John Carpenters The Ward - DVD

DVD Start: 16.02.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 85 min

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Inhalt

Völlig verstört wird Kristen (AMBER HEARD) in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Die junge, desorientierte Frau kann sich an nichts erinnern - auch nicht daran, dass sie ein altes Farmhaus in Brand gesetzt haben soll. In der abgeschieden im ländlichen amerikanischen Nordwesten gelegenen Anstalt versucht Dr. Stringer (JARED HARRIS) in einem speziellen Programm, Kristens psychische Barriere zu durchdringen, ihr, wie auch vier jungen Mitpatientinnen, zu helfen. Doch Kristens mentaler Zustand scheint sich nur zu verschlechtern. Nachts, in den düsteren Gängen der vermeintlich sicheren Zuflucht, glaubt Kristen eine Erscheinung wahrzunehmen. Ein Phantom, das sie keine Ruhe finden lässt, in den Augen des Klinikpersonals aber nur in ihrer Einbildung existiert. Verzweifelt versucht Kristen, Erklärungen für das gespenstische Phänomen zu finden. Was sie entdeckt, lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren. Um sich und andere retten zu können, bleibt nur die Flucht. Denn in der Klinik geht der Tod um und sorgt dafür, dass niemand sie je lebend verlässt...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Audiokommentar mit Regisseur John Carpenter
- Interviews
- B-Roll
- Dt. und Original-Kinotrailer

Video on demand - The Ward

DVD und Blu-ray | John Carpenters The Ward

DVD
John Carpenters The Ward John Carpenters The Ward
DVD Start:
16.02.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
John Carpenters The Ward John Carpenters The Ward
Blu-ray Start:
16.02.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 89 min.

DVD Kritik - John Carpenters The Ward

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


John Carpenter`s Irrenhaus
Es ist schon eine Last, einen bekannten Namen zu tragen und dann auch noch eine lebende Legende zu sein. Bei dem Namen John Carpenter verbinden sich natürlich sofort Erinnerungen an einige der besten und einflussreichsten Horrorfilme der letzten 30 Jahre. „Halloween“, „Das Ding aus einer anderen Welt“ und „The Fog“ haben einen enormen Einfluss gehabt und Carpenter als einen der Meister des Horrors etabliert. Auf der anderen Seite hatte Carpenter auch manchmal einige sehr schlechte Filme gedreht und viele, die im Grunde „nur“ sehr unterhaltsam sind, mit einem gewissen Trashcharme wie „Ghosts of Mars“, gingen wohl eher unter, da man die mit dem Namen verbundenen Erwartungen enttäuscht sah. Jeder Film von Carpenter muss die Erwartungen zwangsläufig erfüllen, wobei er selber dazu beigetragen hat, dass diese Messlatte nicht mehr allzu hoch liegt. Ob er deswegen wohl extra einige schlechte Filme gedreht hat? Unwahrscheinlich. Bei George Romero können auch nur die Zombiefilme restlos überzeugen. „The Ward“ ist nun nach längerer Pause (der letzte Film als Regisseur war „Ghosts of Mars“ von 2001, wenn man die Fernsehbeiträge nicht berücksichtigt) der neue Carpenter-Film und überrascht dadurch, indem er im Grunde ein klassischer Grusel-Geisterfilm ist. Das zunächst allerdings sehr nach Schema gestrickt ist. Das ist auch durchaus spannend, aber lange nicht so Gänsehaut erzeugend und an den Nägeln knabbern lassend wie etwa „The Changeling“ oder „The Grudge“. Dafür hat man das Schema einfach zu oft gesehen. Das Ende des Filmes ist dann aber doch sehr überraschend und macht auch im Nachhinein betrachtet Sinn. Beim zweiten Sehen bemerkt man kaum einen Fehler und manche Szenen bekommen auch eine ganz andere Bedeutung. Das hat mehr was von David Cronenberg und verschafft dem ganzen einen großen zusätzlichen Reiz. Was nicht nur an der sehr guten Amber Heard in der Hauptrolle liegt. Das Setting ist zwar sehr gelungen, aber beileibe nicht neu. Aber die Horrorfilmlocation eines Krankenhauses oder einer Nervenheilanstalt ist immer passend, da so nicht nur düstere Geheimnisse der Vergangenheit eingebaut werden können, sondern auch per se schon eine klaustrophobische Stimmung vorherrscht. In Krankenhäusern liegen Leben und Tod, Leid und Heilung extrem nahe beieinander. Und diese sind auch zentrale Themen des Horrorgenres. Mal abgesehen davon, dass Krankenhäuser und Irrenanstalten per se schon so ziemlich jedem Zuschauer Angst machen, da keiner freiwillig da rein will und an die eigene Gebrechlichkeit und Vergänglichkeit erinnert wird. Das hier eine Nervenheilanstalt für einen Geisterfilm benutzt wird, ist zudem für eine schöne Idee zu gebrauchen: es ist schon immer schwer an Geister zu glauben. Und wer glaubt schon einer potentiell Verrückten? Der Bezug auf alte, antiquierte Heilungsmethoden der Psychiatrie wird zwar häufig gezogen und der Wechsel zu neuen, humaneren, wirkungsvollen Methoden betont, kommt aber generell viel zu kurz. Das ist im Übrigen auch der Grund, warum der Film in den 1960ern spielt, da erst zu diesem Zeitpunkt in der Psychiatrie eine Abkehr von rabiaten Methoden vollzogen worden war. Generell gibt es einige gute Schocks, Spannung und recht brutale Morde ohne in den Splatterbereich zu rutschen. Obwohl das alles sehr nach gängigem Schema abläuft und dem Geisterfilm keine neuen Impulse gibt, gehört der Film in Carpenters Gesamtwerk zu den besseren Filmen, aber nicht zu den besten. Immerhin vermeidet Carpenter einen Kardinalfehler des Geisterfilms: etwa warum die Geister immer so lange damit warten, neu Eingezogenen den ersten Streich zu spielen. Hier kommt bereits in der ersten Nacht etwas Unheimliches vor.

Der Ton und das Bild sind gut und lassen kaum Wünsche offen. Die Extras sind solide, aber nicht berauschend. Der Audiokommentar von John Carpenter und Darsteller Jared Harris ist sehr informativ auch abseits von dem eigentlichen Film (etwa wenn Harris von seinem berühmten Vater Richard Harris erzählt) hat aber leider keinerlei deutsche Untertitel. Die vielen Interviews sind teils sehr interessant, teils sehr wiedeholend und teils sehr flach. Die B-Roll ist halt so, wie diese immer sind. Und den Trailer gibt es natürlich auch.

Ein klassischer Gruselfilm, der etwas zu sehr das gängige Schema des Subgenres bedient. Aber er ist spannend, temporeich, gut gespielt und überzeugt mit dem überraschenden Ende. Einer der besseren Filme von John Carpenter.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Concorde Home Entertainment




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