Hatfields & McCoys - DVD

DVD Start: 21.11.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 278 min

Hatfields & McCoys DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Durch einen gemeinsamen Fahneneid verbunden, kehren die zwei konföderierten Soldaten „Devil” Anse Hatfield (Kevin Costner) und Randall McCoy (Bill Paxton) nach Hause zurück, um dort nach monatelange Kämpfen endlich Frieden zu finden. Doch diese Hoffnung wird zerstört, als ein auf Missverständnissen und einer verbotenen Liebesaffäre beruhender Mord einen Krieg zwischen den ehemaligen Kameraden und ihren Familienclans auslöst. Die historische Fehde ereignete sich in den Folgejahren des Bürgerkriegs, der Freunde und Nachbarn zu Rivalen machte und die amerikanische Geschichte prägte.

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Türkisch, Finnisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Holländisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Das Making of von Hatfields & McCoys
- „I Know These Hills” Musikvideo mit Kevin Costner & Modern West

DVD und Blu-ray | Hatfields & McCoys

DVD
Hatfields & McCoys Hatfields & McCoys
DVD Start:
21.11.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 278 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Hatfields & McCoys Hatfields & McCoys
Blu-ray Start:
21.11.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 290 min.

DVD Kritik - Hatfields & McCoys

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Westernepos - „Hatfields and McCoys“ ist eine Miniserie, die für das amerikanische Fernsehen produziert worden ist. Dabei hat die Serie von der Ausstattung und dem Monumentalismus durchaus Kinoqualität, aber angesichts der vielen Handlungsstränge und des Zeitraums der erzählt wird, ist das Format als Fernsehminiserie mehr als gelungen. Wobei Mini-Serie nicht so ganz stimmt. Es werden zwar nur drei Episoden präsentiert, aber dafür hat jede davon eine Spielfilmlänge. Zudem basiert die Serie auf wirklich geschehenen historischen Ereignissen. Die Fehde zwischen den beiden Familien gab es wirklich und um dem Rechnung zu tragen, braucht es Zeit. Über hundert Jahre lang bekriegten sich die Familien und erst vor wenigen Jahren schlossen die Clans einen Friedensvertrag. Regisseur Kevin Reynolds konzentriert sich aber auf die Anfänge des Konflikts und schildert den blutigen Krieg zwischen den Rivalen, der auch beinahe einen Krieg zwischen den Staaten Virginia und Kentucky ausgelöst hätte. In dem amerikanischen Bewusstsein ist diese Fehde so verankert, das die Namen im allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen sind. So wie bei uns etwa zum Vergleich mit „Sie verstehen sich wie Hund und Katze“. Angesichts dessen, dass alles was gezeigt wird, wirklich geschehen ist, ist es schon fast unglaublich. Und man fragt sich wie es so weit kommen konnte. Schließlich startet alles mit einem Streit zwischen zwei Freunden, welcher eskaliert und alles ein Eigenleben entwickelt. Und hier liegt eine der großen Stärken der Serie vor, denn es wird die Eigendynamik der Geschehnisse deutlich gemacht und wie sehr alles den eigentlichen Handlungsträgern, den Patriarchen, entgleitet. Vor allem die Hollywoodstars Kevin Costner als Hatfield und Bill Paxton als McCoy können hier überzeugen. Paxton sieht manchmal ungläubig zu, wie es zu allem kommen konnte und muss schmerzlich erkennen, dass er nichts mehr ändern kann und sieht sich voller Entsetzen all der Gewalt gegenüber. Da weiß er keinen Rat mehr als sich in seinem Hass und dem Alkohol festzusetzen. Costners Charakter ist eher handlungstreibend, aber auch ihm entgleitet alles, denn Menschen kann man nur bedingt steuern. So werden alle Pläne durch Fehler oder die Antagonisten zunichte gemacht und gegen Ende möchte er nur noch seine Würde und sein Patriarchat aufrechterhalten. Auch er erkennt, wohin der Starrsinn geführt hat. Und das alles viel zu spät ist, um es noch aufzuhalten. Aber wenn nur der Konflikt zwischen den Oberhäuptern geschildert worden wäre, so hätte es bei weitem nicht die dramatische Dimension erreicht, welche die Serie besitzt. Eine weitere Stärke der Serie besteht nämlich darin, dass die Nebenfiguren nicht vergessen werden. Zwar ist eine Liebesgeschichte in „Romeo-und-Julia“-Manier eingebaut, welche man als übertrieben sehen kann, aber auch diese ist historisch verbürgt. Vielmehr wird auch gezeigt, wohin Hass führt und wie dieser die Menschen innerlich zerfrisst. Aber hier wird nicht viel lamentiert und diskutiert, sondern der Actionanteil ist sehr hoch. Da wird viel geschossen und viel gestorben und bei alldem ist alles sehr spannend. Schließlich liegt dem Skript eine historische Wahrheit zugrunde und so kann man sich nie sicher sein, wer davon kommt und wer stirbt. So werden durchaus inhaltliche Stereotypen verweigert. Und vor allem wie der Topos der Rache, ein zentrales Element aller Western, umgekehrt wird, ist sehr lobenswert: hilflos sehen die Männer zu, wie alles vor die Hunde geht und sie zerbrechen an den Verlusten. Während andere an dem Krieg profitieren, kostet ihn den Auslösern so gut wie alles. Was das Topos der Rache dann wieder vollkommen negiert. Eine spannende, hervorragend gemachte, gut gespielte, dramatische und blutige Serie, die schon nach fünf Minuten süchtig macht.

Der Ton und das Bild sind sehr gut. Als Extras gibt es ein Musikvideo und ein gelungenes Making Of, was nicht nur wirklich Entstehungsaspekte beleuchtet sondern auch auf die historischen Hintergründe eingeht.

Eine gelungene Westernminiserie, die auf historischen Tatsachen beruht. Spannend, blutig, actionreich und hoch dramatisch verweigert sich die Serie den Klischees und lässt den Zuschauer mitfiebern.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment