I'll never die alone - DVD
LOVEFiLM.de - DVD und Blu-ray Verleih per Post, inklusive VoD InhaltAuf einem Road Trip sehen die vier Freundinnen Moira, Carol, Leonor und Yasmine ein verletztes Mädchen am verlassenen Strassenrand liegen und kurz darauf drei Typen mit Gewehren im Wald. Die Mädchen bringen das Opfer zur Polizei, werden aber anschliessend selber verfolgt und von der Strasse abgedrängt. Die jungen Frauen werden im Wald verschleppt und nacheinander brutal missbraucht. Die Überlebenden nehmen blutige Rache an ihre Peiniger. Aber schmeckt Rache wirklich süss..?DVD Kritik - I'll never die alone
Vier junge Frauen sind in Argentinien in ihrem Auto unterwegs. Als sie in einer nahezu verlassenen Gegend eine junge Frau schwer verletzt am Straßenrand liegen sehen, beschließen sie ihr zu helfen. Doch die Frau wurde nicht Opfer eines Unfalles: Nur wenige Meter entfernt tauchen drei Männer auf und beginnen auf die Gruppe zu schießen. Panisch gelingt es der Gruppe diesen zu entkommen und mit der inzwischen verstorbenen Frau, die sie gefunden hatten, in der nächsten Kleinstadt das Polizeirevier zu erreichen. Dort müssen sie feststellen, dass die Männer, die auf sie schossen, offensichtlich zur Polizei gehören… Was folgt ist eine Verfolgungsjagd, eine brutale Massenvergewaltigung und ein unbändiger Wille nach Rache... „I’ll never die alone“ hat zu keinem Zeitpunkt den Anspruch, tiefgründig zu sein. Das ist der erste Fakt, den man sich als potentieller Zuschauer vor Augen führen muss. Der zweite ist, dass die Version des Films, die in Deutschland erscheint, stark geschnitten ist. Über 15 Minuten sind entfernt worden. Die Folge aus beiden Fakten ist klar: Keine Empfehlung für den argentinischen Low-Budget-Film von Regisseur Adrián Garciá Bogliano. Über weite Strecken ist der Streifen schlicht und ergreifend langweilig. Es gibt keine Musik, die Figuren reagieren in Dialogen elendig langsam, was wiederum dazu führt, dass viele Pausen und Lücken entstehen, die Handlung zieht sich in die Länge, erst nach einer Dreiviertelstunde beginnt die eigentliche Geschichte. Hinzu kommen lächerliche Dialoge, schwache Schauspieler, eine schwache technische Umsetzung, dünne Filmrollen ohne jedes Anzeichen eines ausgearbeiteten Charakters und ein fehlender Fluss, will sagen die Szenen wirken sehr abgehackt aufeinander folgend. Von all dem aufgezählten fallen aber die langen Pausen am meisten ins Gewicht. Gefühlt läuft ein Dialog in der Form‚ fünf Minuten Stille, zwei Sätze, fünf Minuten Stille, zwei Sätze’ ab. Da die Schauspieler auch nicht in der Lage sind, irgendwelche Formen von Emotionen zu zeigen, ist dieser Film bei aller Härte dieser Aussage schlicht verschwendete Lebenszeit. Wer sich für die ungeschnittene (für Österreich angekündigte) Version interessiert, dürfte einige widerlich-brutale Szenen zu sehen bekommen, die durchaus in der Lage sind, mit der „Saw“-Reihe mitzuhalten. Ob die drastische Darstellung einer Massenvergewaltigung den Film besser macht, sei mal dahingestellt. Was ebenfalls in der deutschen Version sehr zu wünschen übrig lässt, ist die schwache Synchronisation. Nervendes Gestöhne, Geseufze und Gezische sowie Sprecher, die wie einem schlechten Computerspiel abgeworben wirken. Auch ethisch ist Bogliano sicherlich kein Glanzstück gelungen. Brutalität und Rache dienen lediglich der Befriedigung der niedersten Sensationsgeilheit. Eine kritische Hinterfragung bleibt aus. Der einzig positive Aspekt des Films: Durch den harten Schnitt der FSK ist schon nach einer guten Stunde alles vorbei. Matte Farben und Unschärfe bestimmen das Bild, der Ton ist geprägt von der nervenden Synchronisation. Technisch wirkt die Produktion, wohl auch wegen des niedrigen Budgets, laienhaft. Auch die Sonderausstattung der DVD ist eher mager ausgefallen. Ein Teaser und eine, immerhin mit Musik untermalte, Bildergalerie. Es fehlen insbesondere Funktionen auf Untertitel oder eine O-Ton-Wiedergabe. Fazit „I’ll never die alone“ ist weder spannend, noch dramatisch, noch faszinierend, noch mitreißend. Man muss als Zuschauer schon sehr notgeil sein, um diesen Film etwas abzugewinnen. Denn abgesehen von einigen freizügigen Szenen (die allerdings auch nur einen geringen Teil der Spieldauer einnehmen), die für ein bestimmtes Publikum interessant sein könnten, taugt die DVD höchstens als Einschlafhilfe. by Bastian Gabrielli |
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