Harry Palmer - Der rote Tod - DVD

DVD Start: 24.02.2015
FSK: ab 12 - Laufzeit: 93 min

Harry Palmer - Der rote Tod DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Mit dem Ende des Kalten Krieges hat der britische Geheimdienst keine Verwendung mehr für seinen Topagent Harry Palmer (Michael Caine). Dieser hält sich fortan mit zwielichtigen Aufträgen über Wasser, als der russische Geschäftsmann Alexej (Michael Gambon) auf ihn zukommt. In St. Petersburg berichtet er ihm von einer Bedrohung durch eine biochemische Waffe genannt „Der rote Tod“, die aus einem geheimen Labor gestohlen wurde und nun meistbietend verkauft werden soll. Die zu Zeiten der Sowjetunion entwickelte Waffe hat das Potential jegliches Leben auszulöschen. Nun liegt es an Harry zu verhindern, dass sie in die falschen Hände gelangt ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment / Epix
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)

DVD und Blu-ray | Harry Palmer - Der rote Tod

DVD
Harry Palmer - Der rote Tod Harry Palmer - Der rote Tod
DVD Start:
24.02.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 93 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Harry Palmer - Der rote Tod

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 5/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 5/10


Mit einer Rückkehr des charmanten britischen Top-Spions Harry Palmer hatte in den 90er Jahren wohl niemand mehr ernsthaft gerechnet. Vermutlich nicht einmal Hauptdarsteller Micheal Caine selbst. Doch im selben Jahr, in dem James Bond mit „Goldeneye“ fulminant auf die Kinoleinwände zurückkehrte, erreichten gleich zwei neue Palmer-Filme das Licht der Öffentlichkeit. Während die alten Filme der Reihe, von denen einer u.a. von „Goldfinger“ – Regisseur Guy Hamilton seinerzeit inszeniert worden war, trotz thematischer Parallelen noch als realistische Antithese zum inzwischen arg überzogenen Spionagespektakel des Bondfranchises fungierten und stets den kalten Krieg als spannendes Handlungselement zu nutzen wussten, sahen sich die Drehbuchautoren der beiden Nachzügler „Der rote Tod“ und „Herren der Apokalypse“ nun also mit einem großen Problem konfrontiert. Wie sollte man dem gealterten Helden nach dem Ende des kalten Krieges noch zu inhaltlicher Relevanz verhelfen, ohne dabei auf Action setzen zu können wie sie beispielsweise das Bondfranchise in jener Zeit zum obersten Gestaltungsprinzip erhob. Eine richtige Lösung haben die Verantwortlichen leider nicht gefunden und so klammern sich die beiden 90er Jahre Palmer-Filme krampfhaft an einen vergangenen Krieg und können lediglich durch die nach wie vor interessante Hauptfigur halbwegs überzeugen. Anders als die drei Vorgängerfilme basieren die Nachzügler leider auch nicht mehr auf einer literarischen Vorlage von Krimiautor Len Deighton.

Der britische Geheimdienst braucht seinen ehemaligen Topagenten Harry Palmer (Michael Caine) nach dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr und so verliert der inzwischen deutlich gealterte Spion seinen Job. Palmer muss sich fortan mit zwielichtigen Aufträgen über Wasser halten, bis ihn schließlich der russische Geschäftsmann Alexej (Michael Cambon) aus dieser Tätigkeit befreit. Er berichtet ihm in St. Petersburg von einer schrecklichen Bedrohung: Aus einem geheimen Labor wurde die biochemischen Waffe „Der rote Tod“ gestohlen, die noch aus der Zeit der Sowjetunion stammt und mit deren Hilfe unzählige Menschenleben auf einen Schlag ausgelöscht werden könnten. Harry Palmer kann und muss nun endlich wieder seinen alten Beruf ausüben…

Bei „Der rote Tod“ handelt es sich wie beim Sequel „Herren der Apokalypse“, welches direkt im Anschluss gedreht wurde, um eine TV-Produktion, was man dem Streifen auch in vielerlei Hinsicht anmerkt. Das Tempo ist eher gemächlich, die Schauwerte halten sich in Grenzen und das Drehbuch lässt spürbar den Feinschliff der Vorgängerfilme vermissen. So schleppt sich die Handlung leider etwas ereignislos vor sich hin, bis der Film in der zweiten Hälfte dann endlich etwas an Fahrt aufnimmt und stellenweise den Geist der 60er Jahre Abenteuer wieder aufleben lässt. Dennoch hat man als Zuschauer stets das Gefühl, dass der Film eigentlich relativ überflüssig ist, da man in der Vergangenheit alles schon einmal deutlich besser und authentischer sehen konnte. Einzig und allein Michael Caine vermag es, den Film für Fans interessant zu machen, da er den gealterten Spion mit gewohnt feinem Gespür für schauspielerische Nuancen und jeder Menge Charme zum Leben erweckt. Eigentlich schade, da Caine hiermit eigentlich beweist, dass weitere gute Palmer-Filme durchaus möglich gewesen wären, wenn sich jemand um ein ordentliches Drehbuch bemüht hätte. Aber so bleibt es leider lediglich bei nostalgischer Durchschnittsware, die zwar mit einem hervorragenden Hauptdarsteller punkten, aber als Gesamtwerk nicht so recht überzeugen kann. Schade.

Leider macht die DVD in technischer Hinsicht eine bestenfalls durchschnittliche Figur, da die Bildqualität relativ unscharf und schwammig daher kommt. Der Film wird zudem im 4:3 Format präsentiert. Die Tonqualität geht bei der deutschen Sprachfassung vollkommen in Ordnung, enttäuscht aber beim O-Ton. Hier klingt alles ein wenig leiser und unklarer. Auf Bonusmaterial wurde leider verzichtet.

Fazit:
Die beiden Harry Palmer – Nachzügler „Der rote Tod“ und „Herren der Apokalypse“ werden dem großen Namen leider kaum gerecht, da sie lediglich durchschnittliche Spionagegeschichten zu bieten haben, die ohne den grandiosen Michael Caine wohl vollends an Relevanz verlieren würden. Die Filme sind daher allenfalls für Fans und Komplettisten einen Blick wert.

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by Jonas Hoppe
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment / Epix