It Stains the Sands Red (uncut) - DVD

DVD Start: 06.10.2017
FSK: ab 18 - Laufzeit: 89 min

It Stains the Sands Red (uncut) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Molly (Brittany Allen) ist mit ihrem Freund Nick in der Wüste von Nevada unterwegs, als ihr Wagen mitten im Nirgendwo stecken bleibt. Nur in diesem scheint ein Virus ausgebrochen zu sein, denn es nähert sich ein heranstolpernder Zombie, der es auf Nicks Innereien abgesehen hat. Der entsetzten Molly bleibt nichts anderes übrig als mit ihren hochhackigen Tretern quer durch die Wüste zu fliehen – stets mit ihrem hartnäckigen neuen Verehrer im Schlepptau. Bis an die Zähne bewaffnet mit Wodka, Kokain, Kippen und Tampons versucht sich die erschöpfte junge Frau in Richtung Zivilisation durchzuschlagen. Doch zwischen Hitze und dunkler Nächte, wird ihr klar, dass eine wandelnde Leiche noch das Geringste ihrer Probleme ist

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Originaltrailer, Behind the Scenes, Am Set

DVD und Blu-ray | It Stains the Sands Red (uncut)

DVD
It Stains the Sands Red (uncut) It Stains the Sands Red (uncut)
DVD Start:
06.10.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
It Stains the Sands Red (uncut) It Stains the Sands Red (uncut)
Blu-ray Start:
06.10.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 92 min.

DVD Kritik - It Stains the Sands Red (uncut)

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


In die Wüste geschickt
“It Stains the Sands Red” ist ein ungewöhnlicher Zombiefilm, der aus wenig Geld das Beste herausholt und aus der Not eine Tugend macht. Immer wieder zeigt es sich, dass Geldmangel durchaus die Kreativität fördern kann. Denn auch wenn es hier, wieder einmal, um eine Zombieapokalypse geht, so genügt doch zu Beginn ein Panoramabild von einer verheerten Stadt, um genug Bezüge auf das beginnende Ende der Zivilisation herzustellen. Da nimmt man das statische und deutlich am Computer entstandene Bild gerne in Kauf. Dann verlegt das Skript die ganze Handlung in eine Wüste, was keine Kulissen und Statisten braucht, sondern sich vielmehr auf ein Kammerspiel in einer weiten Ebene konzentriert.

Szene aus It Stains the Sands Red
Szene aus It Stains the Sands Red © Eurovideo
Ein schwarzer Gangster ist mit seiner weißen Freundin, die man durchaus dem White Trash zuordnen kann, auf dem Weg durch die Wüste, um sich auf einem abgelegenen Flugplatz mit Komplizen zu treffen und anschließend mit einem kleinen Flugzeug nach Mexiko zu fliehen. Schon ein kleiner Gag zu Beginn also, wenn man sich vor den Zombies aus den USA nach Mexiko richtet und so eine umgekehrte Immigration einläutet, die einem Trump gar nicht gefallen dürfte. Doch das Auto des Pärchens hat eine Panne. Sie sitzen nicht nur in der Wüste fest, sondern es kommt auch noch ein hungriger Zombie des Weges, der den überforderten Möchtegerngangster zum Fressen gerne hat. In dem Großteil des Filmes geht dann die schlampige Frau durch die Wüste und such den Flugplatz, verfolgt von dem Zombie. Das klingt jetzt erst einmal nicht sonderlich spannend, doch ist es gerade die Dynamik zwischen Mensch und Zombie was auch abseits der eigentlichen Horrorthematik für Spannung sorgt. Jeder gute Zombiefilm lässt seine Untoten als Symbol für etwas stehen. Hier steht der Zombie für die inneren Dämonen der Frau. Zunächst flüchtet die Frau einfach vor dem Monster und damit vor sich selbst. Schließlich wagt sie den Widerstand und den Kampf. Sie muss sich also der Begegnung stellen. Schließlich wird eine Akzeptanz der Situation hergestellt und mit der Annahme des Feindes, also ihrer eigenen Vergangenheit und Psyche, ein Wille entwickelt die Umstände zu ändern. Und dadurch kann die Hauptfigur erst zu einer Heldin heranwachsen.

Szene aus It Stains the Sands Red
Szene aus It Stains the Sands Red © Eurovideo
Das ist ziemlich gut gemacht und besonders glaubwürdig. Die Frau muss aber erst einmal durch die Hölle gehen und lernt dabei Verantwortung zu übernehmen. Nicht nur in dieser Entwicklung werden die Rollenklischees des Horrorfilmes ausgehebelt. Denn normalerweise ist eine Stripperin und Angehörige des White Trash eher das Opfer und nicht die Heldin. Ihr viriler Held hingegen entpuppt sich als Versager. Das Drama entwickelt sich zwischen dem Zombie und der Hauptfigur, weniger zwischen dem menschlichen Pärchen. Dabei gibt es durchaus Witz und absurde Situationen. Etwa wenn die Heldin den Zombie mit Hilfe eines gebrauchten Tampons ablenken kann. Insgesamt liegt hier also ein gelungener Zombiefilm vor, der weniger Actionfreunde zufrieden stellen wird, aber psychologisch gut aufgebaut ist.

Szene aus It Stains the Sands Red
Szene aus It Stains the Sands Red © Eurovideo
Neben dem Originaltrailer gibt es noch ein Behind the Scenes und ein “On Set” was beides recht ironisch gehalten ist und auch interessante Einblicke in die Entstehung eines Independentfilmes liefern. So kam einmal die Polizei vorbei, da viele Anwohner über die Zerstörungen auf der Straße irritiert waren. Das Problem konnte unkompliziert gelöst werden, indem man dem Polizisten eine Statistenrolle anbot. Leider sind die Extras allein in englischer Sprache gehalten und besitzen keinerlei deutsche Untertitel. Das Bild und der Ton sind für eine kleine Independentproduktion sehr gut ausgefallen.


Fazit:
Wie jeder gute Zombiefilm steht der Untote für etwas anderes, was hier psychologisch besonders gut ausgearbeitet worden ist. Weniger ein Apokalypsefilm, sondern mehr ein Kammerspiel, aber nichtsdestoweniger spannend und aus den wenigen Mitteln hat man das optimale herausgeholt.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Eurovideo