Headshot - DVD

DVD Start: 11.11.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 101 min

Headshot DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die Welt von Profikiller Tul steht buchstäblich Kopf, als er nach einem missglückten Auftragsmord aus dem Koma erwacht. Von seinen ehemaligen Auftraggebern ebenso gejagt, wie von der Polizei, begibt er sich auf die Suche nach den Puzzlestücken seiner Vergangenheit, die ebenso verdreht erscheint, wie seine durch einen Kopfschuss beeinträchtigte Sicht der Dinge. Vom Killer über den Flüchtling zum Mönch wird er auf seinem visuell spektakulären Trip, der zu den spannendsten fernöstlichen Gangsterfilmen der letzte Jahre zählen dürfte.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Thai (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Original Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Headshot

DVD
Headshot Headshot
DVD Start:
11.11.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 101 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Headshot Headshot
Blu-ray Start:
11.11.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 105 min.

DVD Kritik - Headshot

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 6/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Verkehrte Welt - Der thailändische Film „Headshot“ klingt zu Beginn ganz interessant, lässt einen aber nicht besonderes erwarten. Gut, ein Killer wird verletzt, hat fortan ein Handicap und muss sich gegen eine Vielzahl Feinde stellen. Das ist an sich nichts Besonderes, wobei gerade der Punkt mit dem Handicap in amerikanischen Filmen wenig vorkommt. In Asien schon, wenn man an einarmige oder blinde Schwertkämpfer („Zatoichi“) denkt, an Killer mit lahmen Bein („For a better tomorrow“) oder mit einer Kugel im Kopf („Bullet in the Head“). Gerade an letzteren muss man auch hier denken, wenn der Killer einen Kopfschuss bekommt. Das war es aber auch schon mit der Ähnlichkeit, denn die Kugel wird entfernt und ist nicht lebensbedrohlich. Aber sie hat Folgen: denn der Held sieht nun alles verkehrt herum. Im wahrsten Sinne des Wortes. Oben ist unten und unten ist oben. Damit muss er zunächst mal klarkommen. Und prompt beschreitet „Headshot“ seinen eigenen Weg und erinnert auch nur ganz kurz an „Memento“. Mit großem Stilwillen, der niemals angestrengt wirkt, wird eine spannende Story erzählt, die voller Überraschungen ist. Es gibt viele Wendungen, die immer wieder das, was vorher geschehen ist umkehren und eine neue Bedeutung verleihen. Auch die dramaturgischen Elemente werden also immer wieder auf den Kopf gestellt. Selbst das, was man bisweilen für unlogisch hält, klärt sich später auf. Da ärgerte man sich erst und dachte bei sich, wie das denn möglich sei und dann kommt eine kleine Szene oder ein Satz, der jeden vermeintlichen Zufall als Teil eines Plans, sei es nun menschlich oder göttlich, darstellt. Die Metapher des verkehrten Blickes aufgrund der Verletzung steht natürlich auch für die Welt in der man lebt. So hat der Held zu Beginn des Filmes in der Verkleidung eines Mönches einen Mord begangen. Und nun ist er von Schuld beladen und muss sie abtragen, was zu der letzten Einstellung wunderbar passt. Aber was ist eigentlich Gerechtigkeit? Was nun die Erlösung? Schwierige Fragen vor der nicht nur der Protagonist steht, sondern denen sich auch der Zuschauer im Laufe dieser cineastischen Reise stellt. Insofern ist der Film auch recht unvorhersehbar und hat ein paar nette Ideen und umschifft einige Klischees. Immer wenn man meint, die Richtung des kommenden bestimmen zu können, wird man woanders hin geführt. Es gibt dann auch viel Regen in dem die Protagonisten stehen und für einen asiatischen Film ist er auch angenehm zurückhaltend gespielt. Diese Thaiproduktion hat es in sich und ist nicht nur Actionfans interessant.

Der Ton ist etwas dumpf, aber das Bild ist dafür recht gut. Das Making Of ist ziemlich interessant geworden. Dann gibt es neben dem Trailer noch ein kleines Extra über jemanden, der wirklich alles verkehrt herum liest und sieht.

Eine positive Überraschung. Fühlt man sich erst an viele Genrevorläufer erinnert, so wird man schnell eines Besseren belehrt und bekommt einen philosophischen, spannenden, unvorhersehbaren Actionthriller, bei dem sich am Ende alles ineinander fügt.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media Home Entertainment