Helden von Hill 60 - DVD

DVD Start: 02.12.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 117 min

Helden von Hill 60 DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Der grauenvolle Kampf an der Westfront spielt sich im 1. Weltkrieg nicht nur auf den Schlachtfeldern ab, sondern auch darunter. Mineure wühlen sich in die Erde, bauen kilometerlange Gänge, die sie verminen, um den Feind von unten zu überraschen und zu töten. Deutsche und Alliierte liefern sich ein lautloses Gefecht, denn jedes Geräusch kann dem Gegner verraten, wo man sich durchgräbt. Eine Einheit australischer Tunnelbauer übernimmt 1917 die Arbeiten an dem Tunnelsystem unter Hügel 60, einem bedeutsamen strategischen Punkt, den die Alliierten mit der größten Explosion der Welt erobern wollen. Dies ist die wahre Geschichte der Männer, die dafür ihr Leben einsetzten.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Originaltrailer, Trailershow, Interviews

DVD und Blu-ray | Helden von Hill 60

DVD
Helden von Hill 60 Helden von Hill 60
DVD Start:
02.12.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 117 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Helden von Hill 60 Helden von Hill 60
Blu-ray Start:
02.12.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 123 min.

DVD Kritik - Helden von Hill 60

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Krieg unter Tage
Der australische Kriegsfilm „Helden von Hill 60“ behandelt ein heutzutage fast vergessenes Kapitel aus dem ersten Weltkrieg: das Bergmänner dazu herangezogen worden waren, um Tunnel zu graben und von der unterirdischen Position her die feindlichen Stellungen zu sprengen. In den Alpen wurden etwa bei den Gefechten zwischen Österreichern und Italienern ganze Berggipfel gesprengt! Doch dieser Film beruht auf wahren Begebenheiten an der deutsch-britischen Front in Belgien. Zwei wichtige Aspekte für einen gelungenen Kriegsfilm werden hier vorgelegt: zum einen wird nicht nur auf Action, sondern auch auf Spannung Wert gelegt. Zum anderen kommt der Film gänzlich ohne Pathos und Patriotismus aus. Selbst in den Szenen in denen andere Filmemacher pathetisch geworden wären, hält sich der Film sehr zurück und erzählt die tragischen Szenen sehr distanziert und nüchtern. Das hat zwar den Nachteil, dass manche der Charaktere etwas blass bleiben, weil man sich emotional nicht so richtig mit ihnen identifizieren kann, aber dennoch ist die halbwegs dokumentarische Erzählweise sehr wohltuend. Dass der Film einen nicht loslassen will, liegt vor allem an den beeindruckenden Szenen unter Tage. Der Zuschauer sieht nicht sehr viel mehr als die Bergleute. Das gibt dem Zuschauer den Eindruck sich selber unter Tage zu befinden. Vor allem in den ersten Szenen wird das Setting nur durch eine einzelne Kerze erhellt und man sieht nur das Gesicht des Helden. Der hervorragende Ton spielt dabei eine wichtige Rolle. Vor allem müssen die Tunnel leise gegraben werden, da sonst der Feind sie hören kann. Ähnlich wie in einem U-Boot hocken die Männer unter der Erde und haben nicht nur unter Klaustrophobie zu leiden, sondern auch unter der Angst, dass der Feind sie hören kann und den Tunnel sprengt. Diese permanente Spannung und das so natürlich wie möglich gehaltene Licht erschafft eine dichte Atmosphäre, die den Zuschauer packt. Was zu den Klischees der Erste-Weltkriegs-Filmen gehört sind die arroganten und ignoranten Offiziere, die ja meist adlig waren und ihre Untergebenen verachteten. Perfekt dargestellt übrigens in „Tage des Ruhms“ von Stanley Kubrick. Hier aber werden andere Aspekte eingebracht: durch ihre Arroganz gelingt es den Offizieren nur notdürftig ihre eigene Angst zu verstecken. Im ganzen Film gibt es keinen Heroismus, sondern nur Angst, der tapfer begegnet werden muss, damit man überlebt. Im Grunde ist das zentrale Thema damit der Kampf gegen die Angst. Durch die eindringliche Gestaltung und der filmsprachlichen Nähe zu den Figuren, gehört dieser Film zu den besten Kriegsfilmen überhaupt.

Das Bild ist sehr gut und auch in den fast schwarzen Szenen noch scharf. Der Ton ist auch sehr gut, was seinen dramaturgischen Einsatz (unter Tage ist man viel von Geräuschen abhängig, da man nichts sehen kann) hervorragend unterstützt. Ausführliche Interviews geben in den Extras einen guten Einblick in die Entstehung des Filmes.

Einer der besten Kriegsfilme. Eindringlich gestaltet, ohne Pathos und Patriotismus, spannend und actionreich erzählt er vom Kampf gegen die Angst.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite