Headshot - DVD

DVD Start: 08.06.2017
FSK: ab 18 - Laufzeit: 114 min

Headshot DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Für den jungen Profikiller Abdi endet der geplante Ausstieg aus der Verbrecher-organisation des mächtigen Mr. Lee nach einem Kopfschuss beinahe tödlich. Ohne Erinnerung an sein früheres Leben erwacht er nach zwei Monaten im Koma in der Obhut der jungen Medizinstudentin Ailin. Als diese bald darauf von seinem ehemaligen Arbeitgeber gekidnappt wird, muss sich der kampferprobte Ex-Killer seiner Vergangenheit stellen und sich durch eine Armee bestens ausgebildeter Schergen kämpfen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Indonesisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Teaser, Trailer, Behind the Scenes

DVD und Blu-ray | Headshot

DVD
Headshot Headshot
DVD Start:
08.06.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 114 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Headshot Headshot
Blu-ray Start:
08.06.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 118 min.
Headshot (Steelbook) Headshot (Steelbook)
Blu-ray Start:
08.06.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 118 min.

DVD Kritik - Headshot

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 9/10


Blutiges Indonesien
Der Titel des Filmes „Headshot“ ist zum Verwechseln. Im Jahre 2011 gab es schon einmal einen asiatischen Film gleichen Namens. Aber der aktuelle indonesische Actionfilm hat mehr mit dem großen Klassiker des Hongkong-Kinos, „Bullet in the Head“, gemeinsam. Zumindest was den Kultfaktor und die Brutalität betrifft. So ist erst einmal festzuhalten, dass dieser Film ganz in der Tradition des 1980er Hongkong-Kinos steht, auch wenn er inhaltlich nicht dem Heroic Bloodshed zuzuordnen ist. Headshot SzenenbildDie Story ist zunächst mal sehr übersichtlich und nicht gerade innovativ.

Der Held wird halbtot aus dem Wasser gezogen. Dem Unbekannten wurde in den Kopf geschossen und er hat daraufhin nicht nur häufiger Kopfschmerzen, welche ihn auch in prekären Lagen ablenken, sondern vollkommen sein Gedächtnis verloren. Wer da an Filme und Romane wie „Jason Bourne“ oder an Comicserien wie „XIII“ denkt, liegt gar nicht so falsch. Auch das sich die ihn behandelnde Ärztin mehr als nur professionell für ihn interessiert ist ein Klischee. Lustig ist, dass sie den Mann einfach Ishmael nennt, da sie an seinem Krankenbett gerade „Moby Dick“ liest. Aber offenbar haben es Gangster auf den Mann abgesehen und er wird nicht nur gejagt, sondern er muss auch sein Gedächtnis wiederfinden. Als dann noch seine Freundin entführt wird, macht das seinen Tag nicht nur noch mieser, sondern er begibt sich auf eine blutige Rettungsmission. Auch wenn die Story mehr als überschaubar und alles andere als innovativ ist, so gerät sie doch schnell in Vergessenheit und ist vollkommen egal. Denn hier geht es um Action und die ist äußerst beachtlich. Auch ohne große Explosionen und CGI-Effekte ist sie so intensiv wie schon lange nicht mehr. Das liegt unter anderem daran, dass sie grandios choreographiert ist. Allein der Kampf in einer Polizeiwache wenn der Held an einen Tisch gekettet ist oder in einem engen Gang in einem Bus, wenn er verhindern muss, dass ein Gangster ein Feuerzeug anzündet, sind Glanzmomente des Actionkinos. Jeder einzelne Kampf weiß zu beeindrucken. Dabei geht es hier alles andere als zimperlich zu und der Film ist sehr brutal geworden. Allein schon in den ersten 10 Minuten sterben hier, gefühlt, mehr als in einem durchschnittlichen Hollywoodfilm. Dabei ist es keine stumpfe Abfolge von Gewaltexzessen, sondern die Kämpfe sind spannend, intensiv und vor allem kreativ. Allein die Tatsache, dass eine Schreibmaschine als Waffe benutzt wird ist sehr denkwürdig. Headshot SzenenbildJeder Actionfan sollte hier auf jeden Fall zugreifen. Der Hauptdarsteller Iko Uwais dürfte den meisten übrigens schon aus den beiden „The Raid“ Filmen bekannt sein. Schon diese beiden haben ihn in den Olymp der Martial-Arts-Virtuosen katapultiert und dieser Streifen zementiert seinen Status. Im Übrigen hat Iko Uwais selber an der Choreographie der Action mitgewirkt. Auch die beiden Regisseure Kimo Stamboel und TimoTjahjanto dürften sich mit „Headshot“ endgültig etabliert haben. Langsam aber sicher und vor allem mit Wucht nimmt Indonesien immer mehr den freigewordenen Platz im Actiongenre ein, welchen Hongkong seit vielen Jahren vakant lässt. Weiter so. Da nimmt man auch gerne die inhaltlichen Klischees in Kauf.

Der Ton ist exzellent. Manchmal ist er schon fast zu intensiv, wenn man die Knochen brechen hört. Auch das Bild ist sehr gut. Leider sind die Extras hingegen sehr PR-lastig ausgefallen und alle sind voll des gegenseitigen Lobes, aber in den Specials über den Cast und die Story (hüstel), den Eindrücken vom Set und in dem Special über die Stunts gibt es immer wieder interessante Einblicke. Jedenfalls wenn nicht gerade ein Interview geführt wird. Teaser und Trailer gibt es natürlich auch noch.


Fazit:
Jeder Actionfan sollte hier zugreifen. Zwar mangelt es in der Story nicht gerade an Klischees, aber die Action ist umwerfend, mitreißend und kreativ. Aber auch sehr brutal, so dass zartbesaitete hier gewarnt sein sollen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media