Halo 4: Forward Unto Dawn - DVD

DVD Start: 31.05.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 90 min

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Inhalt

Seit Generationen haben die Menschen unter der Führung des United Nations Space Command fremde Planeten besiedelt. Doch Aufständische haben einen Bürgerkrieg entfacht, der die gesamte Galaxie erfasst hat. Kadett Thomas Lasky und die jungen Studenten der Corbulo Militärakademie trainieren, um diesen Krieg für immer zu beenden.

Als die Akademie das Ziel eines verheerenden Angriffs von Außerirdischen wird, müssen die Kadetten an der Seite eines mysteriösen Verbündeten, einem bewaffneten Supersoldaten, der nur als der Master Chief bekannt ist, um ihr Überleben und das Überleben der gesamten Menschheit kämpfen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Polyband
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Halo 4: Forward Unto Dawn

DVD
Halo 4: Forward Unto Dawn Halo 4: Forward Unto Dawn
DVD Start:
31.05.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Halo 4: Forward Unto Dawn Halo 4: Forward Unto Dawn
Blu-ray Start:
31.05.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.
Halo 4: Forward Unto Dawn (Steelbook) Halo 4: Forward Unto Dawn (Steelbook)
Blu-ray Start:
31.05.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

DVD Kritik - Halo 4: Forward Unto Dawn

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 0/10
Ton: | 0/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 7/10


Kriegsspiele - „Halo“ ist mittlerweile ein großer Franchise geworden. Der Erfolg der Videospielreihe zog nicht nur einige Romane mit sich, sondern auch Comics und einige Graphic Novels. Da wundert es doch keinen mehr, dass nun auch ein Film dazu existiert. Einzig verwunderlich daran ist, dass es so lange gedauert hat, da ja mittlerweile sogar Spielzeug mit Spielfilmen wie „Transformers“, „Battleship“ und „G.I. Joe“ aufgepeppt worden ist. Natürlich können Videospielverfilmungen einiges aufwendiger sein, da ja immerhin die Konsolen schon die Optik des Filmes vorgeben. Die Spieler wollen schließlich das auf der Leinwand sehen, was zuvor nur auf dem Monitor existierte. Das wird dann nicht unbedingt billig. Was den späten Start erklären könnte. Da ist es immerhin viel versprechend, dass Microsoft selber den Film produziert hat. Und die weltweit über 50 Millionen verkaufte Spiele lassen natürlich auf einen ebenso hohen Zuschauerstrom hoffen. Dabei ist der Film „Halo 4“ eng verknüpft mit den Spielen. Natürlich nicht nur was den Namen und den Inhalt betrifft. Sondern der Film erzählt die Vorgeschichte zum neuesten Teil der Videospielreihe, der 2012 in den Handel kam. Der Film ist also ein Prequel, aber man muss die Spiele nicht kennen, um den Film zu sehen und ein kurzweiliges Vergnügen zu haben. Die Darsteller sind zwar nicht gerade bekannt, aber immerhin sind hinter den Kulissen Akteure tätig, deren Namen man zwar nicht unbedingt kennt, die aber doch sehenswertes zustande bekommen haben. Da wären etwa die Drehbuchautoren Todd Helbing und Aaron Helbing, die schon „Smallville“ und „Spartacus“ schrieben und der Regisseur Stewart Hendler hatte mit „Sorority Row“ einen gelungenen Horrorfilm inszeniert. Und die Effektschmiede und Kostümbildner waren für Filme wie „Avatar“, „Tribute von Panem“ und „The Pacific“ verantwortlich. Anhand der genannten Namen und den Filmen kann man schon eine Tendenz vermuten, nämlich dass es hier vorrangig um die Optik geht. Und damit hat man Recht. Zumindest ist die rudimentäre Handlung schnell erzählt. Was sich übrigens wieder an Spiele annähert, da es ja auch dort weniger auf die Handlung, sondern um die Aktion des Spielers geht. Was in einem Film natürlich wegfällt, so dass dürftige Handlungen hier fast immer zum Nachteil gereichen. Erzählt wird die Geschichte des Kadetten Thomas Lasky der an der Militärakademie des United Nations Space Command den Job lernt. Allerdings hat er so seine Zweifel am Militärleben und mit seiner Gesundheit steht es auch nicht gerade zum Besten. So gut wie jeder Film, der so beginnt, droht reaktionär zu werden, indem er eine äußere Bedrohung schafft und der gebrechliche Anti-Held erst durch den Kampf zum Mann und dann zum Helden wird. Das ist reaktionär und militaristisch und genauso geht es hier vonstatten. Bevor Lasky eventuell die Armee verlassen wird, kommen die Aliens und greifen die Akademie an. Wie fies und wie zeitlich passend. Nun müssen sich die Kadetten beweisen, wobei sie hilfreiche Unterstützung eines Supersoldaten bekommen. Man sieht hier zwar den ersten Kontakt zu Freund und Feind, was die Reihe auch dem Uneingeweihten eröffnet, aber dass der ganze Militarismus, ähnlich wie „Battleship“, gänzlich ohne Ironie daherkommt, ist sehr bedauerlich. Phasenweise wird man an den satirischen „Starship Troopers“ erinnert, aber „Halo 4“ kann das kritische Potential nie entfalten. Stattdessen liegt der Fokus auf die bedenkliche Mannwerdung und die Überwindung des Persönlichen, um der Gemeinschaft zu dienen. Das ist manchmal bedenklich, rutscht aber niemals in das Ideologische ab, da es ja Science-Fiction ist, die immer auch als Warnung herhalten kann. Immerhin ist der Film optisch sehr beeindruckend und die Action ist sehr gut. Es dauert zwar ein bisschen, aber so kommen einem die Figuren doch etwas näher und es gelingen einige sehr spannende Szenen wie etwa in der Waffenkammer mit dem unsichtbaren Gegner. So gibt es direkte Zitate aus den Spielen und die dürftige Story dürfte Fans nicht stören. Immerhin vermeidet der Film den Eindruck, dass es nur ein aufgeplustertes Spiel wäre und man beim Ansehen vergebens die Steuerung sucht.

Da es sich hier um eine Vorabpressung handelt, die der Rezension zugrunde liegt, kann nichts über die technische Ausstattung und die Extras gesagt werden. Extras sind jedenfalls keine vorhanden, aber obwohl „nur“ ein Screener vorlag sind das Bild und der Ton schon sehr gut, so dass man sich auf die fertige Pressung freuen kann.

Fans der Spielereihe und Freunde des Sci-Fi-Action-Kinos können unbesorgt zugreifen. Der Geist der Vorlage und die Optik sind sehr gelungen, wenngleich die Story nicht nur dürftig ist, sondern auch aufgrund des Militarismus bedenklich. Dennoch eine angenehme Unterhaltung.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © WVG Medien / Polyband