Halloween - Die Nacht des Grauens - DVD

DVD Start: 16.02.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 87 min

Halloween - Die Nacht des Grauens DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Haddonfield, Illinois, 1963. Am Morgen nach Halloween wandert der gerade einmal sechsjährige Michael Myers in Sicherheitsverwahrung ins Smith's Grove-Warren County Sanitarium, nachdem er seine große Schwester grausam mit einem Küchenmesser ermordet hat. 15 Jahre später gelingt Michael der Ausbruch. Dr. Sam Loomis, der Michael psychiatrisch betreut hat, vermutet dessen Rückkehr an den Tatort, fährt sofort nach Haddonfield und warnt Sheriff Leigh Brackett … doch die drei hübschen Babysitterinnen Laurie, Annie und Lynda ahnen nicht, was ihnen in der bevorstehenden Halloweennacht blühen wird.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Audiokommentar mit Regisseur John Carpenter, Jamie Lee Curtis und Debra Hill
- Halloween-Interviews
- An den Original-Schauplätzen: 25 Jahre später
- Die "Heiligen Stätten" des Horrorgenres
- Spots & Trailer

DVD und Blu-ray | Halloween - Die Nacht des Grauens

DVD
Halloween - Die Nacht des Grauens Halloween - Die Nacht des Grauens
DVD Start:
16.02.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 87 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Halloween - Die Nacht des Grauens Halloween - Die Nacht des Grauens
Blu-ray Start:
16.02.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

DVD Kritik - Halloween - Die Nacht des Grauens

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 9/10


Klassiker des Messers
Anlässlich der DVD-Veröffentlichung des neuen Filmes von John Carpenter, „The Ward“, kommt nun auch wieder sein Meisterwerk „Halloween“ als DVD und Blu-ray auf den Markt. „Halloween“ ist nicht nur der beste Film von John Carpenter und festigte völlig zu Recht seinen Ruf als Großmeister des Horrors. Und das, obwohl er mit vielen nachfolgenden Filmen nicht mehr an diese Qualität anknüpfen konnte und jahrelang in der Versenkung abtauchte. Aber „Halloween“ war nicht nur wegweisend und mit „Freitag der 13.“ der Geburtsfilm des Slashergenres, sondern ist auch einer der besten Horrorfilme aller Zeiten. Carpenter versteht es meisterhaft auf der Klaviatur des Grauens zu spielen. Hier geht alles eine Einheit ein. Die Bedrohung durch den Schlitzer Michael Myers ist durch die berühmt-berüchtigte Einstiegsszene (komplett in der subjektiven Perspektive gefilmt) für den Rest des Filmes gefestigt und die Maske tut ihr Übriges dazu. Übrigens ist die Maske eine Nachbildung des Gesichtes von William Shatner, besser bekannt als Captain Kirk vom Raumschiff Enterprise aus „Star Trek“, nur etwas angemalt. Der Ton kündigt den Mörder an. Ein Jugendlicher ist in der Küche eines Hauses auf der Suche nach etwas zu essen. Kurz sieht man am Bildrand den Mörder in der Tür stehen, da aber die Kamera dem Jungen folgt, gerät der Bildausschnitt aus dem Blickfeld. Als die Kamera zurückschwenkt, ist Michael Myers weg. Zu diesem Zeitpunkt nutzt Carpenter keinerlei Musik (die im Übrigen fantastisch ist und von ihm selber kopiert worden war) und der Zuschauer ist gespannt genug, wann Michael wieder auftauchen wird. Da keine Musik den Zuschauer in Beschlag nimmt, so kann man den Ton genauer hören und hört den Atem von Michael schon lange bevor man ihn sieht. Das schürt die Spannung und steigert das Tempo ohne rasante Schnitte. Die nutzt Carpenter im Übrigen weniger, sondern begnügt sich viel mit langen Einstellungen und spielt wie im obigen Beispiel mit den Bildausschnitten. Vieles spielt sich im Hintergrund ab, unsichtbar für die Figuren, aber sichtbar für die Zuschauer. Etwa wenn der Bösewicht mythisch überhöht wird und der scheinbar Besiegte aufsteht und sich der Heldin Jamie Lee Curtis nähert. Der Zuschauer kann das sehen und ruft unwillkürlich der Heldin zu: „Dreh Dich um! Er kommt auf Dich zu“. Die brutalen Morde sind eindrucksvoll und weniger blutig, als sie dann schon in der Fortsetzung des Filmes waren. Dennoch haben sie eine große Wucht, da sie sehr realistisch inszeniert sind und auch mit recht wenigen Schnitten auskommen. Der Mord am Telefon etwa hat nur einige Gegenschnitte zu der Gesprächspartnerin, während der Mord an sich eine einzige lange Einstellung ausmacht. Viele Schnitte steigern also nicht zwangsläufig das Tempo und die Spannung, sondern wirken oft nur hektisch. Carpenters Film und dessen Folgen sind schon so oft besprochen worden und „Halloween“ gehört zu dem Kanon des Horrorfilmes ohne den auch kein Buch oder keine Studie zu dem Genre auskommt und so ist dieses Meisterwerk natürlich ein absoluter Pflichtkauf.

Bei solch einem Film ist man dann natürlich sehr neugierig auf die technische Ausstattung und auf die Extras. Und hier kommt eine herbe Enttäuschung. Am Ton und am Bild ist nichts auszusetzen. Man merkt dem Film zwar aufgrund der recht blassen Farben die Entstehungszeit (Ende der 1970er) an, aber das Bild ist scharf und der Ton sehr gelungen. Allein die Extras für ein solches Meisterwerk enttäuschen auf der ganzen Linie. Der Audiokommentar verspricht viel: Regisseur John Carpenter, Produzentin Debra Hill und Hauptdarstellerin Jamie Lee Curtis! Doch zum einen sind die Kommentare offenbar separat aufgenommen worden, so dass sich keine befruchtende Diskussion zwischen den Beteiligten entwickeln kann und zum anderen ist John Carpenter sehr maulfaul und beschreibt oft nur das, was eh gerade zu sehen ist. Da hätte man schon etwas mehr erwarten können. Hill und Curtis hingegen können gerade in den Details trumpfen. Die Interviews sind kleine Gesprächsschnipsel die bei unterschiedlichen Gelegenheiten der unterschiedlichsten Beteiligten aufgenommen wurden. Das ist zwar interessant, oft aber schon nach ein oder zwei Minuten vorbei. Dann gibt es sage und schreibe gleich zwei Specials über die Drehorte damals und wie sie heute aussehen. Das hat zwar manchmal recht interessante Aspekte, wenn etwa die Produzentin die Wahl der Drehorte begründet. Aber ist es wirklich notwendig zu wissen, dass heute in dem „Myers-Haus“ Büros sind und diese Treppe von dem Mörder langsam begangen worden ist? Diverse Spots und Trailer runden das ganze ab und hinterlassen einen stark enttäuschenden Eindruck. Wie gut, dass man wenigstens den Film an sich hat.

Ein Meisterwerk des Genres und sogar einer der besten Horrorfilme aller Zeiten. Selbst Carpenter selber konnte diese Qualität später kaum mehr erreichen. Ist der Film schon ein Muss, nicht nur für Genrefans, so enttäuschen leider die Extras auf der ganzen Linie.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Concorde Home Entertainment