Jackie - DVD

DVD Start: 09.06.2017
FSK: ab 12 - Laufzeit: 96 min

Jackie DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Sie ist eine First Lady wie aus dem Märchen: elegant, kultiviert, populär. Und schon zu Lebzeiten eine Legende. Als Präsidentengattin verwandelt sie das Weiße Haus in einen glamourösen Ort, an dem sich die High Society trifft. Das ist schlagartig vorbei, als Präsident John F. Kennedy am 22. November 1963 in Dallas erschossen wird. Jackie Kennedy (Natalie Portman) verliert alles – ihre Liebe, ihre Aufgabe, ihr glitzerndes Leben. Geschockt und traumatisiert durchlebt sie die folgenden Tage, ergreift aber bald die Initiative und kümmert sich um das Vermächtnis ihres Mannes ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Tobis
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,66:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer, Orginal-Trailer, B-Roll, Interviews, Featurette, Mini-Making Of

DVD und Blu-ray | Jackie

DVD
Jackie Jackie
DVD Start:
09.06.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 96 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Jackie Jackie
Blu-ray Start:
09.06.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 100 min.

DVD Kritik - Jackie

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


Nun einige Monate nach der großen Oscarverleihung in Los Angeles trudeln die damaligen Kandidaten mit der Zeit auch für den Heimkinomarkt auf und versuchen von nun an künstlerisch wertvoll die Blu-ray- und DVD-Sammlung etwas eloquenter wirken zu lassen. Jackie SzenenbildDoch während im Februar noch der Hype die Gedanken um die Filmkultur vernebelten, zeigt sich nun mit etwas Abstand, welche Titel wirklich die Qualitäten aufweisen länger als bis zur nächsten Preisverleihung in unseren Gedanken zu überleben.

„Jackie“ erzählt die Geschichte, mit welchen Problemen sich Jackie Kennedy, die First Lady von John F. Kennedy, kurz nach dessen Ermordung herumschlagen musste. Da wären zum einen das offensichtliche Probleme, nämlich das Ableben des eigenen Ehemannes und die seelischen Folgen des emotionalen Verlustes, aber auch die Problematiken, welche sich hinter der Fassade des Weißen Hauses abspielten. Dieser Balanceakt liefert die erzählerische Grundsubstanz des Films und fungiert folglich als Momentaufnahme dieser Biografie.

Bei dem filmischen Werk des chilenischen Regisseurs Pablo Larrain handelt es sich ohne Frage oder Widersprüche um „Oscar-Bait“ in Reinform. Glattgebügelt und handwerklich fast tadellos macht einem der Film von der ersten Minute an klar, was die Absichten hinter dem historischen bzw. biografischen Drama waren. Nämlich so viele Nominierungen und schlussendlich auch so viele Aufzeichnungen wie möglich bei allerlei Preisverleihungen abzugreifen. Und obwohl diese Hintergründe vielleicht nicht die nobelsten zu sein scheinen, ist der Zuschauer im Endeffekt kein Leidtragender. Ihm wird im schlimmsten Fall ein Film präsentiert der inszenatorisch und kameratechnisch auf einem sehr hohen Level agiert, dem aber auch der fade Beigeschmack von Belanglosigkeit anhängt. Jackie SzenenbildLeider handelt es sich bei „Jackie“ um genau die Art von Machwerk. Die Aspekte, auf die der Film seinen Fokus legt, funktionieren und überzeugen vollkommen, aber dennoch wird die gesamte Laufzeit von einem Gefühl überschattet, dass einem der Regisseur im Grunde gar nichts sagen will.

Doch auch wenn das jetzt hier alles relativ negativ klingt, hat der Film durchaus seine positiven und erwähnenswerten Punkte. Dazu gehört allem voran die Performance von Natalie Portman, die den Film über die gesamte Laufzeit trägt und den restlichen Cast an die Wand spielt. Außerdem ist die Grundidee innovativ, auch wenn sie für nicht viel mehr genutzt wird, als das übliche Dramenspektakel. Dies sind aber die einzigen Punkte, bei denen der Film wirklich versucht eigene Akzente zu setzten und sich von der restlichen Masse der Biografien und Filmen der Zeitgeschichte abzusetzen.

Bei der technischen Präsentation des Films handelt es sich um eine solide Leistung. Visuell werden die durchaus ansehnlichen Bilder von Stephane Fontaine fast immer flüssig präsentiert und überzeugt durch das Ausbleiben von kleinsten Problemen. Auf der akustischen Seite sieht das dann noch einmal etwas anders aus. Zwar gibt es keine größeren Probleme, aber die Synchronisation ist nicht unbedingt optimal gelungen. Wenn man des Englischen mächtig ist, sollte man auf die originale Tonspur wechseln, um ein angenehmeres Filmerlebnis zu bekommen.

Jackie Szenenbild Was das Bonusmaterial anbelangt, so bekommt man es bei den deutschsprachigen Funktionen neben den obligatorischen Trailer in diesem Fall mit zwei weiteren Extras zu tun. Zum einen bekommt man eine Bildergalerie geboten, die sich aus Bildern von vor und hinter den Kulissen zusammensetzt. Das ist zwar an sich keine schlechte Idee, bietet aber keinen wirklichen Mehrwert, nachdem man den Film und das andere deutsche Extra gesehen hat. Dabei handelt es sich nämlich um ein kurzes Making-of, welches einen kleinen Einblick hinter die Kulissen bietet. Sollte man über Englischkenntnisse verfügen, dann kann man sich noch ein bisschen mehr in die Materie einarbeiten. Denn vertiefend gibt es noch mehrere englische Bonusinhalte, die wie eine erweiterte Version der deutschsprachigen Extras wirken und wie zuvor Material mit und ohne einen höheren Zweck enthalten.


Fazit:
Mit „Jackie“ warf Regisseur Pablo Larrain seinen Namen in die Lostrommel der diesjährigen Oscarverleihung. Trotz der guten schauspielerischen Leistung von Natalie Portman und dem interessanten Fokus der Geschichte ist es wenig verwunderlich, dass der Film die Jury und die meisten Kinogänger eher weniger überzeugen. Der fade Beigeschmack von „Oscar-Bait“ umhüllt den gesamten Film und lässt ihn streckenweise mehr als prätentiös wirken. Dennoch handelt es sich hier um ein handwerklich überzeugendes Machwerk mit einer interessanten Prämisse und kann von Drama- Fans definitiv nicht als Fehlkauf angesehen werden.

by Marvin Schmidt
Bilder © Universum Film / Tobis