Indianer Box - DVD

DVD Start: 13.11.2014
FSK: ab 18 - Laufzeit: 340 min

Indianer Box DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

DER WEISSE APACHE:
Bei einem Massaker an weißen Siedlern wird jeder getötet, nur eine hochschwangere Frau wird von den friedlichen Apachen gerettet. Zwar stirbt sie, doch ihr Kind kann überleben und wächst unter den Namen Leuchtender Stern als Sohn des Häuptlings auf. Als er im Streit um eine Frau seinen Bruder Schwarzer Wolf unbeabsichtigt tötet, wird er in die Welt der Weißen entsandt, um dort seine Wurzeln zu ergründen ...

HÖLLE DER 1000 MARTERN:
Nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs weigert sich der ehemalige Südstaatensoldat O'Meara, sich dem siegreichen Norden unterzuordnen. Stattdessen zieht er Richtung Westen, wo er auf die Sioux-Indianer trifft. Nach Überleben einer Mutprobe wird er von ihnen aufgenommen und darf eine Indianerin heiraten. Zu Problemen kommt es, als die Armee einen Posten auf dem Gebiet der Sioux errichten möchte. Hitzköpfe auf beiden Seiten sorgen dafür, dass es zu einem Konflikt kommt und O'Meara muss sich endgültig entscheiden, auf welcher Seite er steht.

MOHAWK:
Der Maler Jonathan Adams kommt um 1850 in den Westen zu den Mohawk-Indianern, um ihre Kultur zu studieren und sie in Ölbildern festzuhalten. Er freundet sich mit den Mohawks an und verliebt sich in die schöne Häuptlingstochter Onida. In einem nahe gelegenen Fort wiegelt ein Siedler, der das Mohawk-Tal in seinen Besitz bringen will, die Besatzung gegen die Mohawk auf. Die Indianer besiegen die Weißen und nehmen Gefangene, darunter Adams, der den Frieden wiederherstellt und Onida heiratet.

DIE RACHE DES SITTING BULL:
Major Robert Parrish hegt Sympathien für die Indianer, weshalb er das Vorgehen weißer Siedler, die sich Land der Sioux aneignen wollen, nicht gutheißen kann. Der die Indianer hassende Colonel Custer sorgt dafür, dass Parrish zur Überwachung eines Gefangenenlagers für Indianer abkommandiert wird. Während Parrish versucht, ein Treffen zwischen Indianerhäuptling Sitting Bull und dem amerikanischen Präsidenten Grant zu arrangieren, provoziert Custer die Sioux zu einer Schlacht am Little Big Horn, bei der er selbst ums Leben kommt. Parrish landet vor einem Militärgericht und wird zum Tode verurteilt, doch Sitting Bull wendet sich an Grant und erwirkt seine Begnadigung.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KNM Home Entertainment / Movie Power
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Indianer Box

DVD
Indianer Box Indianer Box
DVD Start:
13.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 340 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Indianer Box

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 4/10
Ton: | 6/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 5/10


Mit Pfeil und Bogen - In dieser Indianerbox sind gleich vier Filme auf einer einzigen Scheibe vereint und so kann man an die technische Ausstattung keine hohen Ansprüche stellen. Schließlich lässt da das Datenvolumen nicht mehr viel zu. So gibt es etwa keinerlei Extras und auch kein Kapitelmenü oder andere Sprachspuren, was beides etwas enttäuschend ist. Der Ton als auch das Bild sind auch sehr unterschiedlich ausgefallen. Die Filme sind nicht restauriert und so haben die mit schwachem Ausgangsmaterial manche Streifen im Bild, welches zudem knackt und manchmal die Konturen verliert. Das Bild etwa von „Hölle der 1000 Martern“ ist sehr schlecht. Da gibt es Streifen, die Farbe verblasst ein-, zweimal und manchmal setzt das Bild ganz aus und einige Szenen fehlen. So ist etwa auch der Vorspann komplett verschwunden. Dabei ist der Film recht ordentlich. Ein ehemaliger Südstaaten-Soldat kann sich nicht mit der neuen Zeit anfreunden und wird freiwillig Mitglied der Sioux. Was ihn zwischen zwei Kulturen zerreißt. Leider bleibt dieser psychologische Zwiespalt sehr oberflächlich. Aber immerhin blickt er sehr freundlich auf die Sioux und zeigt Verständnis für sie. Man kann sich meist schon über die Zusammenstellung von Boxen wundern und gerade bei Indianern dürfte es schwer sein. Denn welche Filme will man auch in eine „Indianerbox“ fassen, wenn man dann etwa jeden zweiten Western nehmen könnte? Da nimmt man welche, welche die Rothäute in das Zentrum des Geschehens rücken. Da die bekanntesten Filme dieser Art wie „Der Mann den sie Pferd nannten“, „Little Big Man“ oder „Der mit dem Wolf tanzt“ aber lizenzrechtlich bei großen Firmen liegen, sind hier eher unbekanntere und seltenere zu finden. Aber leider auch schlechtere. Dennoch geben sie sich Mühe eine andere Perspektive zu wählen und die Indianer fair zu behandeln. Da sind die Weißen denn auch gleich meist die Schurken. „Mohawk“ etwa ist von 1956 und da ist es schon bemerkenswert, dass er die Indianer als Helden schildert und einen freundlichen Blick auf sie wirkt. Historisch gesehen ist das zwar alles andere als akkurat und die damalige deutsche Synchronisation ist auch nicht berauschend (wenn etwa die Charakternamen eingedeutscht werden), aber doch ist der Film recht gut ausgefallen. Zwar gibt es da auch einige sehr alberne Romantikszenen und die Actionszenen sind aus dem Film „The Drums of Mohawk“ von John Ford geklaut, dennoch ist der Film bemerkenswert, da er als einer der ersten ernstzunehmenden Beiträge gewertet werden muss, der eine Ehrenrettung der Indianer versucht. „Der weiße Apache“ (im Original „Kid Apache“) ist ein Italowestern und macht schon in den ersten Minuten klar, warum diese Box erst ab 18 Jahren freigegeben ist. Da wird es nämlich ziemlich brutal und nach einigen Längen wird diese Tendenz wieder aufgegriffen. Bedauerlicherweise leidet er auch an der typisch übertreibenden Darstellung, welches die Italiener immer recht gerne gemacht haben. Das hier die Apachen als ökologisch bewusste Menschen etwas plakativ bis kitschig dargestellt werden, fällt angesichts des brutalen Rassismus der weißen Schurken recht wenig ins Gewicht. Als wohl der beste Film in dieser Box muss aber „Die Rache des Sitting Bull“ gelten, der das unheilvolle Zusammenspiel der verschiedenen Elemente, welche zum Völkermord beitrugen immerhin thematisiert. Hier wird sorgsam darauf geachtet, beide Seiten darzustellen. Zudem ist er ansatzweise historisch korrekt und lässt einige reale Figuren auftreten, die dann, wie etwa Custer, nicht gut wegkommen. Insgesamt vermag aber die Box nicht zu überzeugen, aber immerhin sehr gut zu unterhalten.

Die Zusammenstellung vermag insofern neugierig zu machen, da hier einige recht seltene Filme zu finden sind, die eine Ehrenrettung der Indianer versuchen. Leider sind diese nicht immer gelungen, aber immerhin unterhaltsam.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © KNM Home Entertainment / Movie Power