Ich & Orson Welles - DVD

DVD Start: 02.12.2010
FSK: ab 12 - Laufzeit: 109 min

Ich & Orson Welles DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Manhattan in den 1930er Jahren. Der Theatre District zwischen der 40sten und 54sten Straße erlebt seine Hochzeit. Einer der schillerndsten Stars dieser Zeit ist Orson Welles – Schauspieler, Regisseur, Visionär und Gründer des legendären Mercury Theatre. Auch der junge Richard (Zac Efron) träumt von einer Karriere am Broadway und ergattert durch einen glücklichen Zufall eine kleine Rolle in dem Stück JULIUS CAESAR von William Shakespeare, dessen Premiere Welles (Christian McKay) gerade vorbereitet. Doch die schillernde New Yorker Theaterwelt entpuppt sich als hartes Pflaster: Der geniale wie herrische Orson Welles führt ein hartes Regiment auf und hinter der Bühne und verfolgt seine künstlerischen Ziele gnadenlos. Neid, Missgunst und Konkurrenzkämpfe beherrschen den Probenalltag. Als sich Richard auch noch in die ehrgeizige Regieassistentin Sonja Jones (Claire Danes) verliebt, wird er unwissentlich zum Rivalen des genialen Multitalents. Ein ungleicher Kampf beginnt….

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Englisch, Deutsch, Italienisch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Dokumentation “Caesar”
- Making Of
- Der echte Orson Welles

DVD und Blu-ray | Ich & Orson Welles

DVD
Ich & Orson Welles Ich & Orson Welles
DVD Start:
02.12.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Ich & Orson Welles Ich & Orson Welles
Blu-ray Start:
02.12.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 114 min.

DVD Kritik - Ich & Orson Welles

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


Ein Fest der Schauspielerei
Ein Schauspieler, der einen Schauspieler beim Schauspielen spielt. Verwirrt? Dann etwas deutlicher: Christian McKay spielt den Schauspieler Orson Welles, der in seiner eigenen Bühnenfassung von Shakespeares „Caesar“ den Brutus spielt. Jetzt mag sich McKay zurückhalten und nur den Brutus spielen. Doch Welles hatte seine ganz eigene Art, seine Rollen zu spielen. Und so muss McKay sich an Welles Stil orientieren. Und es funktioniert. Generell ist der Film eine Wucht insbesondere was der Entdeckung von McKay anbelangt. Nicht nur hat er eine gewisse Ähnlichkeit mit dem jungen Orson Welles, er schafft es zudem ihn so gut darzustellen, dass man meint, den realen Orson Welles zu sehen. McKay verschwindet fast hinter seiner Rolle. Mehr Kompliment kann man einem Schauspieler wirklich nicht machen. Fantastisch. Teenieschwarm Zac Efron kann froh sein, nicht störend aufzufallen. Er macht seine Sache ordentlich, kann aber nicht gegen die anderen Darsteller mithalten. Clare Danes ist erfrischend und ihr Charakter hat mehr Tiefen, als der Schein vermuten lässt. Ben Chaplin überzeugt als arroganter Schauspieler, der kurz vor Premiere einen halben Nervenzusammenbruch hat. James Tupper glänzt als Joseph Cotten. Auch Tupper hat eine gewisse Ähnlichkeit mit seiner Rolle und kann gut die Manierismen von Cotten darstellen. Alle Darsteller zusammen feiern ein Loblied auf die Kreativität und auf die Schauspielkunst, die nicht nur damals im Mercurytheatre von Welles zelebriert wurde, sondern auch in diesem Film von Richard Linklater. Die Leidenschaft, die alle zeigen, ist mitreißend. Und Welles wird nicht als das strahlende Genie dargestellt, was er ohne Zweifel war, sondern auch seine menschlichen Schattenseiten gewinnen an Raum. So kommt sein Menschenverschleiß deutlich zu tage. Die, für andere, unheilvolle Liaison von Genie und Egomanie ist hervorragend dargestellt und hält sich eng an die Realität. Welles fuhr etwa tatsächlich damals im Krankenwagen durch New York, da er so viele berufliche Verpflichtungen hatte, dass er nur so seine Zeiten halbwegs einhalten konnte. Und dennoch war es damals seine produktivste Phase, bis er durch die Pressekampagne vom Pressezar Hearst, der durch den besten Film aller Zeiten („Citizen Kane“) beleidigt war, konsequent bekämpft wurde.

Das Bild und der Ton sind sehr gut. Als Extras gibt es mehrere Dokumentationen. Die „Dokumentation: Caesar“ schneidet alle Stellen zusammen, in denen im Film Szenen aus dem Drama von Shakespeare gespielt werden. Somit ergibt dieses Extra ein Potpourri aus Theaterszenen. Das „Making Of“ ist das übliche. Das erstaunlichste ist auf den ersten Blick, das der Film sehr viele Szenen enthält, an denen am PC gearbeitet wurde. Das alte New York wurde gänzlich am PC geschaffen. Nur enthält das Making Of merkwürdigerweise keine Aussage dazu. „Der echte Orson Welles“ ist keine Dokumentation, sondern eine Huldigung seiner Theaterarbeit. Wer den Film vorweg gesehen hat, kann sich aber im Grunde dieses Extra sparen.

Grandios gespielte Charakterstudie von Orson Welles und eine mitreißende Hommage an die Schauspielerei. Niemals langweilig, ausgefeilte Charaktere und im Gedächtnis bleibende Mitwirkende. Fabelhaft.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures