House of Cards - Die komplette erste Mini-Serie - DVD

DVD Start: 25.03.2014
FSK: ab 12 - Laufzeit: 224 min

House of Cards - Die komplette erste Mini-Serie DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die Konservativen haben die britischen Wahlen gewonnen. Der hinterhältige, aber loyale Francis Urquhart freut sich schon auf den versprochenen Ministerposten. Doch der neue Premierminister bricht sein Wort, Francis soll weiter als Fraktionschef dienen und die eigenen Reihen auf Linie halten. Von nun an sinnt der Mann mit dem verschmitzten Lächeln auf Rache und hält dabei die Trümpfe in der Hand. Er beherrscht nicht nur alle Regeln des dreckigen Polit-Geschäfts, er kennt auch die kleinen Geheimnisse seiner Parteifreunde. Ein bitterböses Spiel um Macht, Sex, Korruption und Verrat beginnt...

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment / Pandastorm Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
- Audiokommentar

DVD und Blu-ray | House of Cards - Die komplette erste Mini-Serie

DVD
House of Cards - Die komplette erste Mini-Serie House of Cards - Die komplette erste Mini-Serie
DVD Start:
25.03.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 224 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
House of Cards - Die komplette erste Mini-Serie House of Cards - Die komplette erste Mini-Serie
Blu-ray Start:
25.03.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 224 min.

DVD Kritik - House of Cards - Die komplette erste Mini-Serie

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 8/10


Politik als Kartenhaus - Die Serie „House of Cards“ ist in aller Munde. Nicht nur die Veröffentlichungsweise im Internet, sondern auch die hohe Qualität sorgt für Begeisterungsstürme, wobei viele erst recht den Darsteller Kevin Spacey loben. Was viele allerdings nicht wissen, ist, dass die US-Serie ein Remake einer englischen BBC-Reihe ist, wobei natürlich die politischen Angelegenheiten dem unterschiedlichen System angeglichen worden waren. Angesichts des aktuellen Erfolgs ist es natürlich kein Wunder, das auch die britische Serie nun als DVD herauskommt, wobei beide Staffeln zeitgleich veröffentlicht werden (und zudem noch die thematisch ähnlich gelagerte Serie „The Boss“ nun in die zweite Runde geht). Die erste Staffel beschreibt wie der Anti-Held Francis Urquhart aus Rache seinen Premierminister stürzt und selber dessen Posten ergattern will. Die zweite Staffel zeigt ihn auf dem Höhepunkt der Macht und er ist gelangweilt. Seine Herausforderung besteht in der Konfrontation mit dem neuen englischen König und ein wahrer Machtpoker beginnt. Dabei sind Urquhart, dem Anti-Helden, alle Mittel recht. Bereits Mitte der Neunziger entstanden, wobei die Bildqualität und die Frisuren etc. viel mehr dem England der 1980er entsprechen, kommen die Ereignisse erst jetzt hierher. Man kann sich zu Recht wundern, warum es so spät ist. Dabei ist das alles enorm spannend. Nicht nur erhält man einen faszinierenden und sehr bösen Blick hinter die Kulissen der Politik, sondern man bekommt Intrigen am laufenden Band. Keinem kann man trauen und es wird mit harten Bandagen gekämpft. Dabei bleibt es recht übersichtlich und man verzettelt sich nie in Nebensträngen, sondern bleibt einer Stringenz verhaftet und verliert nie das eigentliche Ziel aus dem Blick. Zunehmend verfällt man dabei dem bösen Charme der Hauptfigur. Ja, er ist ein Monster, aber dennoch geht eine Faszination von ihm aus, der man sich nur schwer entziehen kann. Was vor allem auch der herausragenden Darstellerqualität Ian Richardsons geschuldet ist. Er kann zwischen jovial, väterlich, humorvoll und bescheiden nahtlos umschwenken in die Diabolik des reinen Machtmenschen, der selbst vor Mord nicht zurückschreckt. Hier ist nur allzu deutlich das Macht korrumpiert und er alles tut, nur am an der Macht zu bleiben, obwohl er einsieht, das er sich politisch stellenweise durchaus irrt, aber es nicht zugeben kann. Ian Richardson ist in der Tat ein bemerkenswerter Mann und perfekt in dieser Rolle. Selten war ein und dasselbe Lächeln so verschmitzt und gleichzeitig so diabolisch. Das Mienenspiel ist so fein, das die Abstufungen je nach Kontext einen ganz anderen Bedeutungsumfang einnehmen. Als erfahrener Shakespearedarsteller dürfte er sich auch wohl gefühlt haben, denn nicht nur von der dramatischen Intensität der Serie her erinnert manches an den genialen Dramatiker. Interessanterweise werden jeweils in der ersten Folge von dem Hauptcharakter bestimmte Stücke zitiert, an denen man auch Parallelen zu der jeweiligen Staffel feststellen kann. Ist die erste Staffel noch eine gewisse Adaption von „Macbeth“ so trägt die zweite Season Züge von „Richard III.“. Generell ist hier der Held ein böses Spiegelbild aller Politiker und wie auch in dem Remake gibt es Verfremdungseffekte im Sinne von Bertolt Brecht, wenn Richardson während der Handlung den Zuschauer direkt anspricht und seinen zynischen Kommentar zu den Ereignissen, Vorgängen und Personen abgibt. Spannend, interessant und faszinierend, ist man danach bestimmt von der Politik bekehrt.

Der Ton ist gut, das Bild leider etwas zu körnig und kann von den Konturen her nicht überzeugen. Wie schon erwähnt scheint es eher aus den 1980ern zu stammen, denn aus den 1990ern. Jeweils die erste Episode besitzt einen Audiokommentar, aber leider keine deutschen Untertitel was ihn manchmal schwer verständlich macht.

Die Serie überzeugt auf ganzer Linie. Auch wenn das Remake viel übernommen hat, so können die unterschiedlichen politischen Systeme für andere Aspekte sorgen und Ian Richardson in der Hauptrolle ist herausragend.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment / Pandastorm Pictures