Jakobs Bruder - DVD

DVD Start: 15.04.2011
FSK: ab 12 - Laufzeit: 96 min

Jakobs Bruder DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD zum Film

Inhalt

Jakob und Lorenz sind Brüder, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Jakob ist der Ältere und entsprechend verantwortungsbewusst, ernsthaft und vernünftig. Lorenz hingegen schlägt schon mal über die Stränge, ist lebhaft und reißt gerne Scherze.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Indigo
Tonformate:
Deutsch (2.0 Stereo)
Bildformat: 16:9
Bonusmaterial:
Trailer

Video on demand - Jakobs Bruder

DVD und Blu-ray | Jakobs Bruder

DVD
Jakobs Bruder Jakobs Bruder
DVD Start:
15.04.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Jakobs Bruder

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 7/10


Die Brüder Jakob und Lorenz unterscheiden sich schon in ihrer Kindheit sehr von einander. Im Laufe der Jahre zeigen sich diese Unterschiede noch deutlicher und die alten Rivalitäten sind noch immer spürbar. Lorenz, der seinen Lebensunterhalt als TV-Moderator verdient, bekommt vom Arzt eine schlechte Diagnose, als er seine Mutter abholt. Mit gemischten Gefühlen macht er sich auf die Reise zu seinem Bruder Jakob, der ein Restaurant leitet. Als er ihm erzählt, dass ihre Mutter an Alzheimer erkrankt ist und sich bald nicht mehr erinnern kann, willigt Jakob ein, ihn zu begleiten. Auf dem Weg nach Hause, durchlebt Jakob immer wieder seine Vergangenheit, die ihn dazu zwang den Kontakt zu seiner Familie abzubrechen. Auf der Fahrt nehmen sie die 17jährige Tramperin Lara auf, die ihre ganz eigenen Probleme hat. Im Streit bemerken die Brüder dies nicht. Erst als die Diabetikerin ihre Insulinspritze setzen will und diese missverständlich als Drogen verstanden. Bei einem motorbedingten Zwischenstopp können die Brüder alte Unstimmigkeiten klären. Nach einem Autounfall offenbart sich, was Lorenz wirklich dazu bewegt hat, seinen Bruder nach Hause zu holen...

Dem Regisseur Daniel Walter gelang mit diesem Film ein Roadmovie nach amerikanischen Vorbild. Die Hauptfigur macht sich auf den Weg zu seinen Bruder und findet sich mit diesem und einer Tramperin, bald auf einer abenteuerlichen Reise quer durch Deutschland wieder. Vor allem die Flucht vor einer Gruppe wütender LKW-Fahrer passt in das Schema des Genres. Die Landschaft, während der Autofahrt, wechselt nur selten. Eingeschobene Szenen aus Jakobs Vergangenheit, erklären seine Kindheit und die darauf aufbauenden Diskrepanzen mit seiner Mutter und seinem Bruder.

Christoph Maria Herbst, bekannt aus der Serie „Stromberg“ vermittelt hier eine erfrischend authentische Figur. Die cholerische Art bleibt allerdings seinen Bruder, der von dem sonstigen „Tatort“ – Kommissar Klaus J. Behrendt verkörpert wird, vorbehalten. Ignorante und besserwisserische Kommentare von Herbst, lassen jedoch seine Strombergseele erkennen, auch wenn diese geschickt unter einer coolen Aufmachung samt Lederjacke versteckt wird. Sophie Rogall spielt Lara, die nach dem Tod der Mutter, vor den heimischen Problemen mit ihrem Vater, zu ihrer Schwester nach Spanien flüchten will. Hannelore Elstner mimt in wenigen Szene die Mutter, die anfangs scheinbar an Alzheimer leidet.

Der Ton der DVD ist gut, wird aber zwischenzeitlich bei den Gesprächen etwas leiser. Auch das Bild überzeugt, während des ganzen Films. Die Farblichkeit scheint hier etwas zurück genommen, denn es gibt kaum dominante Farben. Insgesamt wird die Natur und die in ihr vorkommenden Farben eingesetzt. Als Extra findet man den Trailer zum Film, der den Inhalt kurz zusammenfasst ohne zu viel über den Ausgang des Films zu verraten.

2007 gewann der Film bei dem 18. Kinofest in Lünen den ersten Platz. Bei berlin & beyond im Jahr darauf, erhielt der Film vom amerikanischen Publikum den dritten Platz. Er ist durchaus sehenswert. Leider ist die Spannungskurve etwas seicht angelegt.

Fazit: Ein Film über die Schäden der Vergangenheit, die im Angesicht der Gegenwart und den aktuellen Geschehnissen, vergessen werden können. Sehenswert, jedoch ohne große Erwartungen.


by Sandy Kolbuch
Bilder © Indigo