Jackie Chan - Stadt der Gewalt - 2 Disc-Set - DVD

DVD Start: 04.02.2010
FSK: ab 18 - Laufzeit: 115 min

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Inhalt

Der Arbeiter Tietou (Jackie Chan) kommt illegal nach Japan, um hier nach seiner Freundin Xiu Xiu zu suchen. Das Leben heißt ihn hier nicht willkommen, und so schließt er sich mit anderen chinesischen Immigranten zusammen, um sich gegen die Abschiebung und insbesondere gegen die Yakuza und die brutalen Straßengangs zu wehren. Schnell steigt er zum Anführer seiner Leute auf. Als er erfährt, dass Xiu Xiu einen angehenden Yakuza-Boss geheiratet hat, lässt er sich von diesem als Killer engagieren. Bald allerdings laufen die Dinge aus dem Ruder und die Gewaltspirale gerät außer Kontrolle...

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: NewKSM
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Chinesisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making Of
Behind The Scenes
Interviews
Deleted Scenes
Bildergalerie
Trailer

Video on demand - Jackie Chan - Stadt der Gewalt - Shinjuku Incident

DVD und Blu-ray | Jackie Chan - Stadt der Gewalt - 2 Disc-Set

DVD
Jackie Chan - Stadt der Gewalt - 2 Disc-Set Jackie Chan - Stadt der Gewalt - 2 Disc-Set
DVD Start:
04.02.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 115 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Jackie Chan - Stadt der Gewalt Jackie Chan - Stadt der Gewalt
Blu-ray Start:
04.02.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 115 min.

DVD Kritik - Jackie Chan - Stadt der Gewalt - 2 Disc-Set

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 10/10
Gesamt: | 8/10


Als Tietous (Jackie Chan) Freundin Xiu Xiu (Jinglei Xu) von China aus nach Japan aufbricht um ihre Tante zu besuchen, verspricht sie ihm, dass sie bald wiederkommen will. Doch sie kommt nicht wieder. Daher beschließt Tietou ihr illegal nachzureisen. Angekommen in Tokio, versucht er zusammen mit anderen chinesischen Immigranten sich durchzuschlagen und gerät schon bald in Konflikt mit der japanischen Mafia wie auch der Polizei. Um zu überleben gründen die Einwanderer ihre eigene kriminelle Organisation...

Das Marketing von „Stadt der Gewalt“ macht vieles falsch: Als Genre wird dem Film Action zugeschrieben, Werbung wird mit Jackie Chan und einer Uncut-Version gemacht. In Deutschland, wo man Jackie aus Kung-Fu-Filmen und Gangsterkomödien kennt, geht die Erwartung daher in genau diese Richtung. Dabei hat Regisseur Tung-Shing Yee viel mehr ein Drama geschaffen – und kein schlechtes obendrein. Zwar spielt Gewalt eine wichtige Rolle und wird auch schonungslos dargestellt, die Rache, die ihr zu Grunde liegt, mündet aber nicht in großen Kämpfen zwischen Meistern asiatischer Kampfkünste, sondern viel mehr in eine stetig ansteigende Spirale von Schmerz, Wut und Leid. Ein ebenso wichtiger Bestandteil ist Machtgier und wie sie Menschen verändern kann. Daher gibt es abgesehen von wenigen, ironischen Situationskomiken auch nichts zu lachen. Jackie Chan beweist, dass er auch als akzeptabler Schauspieler in einem ernsten Film mit Emotionen agieren kann, auch wenn der Kern der Gefühle eher von Nebenrollen wie der von Bingbing Fan gespielten Lily ausgeht. Gleichzeitig bleibt „Stadt der Gewalt“ aber durchgehend spannend, der Vergleich mit „der Pate“ zwingt sich nahezu auf, geht es doch auch hier um die Organisation der Mafia untereinander und einem Krieg zwischen deren verschiedenen Mitgliedern. Hier liegt allerdings auch die größte Schwäche des asiatischen Gangsterdramas. Der Konflikt zwischen den verschiedenen Gruppen geht viel zu schnell vonstatten, als Zuschauer fällt es schwer, den Faden zu behalten. Auch hätten der innere Aufbau und die Hierarchie detaillierter gezeigt werden können. Ebenfalls zu zügig finden diverse Charakterwandlungen, die zwar nachvollziehbar und irgendwo glaubwürdig bleiben, aber durch die Geschwindigkeit an Faszination und Bedeutung verlieren, statt. Die Dialoge gehen wiederum zu weit in die andere Richtung: Sie laufen häufig zu langsam ab, es gibt zu lange Pausen zwischen den Sätzen. Das wirkt künstlich. Hinzu kommt dass an vielen Stellen bemerkbar ist, dass aus einer anderen Sprache ins Deutsche übersetzt wurde. Beides zusammen fordert eine gewisse Eingewöhnungszeit, stört dann aber nicht weiter.
Was wieder sehr schön ist, ist dass die Themen illegale Einwanderung und Mafia (als Sammelbegriff für international agierende Verbrecherorganisationen) zwar nicht in der Tiefe, dafür aber auch nicht einseitig behandelt werden. Weder gibt es eine Heroisierung der Immigranten, noch eine Herabwertung selbiger. Die Welt um Tietou ist glaubhaft, seine Motive werden deutlich. Ein wenig merkwürdig mutet jedoch an, dass er, obwohl er doch eigentlich wegen ihr nach Japan gekommen ist, nie aktiv nach Xiu Xiu sucht. Aber auch das ist schnell vergessen, zu spannend ist sein Werdegang in der Gangsterkarriere, die auf die Dramatik des Finales konsequent zuläuft.

Die Farben im Bild sind etwas zu matt, dafür stimmt die Schärfe.
Der Ton ist bei Umgebungs- und Kampfgeräuschen deutlich und klar, bei Gesprächen setzt die häufig durchwachsende Synchronisation Abstriche an die Atmosphäre.
Bei der DVD-Ausgabe handelt es sich um ein Zwei-Disc-Set, das eine Bonusdisc mit mehreren Stunden Extras wie Making-Of, Behind-the-Scenes, Interviews und gelöschten Szenen bietet. Die Ausstattung ist damit für diese Preiskategorie herausragend.

Fazit
„Stadt der Gewalt“ ist ein echter Geheimtipp. Die größte Gefahr eines Flops auf dem deutschen Markt bietet die falsche Vermarktung. Hier liegen kein Action-Thriller und auch keine Action-Komödie vor, sondern ein Drama mit vielen blutigen Momenten, dessen Kraft nicht durch Kämpfe, sondern durch Inhalt herrührt.

Hintergrund: Yakuza
Die „Yakuza“ ist das japanische Gegenstück zur Mafia. Sie ist in verschiedene Gruppierungen aufgeteilt und hat eine viel weiter reichende Geschichte als etwa die sizilianische Cosa Nostra. Wie andere kriminelle Vereinigungen ist auch sie modern und international tätig, gleichzeitig aber in einer strengen Hierarchie gegliedert, deren Einordnung für Mitglieder oberstes Gebot ist.


by Bastian Gabrielli
Bilder © NewKSM