Italowestern - Enzyklopädie No. 1 (Limited Edition) - DVD

DVD Start: 15.03.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 384 min

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Inhalt

Mario Adorf und Giuliano Gemma spielen in „Amigos“ als Spencer/Hill-ähnliches Duo einen gerissenen Betrüger und einen tolpatschigen Goldsucher die sich mit einer Mörderbande anlegen.
In „Drei Halunken und ein Halleluja“ von Kultregisseur Mario Bava jagen drei rivalisierende Banden einem Goldschatz hinterher.
Der selten gezeigte „Schweinehunde beten nicht“ zeigt Sartana-Star Gianni Garko als ehemaligen Konföderations-Soldaten, der nach dem Mord an seiner Familie grausame Rache schwört.
Und in „Shamango“ sehen wir Anthony Steffen in einer seiner besten Filme als Gentleman, der in einer Grenzstadt eine mexikanische Gangsterbande aufmischt.

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DVD Details

Medienanzahl: 4
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Italienisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: diverse
Bonusmaterial:
- Exklusive Interviews mit Cast und Crew
- Deutsche Kinotrailer
- Originaltrailer
- Alternative Vorspänne
- Bildergalerien mit seltenem Werbematerial

DVD und Blu-ray | Italowestern - Enzyklopädie No. 1 (Limited Edition)

DVD
Italowestern - Enzyklopädie No. 1 (Limited Edition) Italowestern - Enzyklopädie No. 1 (Limited Edition)
DVD Start:
15.03.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 384 min.

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DVD Kritik - Italowestern - Enzyklopädie No. 1 (Limited Edition)

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 5/10
Ton: | 6/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Der Italowestern, ein Western-Subgenre, das in den 60er und 70er Jahren den europäischen und italienischen Filmmarkt prägte und Filmgrößen wie Sergio Leone, Clint Eastwood, Franco Nero oder Sergio Corbucci als Sprungbrett diente. Zahllose Billigproduktionen und die Überfütterung des Publikums sorgten leider dafür, dass dieses spezielle Genre nahezu ausgestorben ist und auf nostalgische Filmemacher wie Quentin Tarantino angewiesen ist, damit überhaupt noch Filme mit den besonderen Elementen eines Italowesterns aufwarten.
Italowestern entstanden unter großem Widerstand der Filmindustrie, da der Western bis dahin als amerikanisches Kulturgut galt. Insofern brauchte es Innovationen und besondere Merkmale, damit sich Western aus Italien auf dem Filmmarkt behaupten konnten. Gesagt, getan und so wurden Western auf die Leinwand gebannt, die sich fernab von Hollywood-Vorbildern bewegten und durch ihre Brutalität, den atmosphärisch einprägsamen Soundtrack und die Darstellung von Anti-Helden, die nicht wie John Wayne nach edlen und selbstlosen Motiven handelten, sondern durch niedere und egoistische Gründe wie Rache oder Geldgier bewegt wurden.
Das Konzept des Italowesterns überzeugte, lockte viele Menschen in die Kinos und auch diverse Hollywood-Stars wurden auf den neuen Trend aufmerksam.
Nach einiger Zeit schienen sich die Filme immer mehr zu ähneln und so wurde der Italowestern einer Frischzellenkur unterzogen, indem man immer mehr komödiantische Elemente einbaute (als bekanntestes Beispiel seien hier die Filme von Bud Spencer und Terence Hill zu nennen).

Nun gibt des die erste Italowestern-Enzyklopädie, welche die vier Filme „Amigos“, „Drei Halunken und ein Halleluja“, „Schweinehunde beten nicht“ und „Shamango“ beinhaltet.
In dieser Kollektion bekommen wir einen repräsentativen Eindruck des Subgenres Italowestern geliefert, da hier die drei wesentlichen Ausprägungen (brutaler Western, witziger Western, brutaler & lustiger Western) serviert bekommen.
Während beispielsweise „Drei Halunken und ein Halleluja“ eine reine Komödie ist, sehen wir in „Shamango“ und „Schweinehunde beten nicht“ knallharte Westernszenarien mit viel Blut und bildlich ausgeschlachteter Brutalität. „Amigos“ hingegen vereint beide Elemente miteinander und ist sowohl lustig als auch bleihaltig.
In jedem Fall sind die Filme „dreckig“ inszeniert und dieser Umstand wird durch die grieselige Bildqualität noch unterstrichen. Die musikalische Untermalung trifft immer wieder die Stilistik auf den Punkt und sorgt dafür, dass die Filme ihre ganz eigene Atmosphäre entwickeln.

Anspruchsvolle Storys, intelligente Drehbücher und nachhaltige Dialoge sucht man vergeblich, denn Kurzweiligkeit, Bleihaltigkeit und schön gefilmte Landschaften stehen eindeutig im Vordergrund.
Die erste Ausgabe der Italowestern-Enzyklopädie macht Lust auf mehr und weckt bereits Neugier auf die zweite Ausgabe, die im Mai erscheint.

Bild- und Tonqualität ist wie gesagt nicht gerade berauschend, in diesem Fall kann man da aber ein Auge zudrücken, weil dadurch die Atmosphäre besser unterstrichen wird.
Die Extras sind neu gedreht worden und geben interessante Hintergrundinformationen preis.

Fazit: Ein erster, fesselnder Einblick in die Welt des Italowesterns...bitte mehr davon.

by Till Huber
Bilder © Koch Media Home Entertainment