamburger Dialekt etwas übertreibt, ist sie doch die einzige Person, für die man tatsächlich Sympathien entwickeln kann.

Dennoch: Dem Film fehlt es an so vielen Ecken. Die Geschichte ist zu stereotyp, die Entwicklungen sind absolut vorhersehbar, die Ästhetik ist auf Hochglanz poliert, aber kalt und die Figuren sind einerseits unglaubwürdig, andererseits aber auch völlig uninteressant, da sie nicht ansatzweise kreativ vorgestellt werden und so eher beiläufig auftauchen und wieder verschwinden. Außerdem ist „Kein Sex ist auch keine Lösung“ einfach nicht lustig, was ja eher unvorteilhaft ist, wenn man sich selbst als Komödie bezeichnet. Wo andere Filme dieser Art, wie „Keinohrhasen“ oder „Männerherzen“ u.a. durch die Chemie der einzelnen Darsteller oder der angenehmen Skurrilität der Figuren bestechen, können hier höchstens die zahlreichen Gastauftritte unterhalten. Ansonsten gibt es nichts zum Schmunzeln, nichts fürs Herz und schon gar nichts für den Kopf. Stumpfer Humor und eine vor Klischees übersprudelnde Geschichte, ziehen den Film auf ein Niveau des typischen Pro-7-Sonntagnachmittagfilm, der sich auch noch über fast zwei Stunden zieht, in denen sehr wenig passiert.

Achja: Der Soundtrack ist dagegen ziemlich gut geraten, ebenso wie die Ton- und Bildqualität der DVD. Außerdem weist sie einige Extras auf, die vom üblichen Standard, d.h. Outtakes und Trailer, abweichen. Zwar nicht qualitativ, aber immerhin quantitativ.

by Lukas Lohmer
Bilder © Studiocanal Home Entertainment