Hatchet - Victor Crowley (Uncut) - DVD

DVD Start: 01.03.2018
FSK: ab 18 - Laufzeit: 79 min

Hatchet - Victor Crowley (Uncut) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Zehn Jahre ist der legendäre Axtmörder Victor Crowley nun schon tot, so glaubt man. Andrew, der einzige, der das grausame Massaker von damals überlebte, hat ein Buch über seine schrecklichen Erlebnisse geschrieben. Viele glauben aber dass nicht Victor Crowley all die Menschen abgeschlachtet hat, sondern Andrew selbst. Um nun seinem Buch zum Erfolg zu verhelfen, will seine Verlegerin eine Show direkt aus den Sümpfen senden. Andrew wollte aber nie wieder an den Ort des Geschehens zurück. Und das mit Recht. Denn kaum angekommen, geht das blutige Gemetzel von vorne los.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Tiberius Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Zwei Audiokommentare, Trailer

DVD und Blu-ray | Hatchet - Victor Crowley (Uncut)

DVD
Hatchet - Victor Crowley (Uncut) Hatchet - Victor Crowley (Uncut)
DVD Start:
01.03.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 79 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Hatchet - Victor Crowley (Uncut) Hatchet - Victor Crowley (Uncut)
Blu-ray Start:
01.03.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 83 min.
Hatchet - Victor Crowley (Limited Steelbook Edition) (Uncut) Hatchet - Victor Crowley (Limited Steelbook Edition) (Uncut)
Blu-ray Start:
01.03.2018
FSK: 18 - Laufzeit: 83 min.

DVD Kritik - Hatchet - Victor Crowley (Uncut)

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


Ewige Hommage an den 80er Slasher
Es ist schon recht verwunderlich, dass es doch noch eine Fortsetzung zu der „Hatchet“-Trilogie gibt. Damit hätte wohl kaum einer gerechnet, da der Regisseur und Autor Adam Green eigentlich die Reihe für beendet erklärt hatte. Doch wie es bei guten Slashern ja so der Fall ist: die Killer sterben nie und die dazugehörigen Reihen sind ebenso sehr langlebig, was ihnen meist nicht gut tut, da sie sich in der Wiederholung der ewig gleichen Mittel erschöpfen, was dann, gerade bei Slashern die eh nicht so vor Innovation strotzen, zu Klischees führt und Parodien als Vorlagen dienen. So geht man etwas vorsichtig an „Hatchet: Victor Crowley“ heran. Doch schon die erste Szene überrascht. Zum einen spielt sie nicht in der Gegenwart der Filmreihe, sondern in der Vergangenheit im Jahre 1964. Man befürchtet also ein Prequel was den mörderischen Werdegang des Mörders Victor Crowley beleuchten mag, worauf auch der Titel anspielen könnte. Das wäre dann nicht sonderlich spannend, da man ja weiß, was später passieren wird.

Szene aus Hatchet - Victor Crowley
Szene aus Hatchet - Victor Crowley © Neuilmverleih
Doch zunächst überrascht der Witz. Der hier gezeigte Hochzeitsantrag voller Pannen ist urkomisch und offenbart großes komödiantisches Vermögen, was sogar einen, amerikanisch üblichen, Witz über Körperflüssigkeiten beinhaltet der im Grunde völlig überflüssig ist. Natürlich lässt der Sumpfkiller nicht lange auf sich warten und dann folgt die nächste Überraschung: es geht überaus blutig zur Sache und man bekommt hier, zumindest in der vorliegenden Uncut-Version mit der Spieldauer von circa 79 Minuten, ein wahres Splatterfest geboten. Ein folgender Zeitsprung lässt deutlich werden, dass kein Prequel erzählt wird, sondern der vierte Teil zehn Jahre nach den Geschehnissen des dritten Filmes spielt. Es folgt eine wunderbar ironische Sequenz, die geschickt gemacht ist. Man sieht eine Kerzenflamme und um den brennenden Docht herum, also in dem Wachs, sieht man Bilder aus der Vergangenheit welche noch einmal den Bösewicht und seine Geschichte erläutern. Gleichzeitig ertönt eine Stimme aus dem Off, welche das bisherige Geschehen der ersten drei Filme rekapituliert. Das ist eine wunderbare Hommage an die Lagerfeuer an denen man sich einst Gespenstergeschichten erzählte und schon von John Carpenter in „The Fog“ aufgegriffen worden ist. Die Ironie besteht darin, dass man hier nicht ein Lagerfeuer sieht, sondern den kleinen Bruder, quasi das Baby, die Kerzenflamme. Die Richtung für den ganzen Film ist in diesen ersten Minuten schon vorgegeben: es ist witzig, blutig, spannend und voller Ironie. Und die satirischen Seitenhiebe kommen en masse: etwa die Spitzen auf den Medienbetrieb welcher aus dem Leid anderer, insbesondere mit den Taten von Serienmördern, Kapital schlagen will.

Szene aus Hatchet - Victor Crowley
Szene aus Hatchet - Victor Crowley © Neuilmverleih
Aber auch Fans von Killern bekommen ihr Fett weg und das eitle Gebaren der Menschen in der Medienindustrie. Denn alle hier auftretende Figuren haben mit den Medien zu tun und wollen entweder eine Dokumentation über Victor Crowley drehen oder an dem Originalschauplatz ein Interview mit dem einzigen Überlebenden des letzten Massakers führen. Zu Recherchezwecken wird der ursprüngliche Voodoo-Fluch, welcher Crowley zum Monster machte, über YouTube gesucht. Natürlich wird der Lautsprecher angemacht und indem der korrekt intonierte Fluch über den Bayou hallt, erwacht Crowley zum unheimlichen Leben. „Evil Dead“ lässt grüßen. Aber der Film ist nicht nur ein reines Schlachtfest, auch wenn es extrem brutal zugeht, sondern er ist vor allem auch sehr lustig und man merkt, dass die meisten Darsteller Komödianten sind. Da stimmt jedes Timing und es wird auf jegliche Hysterie verzichtet, sondern sogar eher unterspielt, was alles noch viel lustiger macht. Allein die Szene mit den Durchsagen in dem Flugzeug ist dafür ein wundervolles Beispiel. Insgesamt ergibt das einen wunderbaren, spannenden, brutalen und voller Satire und Ironie steckenden Horrorfilm der viel zu schnell vorbei ist. Wenn alle Filme aus einem Franchise so wären wie dieser hier, so mögen sie durchaus noch lange weiterlaufen. Horrorfans sollten auf jeden Fall zugreifen.

Szene aus Hatchet - Victor Crowley
Szene aus Hatchet - Victor Crowley © Neuilmverleih
Sowohl das Bild als auch der Ton sind gut. Neben dem Trailer und einer Trailershow gibt es sogar noch zwei sehr interessante Audiokommentare. Einer von der Crew und einen mit den Schauspielern. In beiden ist auch der Regisseur Adam Green zugegen, der allerdings auch die Kommentare dominiert. Leider haben diese keine deutschen Untertitel.


Fazit:
Ein Schlachtfest bei denen das laute Lachen angesichts der Brutalität manchmal in der Kehle stecken bleibt. Hier stimmt aber alles: Spannung, Brutalität, Cameos, Timing, satirische und ironische Spitzen und der Film ist erstaunlich lustig.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Tiberius Film