Happy Happy - DVD

DVD Start: 23.10.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 85 min

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Inhalt

Die Optimistin Kaja führt auf dem norwegischen Land ein monotones Familienleben als Hausfrau und Mutter. Das soll sich jedoch ändern, als die neuen Nachbarn einziehen. Als perfektes Ehepaar sind Elisabeth und Sigve erfolgreich, witzig, verliebt und Eltern eines adoptierten Kindes aus Äthiopien. Sie sind somitalles, wonach sich Kaja schon immer gesehnt hat. Als sich Kaja und der attraktive neue Nachbar bei einem Abendessen näher kommen, scheint ihr Wunsch in Erfüllung zu gehen. Zum ersten Mal in ihrem Leben ist sie wirklich glücklich. Jedoch hat sie die Rechnung ohne Elisabeth und ihren eigenen Ehemann Eirik gemacht.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Norwegisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Französisch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Happy Happy

DVD
Happy Happy Happy Happy
DVD Start:
23.10.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Happy Happy

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Kaja (Agnes Kittelsen; spielt mit niedlich-naivem „Die zauberhafte Welt der Amélie“-Charme) ist nicht glücklich. Einerseits zwar optimistisch durch das Leben schreitend, sich andererseits aber ständig kleinredend, wartet sie darauf, dass ihr Ehemann (Beängstigend abwesend: Joachim Rafaelsen) sich mal wieder mehr mit ihr, als mit seinem Hobby, der Jagd, beschäftigt. Zusätzlich kapselt ihr Sohn sich ab und scheint ihr die Schuld, am merklichen Verfall der Ehe seiner Eltern zu geben. Eines Tages zieht ein junges Ehepaar, mit nigerianischem Adoptivsohn, in das Haus gegenüber. Sigve (Henrik Rafaelsen) und Elisabeth (Maibritt Saerens) sind jung, attraktiv, erfolgreich und scheinen eine innige Musterehe zu führen, inklusive herausragender Harmonie beim Scharadespiel und dem gemeinsamen Singen im Kirchenchor. Sie repräsentieren all das, was Kaja fehlt und was sie sich für ihre Ehe wünscht. Doch der Schein trügt und die Fassade beginnt zu bröckeln.

„Happy Happy“ schwankt permanent zwischen leicht skurriler, typisch skandinavischer Komödie und intimem Beziehungsdrama. Das tut es allerdings auf sehr homogene Weise. Zwar sind die Handlungen der einzelnen Personen nicht immer 100%ig nachvollziehbar, aber genau das macht die jeweiligen Figuren so authentisch. Denn gerade in solchen „emotionalen Extremsituationen“, die sich in „Happy Happy“ zu Hauf ergeben, handelt kaum ein Mensch mehr rational. Und so ist es gleichermaßen unterhaltsam wie frustrierend, mit anzuschauen, wie zwei Beziehungen zu zerbrechen drohen und keiner der Beteiligten einen vernünftigen zu reagieren scheint, um dem entgegenzuwirken. Garniert wir das Ganze mit A-Capella-Country-Einlagen einer fiktiven, die jeweiligen Kapiteln musikalisch ankündigenden Band, bei der man nie recht weiß, ob sie das Geschehen nun auflockern oder doch eher die aufkommende Dramatik stören.

So ist in „Happy Happy“ eigentlich niemand glücklich. Angefangen bei sexueller Frustration und Verwirrung, über grundlegende Vertrauensprobleme bis hin zur extremen Ich-Bezogenheit, die bspw. auch dazu führt, dass die Kinder unbemerkt und auf überaus fragwürdige Art „Meister und Sklave“ spielen und so offenbar die Vernachlässigung und von den Eltern übertragene Minderwertigkeitskomplexe, sowie die fehlende Aufklärungsarbeit, zu kompensieren versuchen. So symbolisch diese und andere Passagen aber auch sein mögen, so verzichtbar sind sie auch. Denn „Happy Happy“ könnte sich ohne die Rassismus-Intermezzi wohl deutlich dynamischer präsentieren. Generell scheint es so, als hätte man nicht das komplette Potential der Geschichte ausschöpfen können. An manchen Stellen fehlt der emotionale Zugang zu den Figuren, obwohl die Schauspieler ihre Sache durch die Bank gut machen, was durch den leicht gehetzt wirkenden Erzählstil verursacht wird. Dieser garantiert zwar eine erfrischende Kurzweiligkeit, geht aber, wie gesagt, auf Kosten der Charakterentwicklung.

Dennoch: „Happy Happy“ ist ein gemütlicher Film, mit leisem Humor, der zwar nicht immer perfekt ist, aber auf einfühlsame Weise schonungslos von den eigentlich völlig unterschiedlichen, aber im Endeffekt dann doch sehr ähnlichen Eheproblemen zweier, benachbarter Familien erzählt. Leider ohne zusätzliche Extras ausgestattet, abgesehen von dem obligatorischen Trailer. Auch hätte man sich für die mitunter wunderschönen Landschaftsaufnahmen ein qualitativ hochwertigeres Bild gewünscht. Dafür überzeugt der Ton zu jeder Zeit, sowohl bei den zahlreichen musikalischen Beiträgen, als auch während der sonstigen Handlung.

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by Lukas Lohmer
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment