Jigsaw - DVD

DVD Start: 08.03.2018
FSK: ab 18 - Laufzeit: 88 min

Jigsaw DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die Stadt ist übersät von grausam entstellten Leichen. Die Ermittlungen führen schnell zu einem alten Bekannten: John Kramer. Doch der Mann, der auch Jigsaw genannt wird, soll seit mehr als einem Jahrzehnt tot sein. Aber wer steckt dann hinter den Morden? Ist einer seiner Schüler zum Lehrer geworden und führt Jigsaws Erbe fort? Steckt womöglich einer der Ermittler hinter den Morden? Die Spiele haben begonnen…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Audiokommentar mit den Produzenten, 80-minütiges Featurette: "Jigsaws Vermächtnis", Featurette: "The Choice is yours: Die Requisiten bei Jigsaw", Trailer, Wendecover

DVD und Blu-ray | Jigsaw

DVD
Jigsaw Jigsaw
DVD Start:
08.03.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 88 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Jigsaw Jigsaw
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Blu-ray Start:
08.03.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 92 min.

DVD Kritik - Jigsaw

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 8/10


Sieben Jahre nach "Saw 7 - The Final Chapter" bringen die deutschen Regisseure Michael und Peter Spierig den Jigsaw Killer zurück auf die große Leinwand aber anders als manch einer es sich vielleicht vorgestellt hat. Nach dem Motto "Back to the Roots" versuchten Drehbuchautoren Josh Stolberg und Pete Goldfinger die Fortsetzung weg vom expliziten Folterhorror, wieder hin zum Thrill und Suspense des ersten Teils zu lenken, und das mit überraschendem Erfolg.

Anna (Laura Vandervoort)
Anna (Laura Vandervoort) © Studiocanal Home Entertainment
Ein Serienmörder treibt in der Stadt sein Unwesen. Seine Opfer weisen Spuren eines Killers auf, der unter dem Namen "Jigsaw" Menschen grausame Lektionen erteilte, in dem er sie in mit tödlichen Fallen und Apparaten ausgestatteten Räumen um ihr Leben spielen ließ. Jetzt, zehn Jahre nach seinem Tod, finden sich an öffentlichen Fundorten bizarr entstellter Leichen überall in der Stadt verteilt Hinweise auf die Rückkehr des "Puzzle Mörders". Ist er wirklich tot? Oder bedient sich ein Trittbrettfahrer seiner Methoden und hinterlässt dessen DNA? Detective Halloran (Callum Keith Rennie) wird beauftragt den Täter zu fassen. Zur selben Zeit findet anderswo ein neues Spiel statt, in dem wieder fünf auf den ersten Blick willkürlich zusammen gewürfelte Menschen in einem abgelegenen Gebäude um ihr Leben kämpfen müssen. Dabei werden sie mit den Sünden ihrer Vergangenheit konfrontiert und müssen gemeinsam einen Weg aus dem Todeslabyrinth finden, bevor die Zeit abläuft und das Gebäude ihr Grab wird.

Jigsaw beginnt, anders als seine Vorgänger, mit einer Verfolgungsjagd bei Tag, in der die Polizei einen jungen Mann bis auf ein Dach verfolgt, der mit einer Nachricht an Detective Halloran ein neues Spiel ankündigt, bevor er erschossen wird. Kurze Zeit später wird eine entstellte Leiche von einer Brücke hängend mitten im Stadtpark aufgefunden. Allein der Beginn des Films hebt sich deutlich spürbar von allen anderen Vertretern der Reihe ab, und tauscht das typische Schockintro durch eine Einleitung aus, die mehr an einen Thriller erinnert als an einen Folterhorrorfilm. Auch die Umgebung sticht hervor, denn das Geschehen wird auf eine größere Bühne verlagert, indem die Öffentlichkeit einbezogen wird und das Gezeigte nicht ausschließlich in dunklen und beklemmenden Räumen spielt. Nach dieser recht ungewöhnlichen aber abwechslungsreichen Einführung schwenkt man dann zurück zur Saw-typischen Leichenhalle, in der Hinweisen nachgegangen und doch recht zeigefreudig an den Leichen rumseziert wird und wechselt dann zum Handlungsort der Spiele. Diesmal nicht in einem finstren Kellergewölbe unter der Erde, sondern in einem entlegenen Bauernhof finden sich fünf unterschiedliche Personen aus allen Schichten wieder, die alle eine Gemeinsamkeit haben, die es herauszufinden gibt. Dabei wird gekonnt zwischen Spielteilnehmern und Ermittlungen hin und her geswitched um Dynamik in die Geschichte zu bringen, was erstaunlich gut gelingt.

Detective Halloran (Callum Keith Rennie) und Detective Keith Hunt (Clé Bennett)
Detective Halloran (Callum Keith Rennie) und Detective Keith Hunt (Clé Bennett) © Studiocanal Home Entertainment
Soweit nichts Neues. Aber auffällig ist, dass die Spiele nicht mehr auf Blutrünstigkeit konzipiert und darauf aus sind möglichst qualvoll zu sein, sondern mehr auf klassische Tötungsmethoden wie strangulieren, erschießen und erstechen setzen und ihr Hauptaugenmerk eher auf die Charakterentwicklung der Hauptakteure richten. Wo in vorangegangenen Teilen voll drauf gehalten wurde, wendet sich hier bei Gewaltspitzen die Kamera bewusst ab, was auch die FSK 18 in ungeschnittener Fassung erklärt. Gorehounds gehen so gut wie leer aus, denn bluttriefende Schauwerte werden erst im finalen Showdown geboten. Das jedoch ist die perfekte Balance zwischen dem beliebten Saw Franchise in gezähmter Manier und klassisch spannenden Thrillerelementen. Konstant wird damit das Publikum an der Nase herumgeführt und gut platzierte Twists bilden dabei das Bindeglied zur Gesamtstory der Reihe. Interessant ist auch, dass der gesamte Cast, bist auf den allseits bekannten Tobin Bell, alias John Kramer, der in Rückblenden immer wieder zu sehen ist, neu besetzt wurde, und sich die Regisseure somit einer vollkommen neuen Storyline zuwenden, und gleichzeitig an alte Handlungsstränge anknüpfen konnten.

Szene aus Jigsaw
Szene aus Jigsaw © Studiocanal Home Entertainment
Das Bild der DVD in 480p 16:9 bietet ein recht klares Bild, wer jedoch auf größeren Fernsehern schaut, wird an einigen Stellen die Pixel tanzen sehen und sollte für schärfere Konturen und sattere Farben lieber zur Blu-Ray greifen. Ansonsten keinerlei Beanstandungen.

Zwei Tonspuren, deutsch und englisch, liegen im Format Dolby Digital 5.1 vor und bieten ein grundsolides Sounderlebnis. Kein Scharren oder Schrammen verzerrt den Klang und die Balance zwischen Dialog und Schockmomenten ist ausgeglichen.

In Sachen Extras haben sich die Studios beim mittlerweile achten Teil der Saga nicht lumpen lassen, und liefern ein knapp eineinhalbstündiges Featurette mit dem Titel "Jigsaws Vermächtnis" in dem viel über Entstehungsgeschichte der Reihe, die Inspirationen und der Motivationen berichtet wird und dem interessierten Zuschauer umfangreiches Hintergrundwissen offeriert. Des Weiteren gibt es diverse Trailer, Audiokommentare mit den Produzenten und eine Doku über die Requisiten beim Set. Alles in allem umfangreiches Bonusmaterial, das selbst den größten Fan milde stimmen dürfte.


Fazit:
Stolberg und Goldfinger wollten sich wieder in Richtung des überraschenden und erfolgreichen ersten Teils aufmachen, um sowohl neue als auch alte Zielgruppen anzusprechen und trotzdem eine gewisse Konstanz beizubehalten, was meiner Meinung nach gut gelungen ist. Auch wenn er sich spürbar von seinen Vorgängern abhebt, kommt trotzdem das bekannte Saw - Feeling auf, auch wenn mehr auf Thrill als auf Gore gesetzt wurde. Dies wird sicher Harcore Fans enttäuschen und wieder wirken als würde man auf Masse statt Klasse setzen, aber ich finde dem ist nicht so. Die Darsteller, von denen man erwartet, dass sie sich auf möglichst kreative Weise ins Jenseits verabschieden, machen ihre Sache gut und bekommen in ihrer Entwicklung mehr Zeit eingeräumt als man es gewohnt ist, aber das Finale punktet dann wieder mit einem blutigen und bitterbösen Showdown, begleitet von der schaurigen Kultmusik von Charlie Clouser inklusive Spielraum für eine weitere Fortsetzung.

by Christoph Berger
Bilder © Studiocanal Home Entertainment