Insidious: The Last Key - DVD

DVD Start: 17.05.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 99 min

Insidious: The Last Key DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Wie bereits „Insidious: Chapter 3 – Jede Geschichte hat einen Anfang“ erzählt der vierte Teil die Vorgeschichte der ersten beiden Filme. Im Mittelpunkt steht erneut Parapsychologin Dr. Elise Rainier (Lin Shaye), die sich diesmal einer besonders perfiden Herausforderung stellen muss: Den Horror dort zu bekämpfen, wo ihr einst selbst unglaublicher Schrecken widerfahren ist – in ihrem eigenen Familienhaus!

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Polnisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 / 2,39:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Alternatives Ende 8 schaurige entfallene Szenen
Tauchen Sie ins Insidious-Universum ein Inmitten der Parallelwelt
Eins sein mit Elise Der neue Dämon - Key Face

DVD und Blu-ray | Insidious: The Last Key

DVD
Insidious: The Last Key Insidious: The Last Key
DVD Start:
17.05.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Insidious: The Last Key Insidious: The Last Key
Blu-ray Start:
17.05.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 106 min.

DVD Kritik - Insidious: The Last Key

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Schlüssel und Dämonen
Mit „Insidious: The last Key“ liegt der dritte Film des Franchise vor und manche Fans dürften sowohl erfreut als auch erstaunt sein, dass hier wieder die Dämonenjägerin und das Medium Elise auftritt. Schließlich ist sie im zweiten Teil gestorben. Das wird aber dadurch erklärt, dass hier ein Prequel vorliegt. Normalerweise kann man öfters auf solche Filme verzichten, da man weiß wie sie enden müssen, damit sie mit den anderen Filmen des jeweiligen Franchise zusammenpassen können. Hier ist das glücklicherweise nicht der Fall. Stattdessen steht der Film für sich selbst. Und es wird nicht zu viel verraten wenn der Film mit dem Anruf endet der Elise im ersten Film zu der gepeinigten Familie führen wird und woher sie weiß wie der Name des Jungen lautet der heimgesucht wird.

Lin Shaye als Elise Rainier in Insidious: The Last Key
Lin Shaye als Elise Rainier in Insidious: The Last Key © 2018 Sony Pictures Worldwide Acquisitions Inc. All Rights Reserved.
Das ist allerdings die einzige Verbindung zwischen dem Prequel und dem ersten Streifen. Vielmehr wird hier die Person der Elise näher betrachtet und auch ihre Traumata aufgedeckt. Wobei hier schon gesagt werden muss, dass Lin Shaye das hervorragend spielt. Der Film beginnt mit Elise als jungem Mädchen die ihre Gabe, oder ihren Fluch, entdeckt und wie sie von ihrem Vater gequält wird. Man sieht sie auch als Teenager und die traumatische Erfahrungen im Elternhaus welche sie Zeit ihres Lebens verfolgt. Als Jahre später ein Anruf erfolgt in dem sie um Hilfe gebeten wird, muss sie in ihr Elternhaus zurückkehren. Fortan wird es durchaus psychoanalytisch. Schließlich muss sich Elise ihren Dämonen stellen. Was durchaus wörtlich zu verstehen ist. Insofern ist es passend, dass der neue Dämon nicht nur äußerst beängstigend ist, sondern auch anstelle von Fingern Schlüssel besitzt. Er schließt das Unterbewusste seiner Opfer auf, enthüllt das „Es“ in deren Persönlichkeit und bringt es an die Oberfläche, um Einfluss auf die Menschen ausüben zu können. Es wird also viel mit der Symbolik von Schlüsseln und Türen gespielt und es ist auch bezeichnend, dass der tyrannische Vater von Elise ein Gefängniswärter ist und die finale Konfrontation im Unterbewussten in einem Gefängnistrakt spielt worin die inneren Monster eingesperrt sind. Geschickt wird den ganzen Film über mit den gängigen Mustern des Geisterfilmes gespielt und garantiert so Gänsehaut. Dabei steht er in einer Reihe mit den anderen zwei Filmen, nutzt die bekannten Elemente nicht nur optimal, sondern lässt sie auch frisch erscheinen. So gibt es eine äußerst spannende Szene in welcher der Zuschauer schon aufgrund seiner Genrekenntnisse einen Geist erwartet, aber der Jump Scare dann doch so intensiv ausfällt, das man aus dem Sessel aufspringt. Hinzu kommt eine intelligente Story welche auch einige unerwartete Wendungen mit sich bringt. Zwar dürfte es manchen missfallen, dass ein kleiner Abstecher in ein anderes Subgenre vorgenommen wird, aber es passt zu der psychoanalytischen Thematik und so ergibt sich ein intelligenter und hochspannender, gut gespielter Horrorfilm, der so viel Gänsehaut erzeugt, dass man selbst im Sommer beim Betrachten einen Pullover anziehen muss.

Spencer Locke als Melissa in Insidious: The Last Key
Spencer Locke als Melissa in Insidious: The Last Key © 2018 Sony Pictures Worldwide Acquisitions Inc. All Rights Reserved.
Sowohl das Bild als auch der Ton sind sehr gut. Selbst bei den sehr dunklen Szenen, die in nahezu völliger Schwärze spielen, sind die Konturen sehr scharf und man kann die einzelnen Abstufungen deutlich erkennen. Auch der Ton wird voll ausgespielt, was bei Geisterfilmen sehr wichtig ist. Er ist ausgewogen und damit sehr effektvoll. Die Extras sind leider nicht so überzeugend. Zwar gibt es ein alternatives Ende und entfallene Szenen, aber die drei Featurettes sind mehr Trailer als Making Ofs. Sie beinhalten sehr viel Eigenlob, gehen nur rudimentär auf die Entstehung ein und verraten schon zu viel von dem Film. Eine Trailershow gibt es natürlich auch, aber dort sind die Titel nicht einzeln anwählbar.


Fazit:
Ein intelligenter Geisterfilm, der gekonnte Symbolik und Psychoanalyse mit dem Geistersujet verbindet. Spannend, gut gespielt, gut inszeniert und viele Wendungen machen den Film zu einem würdigen Prequel des Franchise.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment