Harry Palmer - Herren der Apokalyplse - DVD

DVD Start: 24.02.2015
FSK: ab 12 - Laufzeit: 86 min

Harry Palmer - Herren der Apokalyplse DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Der ehemalige britische Geheimagent Harry Palmer (Michael Caine) hat sich in Moskau als Privatdetektiv selbstständig gemacht. Er erhält den Auftrag, von der Regierung gestohlenes, waffenfähiges Plutonium wiederzubeschaffen. Kurze Zeit später wird auch noch die Freundin seines Partners Nickolai (Jason Connery) entführt. Die Spur führ nach St. Petersburg auf die Fährte von Gangsterboss Alexej (Michael Gambon). Um überhaupt eine Chance gegen dessen Organisation zu haben, muss Harry sich mit der rivalisierenden Mafia verbünden. Ein gefährlicher Pakt ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment / Epix
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)

DVD und Blu-ray | Harry Palmer - Herren der Apokalyplse

DVD
Harry Palmer - Herren der Apokalyplse Harry Palmer - Herren der Apokalyplse
DVD Start:
24.02.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 86 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Harry Palmer - Herren der Apokalyplse

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 5/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 5/10


Mit einer Rückkehr des charmanten britischen Top-Spions Harry Palmer hatte in den 90er Jahren wohl niemand mehr ernsthaft gerechnet. Vermutlich nicht einmal Hauptdarsteller Micheal Caine selbst. Doch im selben Jahr, in dem James Bond mit „Goldeneye“ fulminant auf die Kinoleinwände zurückkehrte, erreichten gleich zwei neue Palmer-Filme das Licht der Öffentlichkeit. Während die alten Filme der Reihe, von denen einer u.a. von „Goldfinger“ – Regisseur Guy Hamilton seinerzeit inszeniert worden war, trotz thematischer Parallelen noch als realistische Antithese zum inzwischen arg überzogenen Spionagespektakel des Bondfranchises fungierten und stets den kalten Krieg als spannendes Handlungselement zu nutzen wussten, sahen sich die Drehbuchautoren der beiden Nachzügler „Der rote Tod“ und „Herren der Apokalypse“ nun also mit einem großen Problem konfrontiert. Wie sollte man dem gealterten Helden nach dem Ende des kalten Krieges noch zu inhaltlicher Relevanz verhelfen, ohne dabei auf Action setzen zu können wie sie beispielsweise das Bondfranchise in jener Zeit zum obersten Gestaltungsprinzip erhob. Eine richtige Lösung haben die Verantwortlichen leider nicht gefunden und so klammern sich die beiden 90er Jahre Palmer-Filme krampfhaft an einen vergangenen Krieg und können lediglich durch die nach wie vor interessante Hauptfigur halbwegs überzeugen. Anders als die drei Vorgängerfilme basieren die Nachzügler leider auch nicht mehr auf einer literarischen Vorlage von Krimiautor Len Deighton.

Inzwischen hat sich der ehemalige britische Geheimagent Harry Palmer in Moskau als Privatdetektiv einen Namen gemacht und behandelt die verschiedensten Fälle. Eines Tages erhält er den gefährlichen Auftrag, gestohlenes Plutonium wiederzubeschaffen. Als wäre das nicht schwierig genug, wird zu allem Überfluss auch noch die Freundin seines Partners (Jason Connery) entführt. Palmers Ermittlungen führen ihn schließlich bis nach St. Petersburg, wo er schon bald einem alten Bekannten, dem gefährlichen Gangsterboss Alexej (Michael Gambon), gegenübersteht. Im Kampf gegen dessen skrupellose Organisation braucht Palmer Unterstützung, die ihm nur die Mafia bieten kann…

Der bislang letzte Harry Palmer - Film verfügt über die gleichen Stärken und Schwächen wie sein direkter Vorgänger. Generell darf konstatiert werden, dass die beiden in einem Rutsch produzierten Filme eher wie ein großer TV-Zweiteiler wirken und weniger den Anschein eigenständiger Werke erwecken. Insgesamt kommt das zweite Abenteuer allerdings etwas schneller in Fahrt als der sehr gemächlich wirkende Vorgänger und kann daher etwas mehr überzeugen. Dennoch bleibt auch hier die Frage nach einer Notwendigkeit der Rückkehr des gealterten Agenten bestehen, da die Klasse der 60er Jahre Filme bei weitem nicht erreicht wird. Und abermals versucht Michael Caine alles in seiner Macht stehende, um den Film aus seiner Durchschnittlichkeit zu retten, doch das Drehbuch macht ihm wie schon bei „Der rote Tod“ einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Fans werden sich davon sicherlich nicht abschrecken lassen, doch alle anderen sollten sich lieber auf die Original-Trilogie beschränken.

Leider macht die DVD in technischer Hinsicht eine bestenfalls durchschnittliche Figur, da die Bildqualität relativ unscharf und schwammig daher kommt. Der Film wird zudem im 4:3 Format präsentiert. Die Tonqualität geht bei der deutschen Sprachfassung vollkommen in Ordnung, enttäuscht aber beim O-Ton. Hier klingt alles ein wenig leiser und unklarer. Auf Bonusmaterial wurde wie beim Vorgänger leider verzichtet.

Fazit:
Die beiden Harry Palmer – Nachzügler „Der rote Tod“ und „Herren der Apokalypse“ werden dem großen Namen leider kaum gerecht, da sie lediglich durchschnittliche Spionagegeschichten zu bieten haben, die ohne den grandiosen Michael Caine wohl vollends an Relevanz verlieren würden. Die Filme sind daher allenfalls für Fans und Komplettisten einen Blick wert.

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by Jonas Hoppe
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment / Epix