Jason und der Kampf um das Goldene Vlies (Special Edition) - DVD

DVD Start: 29.06.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 170 min

Jason und der Kampf um das Goldene Vlies (Special Edition) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Das antike Griechenland, 2000 Jahre vor Christi Geburt. Der grausame Tyrann Pelias hat den Thron seines Bruders an sich gerissen. Zwanzig Jahre später verlangt der rechtmäßige Thronfolger Jason seinen Platz zurück. Pelias stellt ihm eine Bedingung: Jason soll für ihn das goldene Vlies finden, das seinen Träger unsterblich macht. Für Jason und seine Gefährten beginnt eine abenteuerliche und gefahrvolle Reise zur Insel Colchis, auf der Prinzessin Medea das Goldene Vlies bewacht ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
Making of (ca. 10 Minuten)

DVD und Blu-ray | Jason und der Kampf um das Goldene Vlies (Special Edition)

DVD
Jason und der Kampf um das Goldene Vlies (Special Edition) Jason und der Kampf um das Goldene Vlies (Special Edition)
DVD Start:
29.06.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 170 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Jason und der Kampf um das Goldene Vlies (Special Edition)

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Götter im TV-Format
„Jason und der Kampf um das goldene Vlies“ ist damals im Jahre 2000 für das amerikanische Fernsehen produziert worden und beide Teile werden nun als 2-Disk-Version auf DVD zusammen veröffentlicht. Natürlich drängt sich der Verdacht auf, dass aus dem Erfolg von Filmen wie „300“, „Kampf der Titanen“, „Zorn der Götter“ und „Krieg der Götter“ noch schnell Kapital geschlagen werden soll. Und so wird noch mal schnell eine Sagenverfilmung auf den Markt geworfen, um von dem derzeitigen Boom zu profitieren. Eines sei aber schon direkt gesagt: die Mini-Serie kann mit keinem der genannten Filme mithalten. Man hatte damals durchaus recht gute Darsteller finden können, die aber allesamt unterfordert sind. Dennis Hopper spielt seinen Schurken als Selbstläufer. Solche Rollen konnte Hopper einfach schon im Schlaf. Und der Vermarktungsaspekt der Veröffentlichung wird allein schon dadurch deutlich, dass Hopper bereits 2010 gestorben ist, aber der Film erst jetzt auf DVD erscheint. Andere Darsteller wie etwa Olivia Williams, Frank Langella und andere werden in Nebenrollen verheizt, während man mit Jason London einen Hauptdarsteller gefunden hat, der zwar dem Alter des Helden entspricht, aber leider keinerlei Charisma besitzt. „Jason“ ist sehr nah an der Originalsaga orientiert und liefert keinerlei Modernisierung oder neue Interpretationsansätze (wie etwa „Krieg der Götter“). Puristen wird das erfreuen. Auch in mancherlei anderer Hinsicht, denn trotz aller PC-Tricks wirkt der Film so billig wie die ganzen italienischen Herkulesfilme aus den Sechzigern. Pappkulissen ergänzen sich nun mal nicht sonderlich gut mit PC. So ist der Wassertank manchmal deutlich zu sehen und die Abgrenzungen zu den Rückprojektionen fallen auch deutlich auf. Ist aber wahrscheinlich ganz gut, denn wenn sich die CGI-Leute austoben konnten, etwa bei den Szenen mit den Göttern, wurde es ziemlich kitschig. Neben mancherlei Schluderei in der Gestaltung können die Hauptrollen also auch nicht überzeugen. Alle bekannteren Nebendarsteller laufen als Selbstläufer. Aber es kommt noch schlimmer. Da hat man drei Stunden Zeit, die Sage nachzuerzählen, was manche Hollywoodregisseure Tränen des Neids in die Augen spülen würde, aber was macht der Regisseur daraus? Nichts. Charakterisierungen erfolgen mit dem Holzhammer, Spannungsbögen werden ignoriert und viele Stationen werden sehr schnell abgehandelt. Alles ist extrem sprunghaft und unausgegoren. Kaum eine Szene bekommt genügend Zeit. Der schlechte Schnitt tut noch sein übriges dazu bei. Vielerorts gibt es keine richtigen Szenenenden und bei manchen Stellen fragt man sich, ob da nicht ganze Sequenzen fehlen. Der ganze Film ist also anspruchslose altbackene Unterhaltung und dürfte vor allem Trashfans erfreuen, die an verregneten Sonntagen alte Herkules- und Ursusfilme ansehen. Hier nur mit ein bisschen CGI aufgemotzt. Ansonsten fallen die vierzig Jahre Zwischenraum kaum auf. Aber die Monster sehen ganz gut aus.

Der Fernsehzweiteiler wurde auf zwei Disks verteilt und besitzt sowohl einen sehr guten Ton als auch ein gutes Bild. Auf der ersten Scheibe kann man ein Making Of sehen, was zwar einerseits deutlich für Werbezwecke produziert worden ist, aber andererseits durchaus gute Einblicke in die Produktion erlaubt. Neben dem Trailer gibt es dann auch noch eine Trailershow. Auf der zweiten Scheibe sind dann aber keinerlei Extras mehr zu finden.

Der TV-Mini-Serie merkt man tricktechnisch das Alter durchaus an. Manchmal schludrig, manchmal sehr kitschig, überzeugen immerhin die Monster. Auch die Nebendarsteller sind ansehnlich, während der Hauptdarsteller keinerlei Charisma hat. In gewisser Hinsicht sehr altbacken, was nicht jeden ansprechen dürfte.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media Home Entertainment