Heroes of War - Assembly - DVD

DVD Start: 06.04.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 121 min

Heroes of War - Assembly DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

1948 in Nordchina. Die 9. Kompanie des 139. Regiments unter dem Kommando von Hauptmann Gu Zidi ist bereits stark dezimiert. Trotzdem erhält der Hauptmann den Auftrag, eine Miene vor den Kuomintang-Truppen zu beschützen. Er darf auf keinen Fall die Truppen zurückziehen, ehe nicht ein vorher verabredetes Signalhorn zu hören ist. Die Kämpfe dauern an, doch der Ton ist nicht zu hören. Es kommt zu einem furchtbaren Gemetzel...

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: NewKSM
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Mandarin (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making Of, Behind The Scenes, zusätzliche Szenen, Trailer, Bildergalerie, Biographien

Video on demand - Heroes of War - Assembly

DVD und Blu-ray | Heroes of War - Assembly

DVD
Heroes of War - Assembly Heroes of War - Assembly
DVD Start:
06.04.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 121 min.

zur DVD Kritik
Heroes of War - Assembly - (Mediabook) (3 Disc Limited Edition) Heroes of War - Assembly - (Mediabook) (3 Disc Limited Edition)
DVD Start:
06.04.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 125 min.
Blu-ray
Heroes of War - Assembly Heroes of War - Assembly
Blu-ray Start:
06.04.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 125 min.

DVD Kritik - Heroes of War - Assembly

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 10/10
Gesamt: | 7/10


Normalerweise glänzt das Asia-Kino mit bis zur Perfektion choreografierten Actionfilmen, mit äußerst außergewöhnlichen Ideen oder aber mit einer Adaption des westlichen Films, doch in „Heroes of War-Assembly“ geht es vielmehr um eine dokumentarisch-angehauchte Aufarbeitung der chinesischen Erlebnisse während einerseits dem Bürgerkrieg und andererseits den Ausläufern des chinesisch-japanischen Krieges. Beides verschmilzt zu einem intensiven Bericht über eine Kompanie des 139. Regiments, an der beispielhaft die Schrecken des Krieges aufgezeigt werden, sowohl durch körperliche Verluste als auch durch das seelische Leiden der Soldaten.

Beworben mit der Tatsache, dass dieser Film bereits 19 Filmpreise bekommen hat, erscheint einem großen Kriegs-Epos eigentlich nichts mehr im Wege zu stehen, denn so unverbraucht wie die Darsteller ist auch das Szenario und gerade weil es kaum chinesische Kriegsfilme gibt, war die Erwartungshaltung ziemlich groß. Glücklicherweise wurde diese auch nicht enttäuscht -zumindest in der ersten Hälfte des Films.

Diese zeigt auf wirklich beeindruckende und überaus exzellente Weise in welcher ausweglosen Lage die chinesischen Soldaten waren, denn während die Kompanie zahlenmäßig immer großer werdende Verluste hinnehmen muss, steigt die Angst und Verzweiflung unter den Soldaten selbst. Hier spielt der Film seine große Stärke aus, denn die Bildgewalt mit der das Werk daherkommt genügt wirklich höchsten Hollywood-Ansprüchen und hat man zuletzt höchstens bei „Der Soldat James Ryan“ in einer derartigen Intensität erlebt. Ebenso intensiv wie die Bilder ist auch das Agieren der Darsteller, die allesamt auf gehobenem Niveau spielen und durch ihre Mimik soviel an Angst ausdrücken, dass man bereits nach wenigen Minuten vollkommen enthusiastisch, aber doch tief erschüttert in diesen Sog der chinesischen Kriegshölle gezogen wird.

Leider wird dieses Erlebnis für westliche Augen getrübt, denn so raffiniert und wirkungsvoll der Grau-Filter bei den Kriegsszenen auch wirkt, so gut die Kameraführung auch ist, passiert eine der schlimmsten Dinge, die geschehen können: der Zuschauer verliert den Überblick. Besonders durch den Grau-Filter kann man bei hektischen Gefechten kaum noch erkennen wer zu welcher Armee gehört und so verkommen einige Szenen leider zu einem undurchsichtigen Gemetzel. Obwohl alles stets kunstvoll und beeindruckend inszeniert ist, unterscheiden sich die Uniformen der 9. Kompanie und der des Feindes optisch kaum, was mehr als Schade ist.

Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass der Film mehr sein wollte als er eigentlich ist, denn nach gut einer Stunde verfliegt der Nebel des Krieges und es beginnt die Aufarbeitung der Geschehnisse durch einen der Hauptcharaktere. Dies erfolgt zwar auch bei berühmten Vorbildern wie der erwähnte „Der Soldat James Ryan“, doch da macht diese Sequenz nur 10% des gesamten Filmes aus. Regisseur Xiaogang Feng („Sorry Baby“) jedoch wollte mehr davon zeigen und macht dieses Element zum Mittelpunkt in der gesamten zweiten Hälfte seines Werkes. Das wäre an sich kein schlechter Gedanke gewesen, jedoch macht er den großen Fehler seinen Hauptcharakter, gespielt von Hanyu Zhang, nicht nur aus einer ausweglosen Situation durch eine einfache Überblende zu befreien, sondern stellt ihn auch so sehr ins Zentrum, dass er allein das Gewicht der Handlung tragen muss. Dies ist aber leider kaum möglich, da der Handlungsfaden derartig dünn ist, dass ihm letztendlich nur der schauspielerische Abstieg bleibt.

So ist man am Ende des Films mit einer überragend guten ersten Hälfte konfrontiert, die leider von einem durchschnittlichen Niveau der zweiten Hälfte abgelöst wird. Aufgrund der Tatsache, dass das Szenario jedoch noch recht neu ist, die Schauspieler zu überzeugen wissen und der erste Teil dieses Werkes einen bleibenden Eindruck hinterlässt, kann man einer überdurchschnittlichen Gesamtnote nur zustimmen und den Film weiterempfehlen.


by Sven Hensel
Bilder © NewKSM




Von Interesse: