Halloween - Left for Dead - DVD

DVD Start: 16.10.2009
FSK: ab 18 - Laufzeit: 78 min

Halloween - Left for Dead DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Drogen, Sex und wilde Partys – jedes Jahr zu Halloween werfen die Studenten einer kanadischen Kleinstadt sämtliche Hemmungen über Bord. Doch dieses Mal kommt ein ungebetener Gast zu Besuch. Er trägt eine Halloween-Maske und dezimiert die Vergnügungssüchtigen mit einer Machete. Tommy beobachtet den Mord an seinem Freund Freddy, doch weder Polizei noch Freunde schenken ihm Glauben. Und auch die Leiche ist verschwunden. Was geht hier vor sich? Tommy hegt einen schrecklichen Verdacht und ein äußerst blutiges Spektakel nimmt seinen Anfang...

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DVD Details

Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Halloween - Left for Dead

DVD
Halloween - Left for Dead Halloween - Left for Dead
DVD Start:
16.10.2009
FSK: 18 - Laufzeit: 78 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Halloween - Left for Dead

„Left for Dead“, der nur durch den Titelzusatz „Halloween“ in Deutschland vermarktet wird und mit der Kult-Reihe um den ikonischen Killer Michael Myers nicht das geringste zu tun hat. Leider verweisen der verfälschte Titel und das Cover-Motiv so eindeutig auf den Klassiker von John Carpenter hin, das der Zuschauer nur ein flachbrüstiges Pendant erwarten darf.

Dies ist mitnichten der Fall, denn auch wenn „Left for Dead“ kein Genre-Knaller ist, eine „Halloween“-Kopie ist er mit Sicherheit nicht. Schon die Maske des Killers sieht im Fall anders aus als auf dem Cover und auch die Story orientiert sich wenig bis überhaupt nicht an Carpenters Kultfilm. Vielmehr wildert sich das Drehbuch quer durch das Slasher-Genre der 80er und plagiiert in weiten Zügen den Teenie-Hit „Ich weiss was du letzten Sommer getan hast“. Nur spielt das Ganze eben noch an Halloween, was der Chose erwartungsgemäß aber kaum Originalität zufügen kann.

Regie-Debütant Christopher Harrison, der auch für das Skript verantwortlich zeichnet, zeigt sich offen als begeisterter Slasher-Fan und so hält er mit seinen unzähligen Verweisen und Insider-Jokes nicht hinterm Berg. „Left for Dead“ spielt offen mit postmodernen Bezügen und hinlänglich bekannten Genremustern, allerdings fehlt den ironischen Spitzen das rechte Timing. Alles Defizite, die einerseits mit mangelnder Erfahrung und andererseits mit niedrigem Budget erklärt werden können. Ob Harrison als Autor und Regisseur für weitere Produktionen interessant sein wird, kann an dieser Stelle also kaum beurteilt werden. Ein großer Film-Fan scheint er zu sein, doch das reicht bei weitem nicht, um selbst eigenständige Werke zu schaffen.

Dramaturgisch wie darstellerisch unbeholfen, wirkt das Gesamtwerk unterm Strich wie ein aufgeblasener Fanfilm und innerhalb dieses Rahmens kann es sogar überzeugen. Da nimmt man dann auch die katastrophale Ausleuchtung hin, die etliche Details in der Dunkelheit verschwinden lässt und kaum auf professionellem Niveau anzusiedeln ist. Gleiches gilt auch für die Make-Up-Effekte, die zwar durchaus blutig und zahlreich ausgefallen sind, in ihrer Ausführung aber zu wünschen übrig lassen. Mit nackter Haut wird gegeizt, auch wenn einige obligatorische Nacktszenen enthalten sind.

Aufgrund der ungeschickten Kameraführung und den plump gesetzten Schnitten verpuffen die wenigen Schockeffekte wirkungslos, eine gewisse atmosphärische Dichte lässt sich dem Film aber kaum absprechen. Um diese wahrnehmen zu können, muss man sich aber auch auf Einzelheiten konzentrieren, denn insgesamt birgt „Left for Dead“ mehr unfreiwillig komische als wirklich spannende Momente. Die moralische Dimension lässt das ganz auf Old School Unterhaltung getrimmte Drehbuch unerforscht und psychologische Allgemeinplätze müssen wieder mal ausreichen.

Die von Fans so geschätzte Kreativität, mit der die Morde fantasievoll ausgestaltet werden sollen, weist „Left for Dead“ kaum auf, hier wird konventionell gestorben. Die partyhungrigen Figuren bleiben allesamt blass und austauschbar und auch der eigentliche Held, der Killer, ist nicht wirklich als erinnerungswürdig zu bezeichnen. Nach einem behäbigen und eher langatmigen Beginn gewinnt der Film aber überraschend an Fahrt und Schwung und schafft es, über die knapp bemessene Laufzeit von nicht einmal 80 Minuten einen soliden Unterhaltungswert zu entwickeln.

Die DVD aus dem Hause Artgore präsentiert den Film ungeschnitten und wahrscheinlich in bestmöglicher Bildqualität, was aber aufgrund der oben angesprochenen Defizite nicht zu hohe Erwartungen wecken sollte. Der Ton klingt sauber und störungsfrei, auf Bonusmaterial muss (mit Ausnahme des Original-Trailers und einer Vorschau auf kommende Veröffentlichungen) verzichtet werden.

by Marco Siedelmann
Bilder © Sunfilm