Kabinett des Schreckens - DVD

DVD Start: 18.02.2010
FSK: ab 18 - Laufzeit: 84 min

Kabinett des Schreckens DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Amy (Elizabeth Berridge) und ihr Freund Buzz (Cooper Huckabee) gehen zusammen mit einem befreundeten Teenagerpärchen (Largo Woodruff, Miles Chapin) zum Rummel. Nach Achterbahn, Riesenrad und Süßigkeiten wollen sie noch ins „Funhouse“, eine Freak- und Grusel-Show. Gegenseitig ziehen sie sich auf, wer am meisten Angst hat, bis sie aus einer Laune heraus beschließen, sich über Nacht in der Geisterbahn einsperren zu lassen. Der Spaß hat leider allzuschnell ein Ende, als sie beobachten, wie der missgestaltete Sohn (Wayne Doba) des Betreibers sich erst von einer Prostituierten verwöhnen lässt, diese dann aber kurzerhand umbringt. Er beginnt Jagd auf die Jugendlichen zu machen ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (Dolby 2.0)
Englisch (Dolby 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interview mit Tobe Hooper
Wendecover mit Kinomotiv
Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Kabinett des Schreckens

DVD
Kabinett des Schreckens Kabinett des Schreckens
DVD Start:
18.02.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 84 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Kabinett des Schreckens

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 5/10
Ton: | 3/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 5/10


In einer amerikanischen Kleinstadt öffnet ein Rummel seine Pforten. Die vier Teenager Amy (Elizabeth Berridge), Buzz (Cooper Huckabee), Liz (Largo Woodruff) und Richie (Miles Chapin) nutzen die Gelegenheit um sich zu amüsieren. Von Freakshow bis Wahrsagerin sind sie begierig darauf, alles zu entdecken. Schließlich neigt sich der Tag dem Ende zu und während sie langsam müde werden, kommt ihnen eine Idee: Warum nicht einfach auf dem Rummel schlafen? In der Geisterbahn aussteigen, sich verstecken und dort nächtigen? Und so begeben sie sich in das Kabinett des Schreckens. Dort werden sie jedoch Zeugen eines Mordes – und schon bald weiß auch der Mörder davon...

„Das Kabinett des Schreckens“ stammt aus dem gleichen Zeitalter, wie viele Klassiker des Genres. Und wie die Klassiker „Poltergeist“ oder „Texas Chainsaw Massacre“ entstand auch dieser Film unter der Regie Tobe Hoopers. Und der verrät in einem Interview, das der DVD als Bonusmaterial beiliegt, von seiner Kindheitsleidenschaft, den Rummelplätzen. Die Faszination, die insbesondere die Schausteller und weniger die Fahrgeschäfte auf ihn ausübten, findet sich auch in seinem Film wieder. Etwa die Hälfte der Spieldauer zeigt nichts weiter als den Aufenthalt der Jugendlichen auf dem Jahrmarkt. Und dabei wird es keineswegs langweilig, im Gegenteil. Hooper ist es gelungen, die Atmosphäre gekonnt zu vermitteln. Die vielen bekannten Melodien, die abgedrehten Schausteller und die für einen amerikanischen Rummel klassischen Attraktionen (Freakshows) lösen (auch beim europäischen Zuschauer) eine angenehme Nostalgie aus, vollkommen gleich ob man solche Rummel (schon allein dieses altmodische Wort versprüht den Charme, der auch dem Film zu Eigen ist) selbst besucht hat oder nur aus Geschichten kennt. Dieser Charme ist dann auch der Part, von dem der Streifen lebt. Denn der Horrorteil der zweiten Hälfte ist ansehbar, aber zumindest heute nicht mehr wirklich schockierend. Zwar gibt es einige Elemente und Schockmomente, die auch jetzt noch greifen, aber grade die Technik ist hoffnungslos veraltet. Das betrifft nicht nur die Qualität von Bild und Ton, sondern beispielsweise auch die Beleuchtung. So mutet es eher lächerlich an, wenn in einer durch Rotlicht komplett erhellten Umgebung die vier Teenager sich mit einem Feuerzeug versuchen, den Weg zu sehen. Die Teenager sind ohnehin mit das größte Problem des Werks. Zum einen sind mindestens die Jungen eindeutig fehlbesetzt. Die Schauspieler sind einfach zu alt für ihre Rollen. Zum anderen sind sie teilweise plump und albern ausgearbeitet. Der Humor wirkt wenig glaubwürdig, die Detailhandlungen ebenso wenig. Deutlich wird das unter anderem in zwei Kifferszenen. Diese wiederum haben auch ein weiteres Problem inne: In seiner ursprünglichen Fassung waren diese Szenen für den deutschen Markt geschnitten. Bis heute sind sie nicht synchronisiert und auf der DVD daher nur im O-Ton mit Untertiteln enthalten. Auch sonst ist die Synchronisation technisch veraltet, dadurch allerdings natürlich passend zum Film. Einen eigenen Charme haben die deutschen Sprecher dennoch. Wer Hörspiele wie „Fünf Freunde“ oder „Die Drei ???“ hört, dürfte die eine oder andere Stimme wieder erkennen. Auch der Originalfilm bietet Erinnerungen an andere Klassiker. Die Anfangsszene spielt auf „Psycho“ des Altmeisters Hitchcock und einige weitere Genreklassiker an.

Der Technik ist, wie bereits erwähnt, ihr Alter deutlich anzusehen. Die Farben sind matt, das Bild von Flimmern und Unschärfe durchzogen. Insgesamt gewöhnt sich das Auge jedoch schnell daran. Auf dem gut inszenierten Rummel gibt es für selbiges viel zu entdecken. Der Ton ist dumpf und die Synchronisation fügt sich kaum in die Optik ein. Es ist eben deutlich hörbar, dass es sich um Studioaufnahmen handelt.
Der Silberling bietet den Originaltrailer, eine Bildergalerie und ein sehr interessantes, rund 25-minütiges Interview mit Regisseur Tobe Hooper. Was dagegen fehlt ist eine Funktion auf englische Untertitel.

Fazit
„Das Kabinett des Schreckens“ ist eine gelungene, aber simple Kombination von Rummelcharme und Horror. Besonders Freunde von Jahrmärkten kommen auf ihre Kosten.

by Bastian Gabrielli
Bilder © Eurovideo