Hide and Seek - Kein Entkommen - DVD

DVD Start: 26.09.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 104 min

Hide and Seek - Kein Entkommen DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Familienvater Sung-soo hat alles, was ein Mann sich nur wünschen kann: Mit seiner Ehefrau Min-ji und den beiden Kindern Ho-se und Soo-ah führt er ein Leben im Wohlstand, fährt eine (deutsche!) Limousine und lebt in einem luxuriösen Apartment. Doch tatsächlich leidet Sung-soo an extremen Albträumen und Zwangsneurosen, die sich noch verstärken, als er erfährt, dass sein Bruder, den er jahrelang totgeschwiegen hatte, spurlos verschwunden ist. Sung-soo begibt sich auf die Spur seines Bruders und stellt schockiert fest, dass der Kontrast zu seinen eigenen Lebensumständen nicht größer sein könnte, denn der Ex-Sträfling hauste in einem verwahrlosten Wohnhausblock, in dem es kurz vor seinem Verschwinden zu einem brutalen Mord und unheimlichen Vorfällen kam. Bei seinen Nachforschungen entdeckt Sung-soo im Wohnkomplex seines Bruders zudem an jeder Wohnung rätselhafte Zeichen. Kurz darauf tauchen diese Zeichen auch in seinem, von Sicherheitspersonal bewachten Apartmenthaus auf und ein unbekannter Stalker terrorisiert ihn und seine Familie… Ist Sung-soos Bruder wirklich verschwunden oder in Gefahr – oder ist er gar selbst der brutale Killer?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Edel motion
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Koreanisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making-of, Behind the Scenes

DVD und Blu-ray | Hide and Seek - Kein Entkommen

DVD
Hide and Seek - Kein Entkommen Hide and Seek - Kein Entkommen
DVD Start:
26.09.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 104 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Hide and Seek - Kein Entkommen Hide and Seek - Kein Entkommen
Blu-ray Start:
26.09.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 104 min.

DVD Kritik - Hide and Seek - Kein Entkommen

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 10/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Brutale Wohnungsnot - Schon seit mehreren Jahren gibt es viele aufregende Filme aus Korea. Stand es viele, viele Jahre im Schatten der großen Hongkongproduktionen und denen aus Japan, so sind seit einigen Jahren auch die koreanischen Filme sowohl beim Mainstreampublikum als auch bei der Kritik sehr gut angekommen. Eine aufregende Filmsprache und gekonnte Martial Arts Tradition verbinden sich dort mit Genrefilmen und sagen doch zentrale soziale und politische Themen aus. Hier sei nur an „Joint Security Area“ oder „Oldboy“ erinnert (wobei „Oldboy“ ja wieder Teil einer ganzen Rachetrilogie ist). „Hide and Seek“ reiht sich da ein. Der Film ist ein Thriller, dessen zentrale Aussage aber eine starke soziale Kritik beinhaltet. Alles fängt da etwas harmlos an und es bleibt inhaltlich gesehen auch zugegebenermaßen etwas platt. Ein psychisch labiler Ehemann und Vater erhält die Nachricht, dass sein verleugneter Bruder in der Stadt lebt und sieht die erbärmliche Unterkunft in der sein Bruder untergekommen ist. Der Held hingegen ist beruflich erfolgreich und hat eine schöne große Wohnung in einer luxuriösen Wohnanlage. Allerdings scheint es jemand auf ihn und seine Familie abgesehen zu haben. Sinnt der Bruder auf Rache? Der Kontrast zwischen den Lebensumständen der Brüder ist auch derjenige der sozialen Schichten in Korea, wobei diese Spiegelung das ist, was etwas platt gestaltet ist, aber dennoch nicht die Wirkung verfehlt. Denn das Motiv des Bösen ist der Sozialneid und es wird das Thema der Wohnungsnomaden aufgegriffen, die von Wohnung zu Wohnung ziehen und in Abwesenheit der eigentlichen Mieter dort wohnen. Hier wird das noch auf die Spitze getrieben und ein sehr spannender Thriller daraus gemacht, der sich teilweise auch ordentlich bei der Bildsprache des Horrorfilms bedient. Gerade in den Traumsequenzen steht deutlich der japanische Geisterfilm Pate und kann Gänsehaut verursachen, wobei die Action dann sehr realistisch und hart ausfällt. Die Spannungsszenen sind enorm und können genug Terror verursachen, so dass der Zuschauer auf den Nägeln kaut. Vor allem da man ein um das andere Mal auf das Glatteis geführt wird und sich doch alles anders entwickelt als man ahnt. Denn ahnen tut man oft was und so lehnt man sich etwas zurück und denkt sich „Ja, ja, ich weiß schon“, wird aber dann doch überrascht. Gegen Ende neigen einige der Darsteller leider zum overacting, was im asiatischen Film ja leider oftmals der Fall ist, aber doch werden einige Urängste hier angesprochen. Es ist wahrlich furchteinflößend, wenn der private Raum, sprich die eigene Wohnung, welche ja der Schutz, das Refugium vor der Außenwelt ist, als Hort und Quelle des Bösen genutzt wird. Das ist zentrales Motiv aller Geisterfilme, aber hier ist die Wohnung weniger Quelle als das Motiv und man kann sich nicht sicher sein und hier werden paranoide Gefühle geweckt. Was das Ganze noch erschreckender macht ist die Tatsache, dass dieser, in Korea übrigens äußerst erfolgreiche, Film, auf wahren Begebenheiten beruht. Was man ihm aber vorwerfen kann, und muss, sind die vielen losen Fäden die am Ende nicht miteinander verknüpft werden und man das Gefühl hat etwas vergessen zu haben. Aber da ist man schon unterwegs um in seiner Wohnung nach Eindringlingen zu suchen.

Das Bild ist gut und vor allem der Ton kann punkten, denn gerade die Soundeffekte sind sehr wuchtig. Ausnahmsweise ist die Tonabmischung auch sehr gut austariert. An Extras gibt es einiges, wobei sich dann inhaltlich auch einiges wiederholt. Das Behind the Scenes ist schon eine Art Making Of, welches es dann noch einmal separat gibt und das übliche gegenseitige Lob enthält.

Sozialkritik im Thrillergewand kann oftmals sehr platt ausfallen, wie hier, nimmt man aber gerne in Kauf wenn es so spannend und düster, ebenfalls wie hier, gestaltet ist.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Edel motion