Here Comes the Devil - DVD

DVD Start: 30.05.2014
FSK: ab 18 - Laufzeit: 97 min

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Inhalt

Felix und seine Frau sind glücklich verheiratet. Als ihre beiden Kinder während einer Reise verschwinden, droht das Glück zu zerbrechen. Am nächsten Tag tauchen Tochter und Sohn scheinbar unversehrt wieder auf. Doch ihr Verhalten ist merkwürdig, fast unmenschlich. Die Gräueltaten in ihrer Nähe mehren sich. Was hat ihr Verschwinden mit den blutigen Taten eines Serienmörders und der Legende vom absolut Bösen zu tun? Die grausame Wahrheit übersteigt jegliche menschliche Vorstellungskraft.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Neue Pierrot Le Fou
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer
- Making of

DVD und Blu-ray | Here Comes the Devil

DVD
Here Comes the Devil Here Comes the Devil
DVD Start:
30.05.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 97 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Here Comes the Devil Here Comes the Devil
Blu-ray Start:
30.05.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 101 min.

DVD Kritik - Here Comes the Devil

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 9/10


Mexikanisches Picknick - Oh, was für ein ungewöhnlicher Einstieg für einen Horrorfilm. Normalerweise wird der Zuschauer direkt in einen Akt des Grauens geworfen, damit er weiß wo der Hammer hängt und was ihn fortan wohl erwarten mag. So wird man eingestimmt und der erste Schock wirkt noch so lange nach wie man dann die übliche Exposition und Charaktereinfindung übersteht. Die mexikanische Produktion „Here comes the devil“ vollzieht das nur bedingt. Stattdessen gibt es eine Sexszene mit einem anschließenden Gespräch was einen verdutzt macht, ob man wirklich zu dem richtigen Genre gefunden hat, denn das was hier thematisiert wird passt eher zu einem Liebesdrama. Dabei wird man nur eingelullt und es kommt ein brutaler Schock, der einen wieder in das Genre zurückfinden lässt. Und man ist jetzt schon voller Sympathie für den Film, der einen schon in den ersten zehn Minuten auf das Glatteis geführt hat (und es noch einige Male tun wird). Jedenfalls ist klar, dass der Film sich abseits der üblichen US-Formeln für den Horror bewegen will. Natürlich lassen sich einige Genreelemente nicht vermeiden und es kommen bekannte Aspekte vor, wobei hier die ausgeprägte Charakterisierung der Figuren ein wahrer Vorteil ist. Allein schon die Szenen mit der ersten Menstruation der Tochter sind filmisch eindrucksvoll gemacht und bekommen gegen Ende eine große Bedeutung die weit darüber hinausgeht, was etwa „Der Exorzist“ suggerierte. Letzterer hat zwar die erste Menstruation nie direkt thematisiert, aber schon unterschwellig deutlich gemacht, dass das sexuelle Erwachen der Teenagerin sie anfällig für den Dämon gemacht hat. Hier kann man dasselbe vermuten, ist aber doch ganz anders, ohne etwas verraten zu wollen. Was die Stärke des Filmes ausmacht, abgesehen von der schon erwähnten Figurenbildung, sind die leisen Sohlen auf denen das Grauen daher kommt. Da ähnelt „Here comes the devil“ eher „Picknick am Valentinstag“ denn den üblichen Metzelfilmen. Und gerade da es alles sehr langsam und mit Andeutungen versehen aufgebaut wird, kommen dann die blutigen Szenen umso schockierender herüber. Und die Erotik kann sich sehen lassen und ist sehr viel reifer als diverse Mädchen in Bikinis die saufen und ermordet werden. Alles zusammen lässt einem die Charaktere an das Herz wachsen und man fürchtet wirklich um sie. Zudem sind sie wirklich gut gespielt. Besonders Laura Caro kann einen beeindrucken. Gegen Ende wird klar, dass viele Wendungen schon behutsam vorbereitet worden sind und manche Gesten die zu Beginn des Filmes Liebe und Familiensinn bedeuteten werden sehr bedrohlich und grauenhaft. Wegen des starken Realismus der nur selten durch surreale Alptraumbilder (in einer kleinen geradezu psychedelischen Reminiszenz an „Rosemaries Baby“) unterbrochen wird und die glaubwürdigen Charaktere die ebenso glaubhaft handeln, ist hier einer der realistischeren und damit beängstigendsten Horrorfilme der letzten Zeit zu sehen. Schon jetzt muss er als ein Klassiker gelten und der Regisseur Adrian Garcia Bogliano ist, wenn er seine Karten geschickt ausspielt, zu großem berufen.

Sowohl der Ton als auch das Bild sind sehr gut. Leider ist das Making Of bei dem Film eher ein behind the scenes und dementsprechend wenig aussagekräftig. Dann gibt es noch den Trailer und eine Trailershow. Insgesamt also eine recht magere Ausstattung welche der Film in dieser Form nicht verdient hat.

Ein Genrehighlight. Das Grauen kommt auf leisen Sohlen womit dann die blutigen Szenen umso mehr schocken und die glaubhaften Charaktere sind sehr gut dargestellt und werden immer sympathischer. Packend von der ersten Szene an.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Neue Pierrot Le Fou