John Carter - Zwischen zwei Welten - DVD

DVD Start: 19.07.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 127 min

John Carter - Zwischen zwei Welten DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

John Carter (TAYLOR KITSCH) glaubt, alles schon erlebt, alles schon gesehen zu haben. Doch dann gerät der ehemalige Offizier, der nicht mehr kämpfen will, in einen Konflikt, der alle Vorstellungskraft sprengt. Auf unerklärliche Weise findet er sich auf einem geheimnisvollen Planeten wieder, den man auf der Erde als Mars kennt, den die Bewohner aber Barsoom nennen. Exotische Geschöpfe bevölkern diese Welt, aber auch fremdartige Stämme und Kulturen, die sich bekriegen und damit ihren eigenen Untergang heraufbeschwören.

Auf seiner abenteuerlichen Odyssee durch eine fremde Welt, die am Abgrund steht, begegnet John Carter dem charismatischen Anführer Tars Tarkas (WILLEM DAFOE) und verliebt sich in die bezaubernde, selbstbewusste Prinzessin Dejah Thoris (LYNN COLLINS). Von unbekannten Gefahren bedroht und unglaublichen Eindrücken überwältigt, entdeckt Carter wieder, was er als ehemaliger Soldat verloren zu haben glaubte: seine Menschlichkeit. Und schließlich erkennt er, dass die Zukunft des Planeten und das Überleben seiner Bewohner in seinen Händen liegen...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Türkisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
• Von Edgar Rice Burroughs Büchern zum Film
• Audiokommentar von Regisseur Andrew Stanton und den Produzenten Jim Morris und Lindsey Collins

DVD und Blu-ray | John Carter - Zwischen zwei Welten

DVD
John Carter - Zwischen zwei Welten John Carter - Zwischen zwei Welten
DVD Start:
19.07.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 127 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
John Carter - Zwischen zwei Welten John Carter - Zwischen zwei Welten
Blu-ray Start:
19.07.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 132 min.
John Carter - Zwischen zwei Welten (3D Blu-ray) John Carter - Zwischen zwei Welten (3D Blu-ray)
Blu-ray Start:
19.07.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 132 min.

DVD Kritik - John Carter - Zwischen zwei Welten

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


Gut Ding will Weile haben, sagt der Volksmund. Doch manchmal reichen selbst 100 Jahre Vorlaufzeit nicht aus – wie am Beispiel des Mars-Abenteuers „John Carter - Zwischen zwei Welten“ zu belegen ist. Die fantastischen Kopfgeburten des Edgar Rice Burroughs (vor allem bekannt als „Tarzan“-Schöpfer), die vor einem Jahrhundert als SF-Kurzgeschichte „Under the Moons of Mars“ unter dem Pseudonym Norman Bean in einem Pulp-Magazin erschienen, entwickelten sich ab 1917 mit dem Erstling „Die Prinzessin vom Mars“ zu einer 15 Werke umfassenden John-Carter-Buchreihe. Adaptionen von Burroughs Stoff, der oft als Inspiration für Film-Visionäre wie George Lucas oder James Cameron gepriesen wird, scheiterten bis dato an der unzureichenden technischen Umsetzung. Doch nun, sicherlich befeuert durch den „Avatar“-Erfolg, hat das produzierende Disney-Studio Regisseur Andrew Stanton (bisher verantwortlich für die Pixar-Animations-Hits „Findet Nemo“ und „Wall-E“) für dessen erste Realverfilmung schlappe 250 Millionen Dollar in die Hand gegeben, um die Abenteuer des John Carter auf die Leinwand zu bannen – leider mit mäßigem Erfolg. Statt zwischen zwei Welten fühlt sich der Zuschauer nach 127 Minuten Mars Wars eher wie zwischen den Stühlen.

Dabei kommt das Effektgewitter in den ersten Minuten noch angenehm unaufgeregt im historischen Western-Gewand daher. Der junge Edgar Rice Burroughs (Ex-„Spy Kid“ Daryl Sabara) wird 1881 nach New York City gerufen, wo sein Onkel John Carter (schauspielerisch mit viel Luft nach oben: Taylor Kitsch) kürzlich überraschend das Zeitliche gesegnet hat. Aus der Hinterlassenschaft erhält der Neffe das Tagebuch des Verschiedenen – und so Einblicke in dessen unglaubliche Erlebnisse. Die beginnen relativ unspektakulär in den Wirren des amerikanischen Bürgerkriegs, der Südstaaten-Offizier Carter unter anderem seine Familie gekostet hat. Auf der Flucht vor aufgebrachten Indianern stößt er schließlich auf ein Amulett, das ihn in eine öde Wüstenlandschaft katapultiert. Doch die liegt nicht in Utah oder Arizona, sondern auf Barsoom – bei uns bekannt als Mars.

Carters erste Erkundungen auf dem roten Planeten erinnern stark an das Original „Krieg der Sterne“. Ansonsten zeigen sich, vor allem in dramaturgischer Hinsicht, schnell erhebliche Defizite. Offensichtlich waren die Macher bemüht, sämtliche Figuren und Gruppierungen aus Burroughs Barsoom-Universum in die Handlung zu pressen. Mit der Folge, dass in den Konflikten zwischen den mehrarmigen Tharks (Jar Jar Binks lässt grüßen!), den friedliebenden Heliumites um Herrscher Tardos (Ciaran Hinds) und den machthungrigen Zodangans unter Führung von Sab Than (Dominic West) schnell der Überblick und damit auch das Interesse schwindet. Die Krone setzen sich diesbezüglich die Therns auf, jene geheimnisvolle Überrasse im Hintergrund. Denn bei Logik und Zweck der Manipulationen von Ober-Glatze Matai Shang (Mark Strong) dürfte kaum noch jemand durchsehen. Unser Held (er heißt jetzt Dotar Sojat) hält sich mit derlei Fragen nicht auf, entflammt er doch zeitnah für die hübsche Prinzessin von Helium Dejah (krasses Schmink-Opfer: Lynn Collins).

Neben der kruden, mitunter umständlich erzählten und leider viel zu ernsten Geschichte, wartet „John Carter“ auch schauspielerisch nicht mit Höchstleistungen auf. Kein Wunder, verschwinden doch die beiden renomiertesten Darsteller am Set, Willem Dafoe („Manderlay“) und Thomas Haden Church (Sideways“), dank Performance-Capture-Technik bis zur Unkenntlichkeit hinter rivalisierenden Tharks. Mit der mimischen Hauptlast inmitten der kolportierten 2000 digitalen Effekte mühen sich Taylor Kitsch und Lynn Collins nach Kräften, wissen ihren eindimensionalen und flachen Charakteren aber nur sehr bedingt Leben einzuhauchen.

Dafür trumpft „John Carter“, wie es zu erwarten ist, in visueller Hinsicht auf. Zwar können am normalen Heim-TV die 3D-Effekte nicht bewertet werden, aber auch ohne den zusätzlichen Augenkitzel bietet das Werk beeindruckende Natur-Panoramen (die direkt einer amerikanischen Western-Kulisse entsprungen sein könnten) und einige denkwürdige Actionszenen. Der Kampf Carters mit zwei weißen Riesenaffen, der an die Gladiatoren-Fights im alten Rom erinnert, ist dabei sicher das besondere Highlight. Auf andere dagegen mag das Set-Design, in dem mit silbernen Retro-Rüstungen auf futuristischen Lichtschiffen gekämpft wird, eher befremdlich wirken. Der Ton jedenfalls bringt das Schlachtengetöse angemessen rüber.

Das kurze Feature „Von Edgar Rice Burroughs Büchern zum Film“ der Extras beschäftigt sich mit der Entstehungsgeschichte der Multimillionen-Dollarproduktion und zeigt unter anderem die Einflüsse, die das Werk des Autors auf die Popkultur hatte. Zusätzlich liegt ein deutsch untertitelter Audiokommentar vor, in dem Regisseur Andrew Stanton sowie die Produzenten Jim Morris und Lindsey Collins die Dreharbeiten Revue passieren lassen.

„John Carter - Zwischen zwei Welten“ bietet eine optisch bombastische Mischung aus Western, „Star Wars“-Science-Fiction und Fantasy-Epos, legt sich bei seiner Story aber zu viele Steine selbst in den Weg und hätte überdies – vor allem in den Dialogen – eine große Portion Ironie sehr gut vertragen.

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by Florian Ferber
Bilder © Walt Disney Studios Home Entertainment