Hänsel und Gretel: Hexenjäger - DVD

DVD Start: 22.08.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 85 min

Hänsel und Gretel: Hexenjäger DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

„Hänsel und Gretel sind zum Kampf bereit, jetzt wird es blutig - Hexen, seid gefeit!" Jahre nach den Ereignissen im Pfefferkuchenhaus ist das Geschwisterpaar nur von einem Gedanken besessen: Rache an allen Hexen - zielsicher und gnadenlos! Berühmt für ihr besonderes Geschick beim Auffinden und Vernichten ihrer Beute, ziehen Hänsel (Jeremy Renner) und Gretel (Gemma Arterton) als berüchtigte Hexenjäger durch die Welt. Als eines Tages die grausame Hexe Muriel (Famke Janssen) etliche Kinder entführt, um sie beim nächsten „Blutmond" zu opfern, werden die Geschwister zu Hilfe gerufen. Die beiden haben allerdings nicht mit den brutalen Machenschaften von Sheriff Berringer (Peter Stormare) gerechnet, der ganz eigene Pläne verfolgt. Und als wäre der Wald nicht schon finster genug, gerät auch noch Gretel in die Fänge der blutrünstigen Hexen und eine barbarische Jagd beginnt. Doch das rachsüchtige Geschwisterpaar kann im düsteren Märchenland so schnell keiner stoppen...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Italienisch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Die verhexten Stunden

DVD und Blu-ray | Hänsel und Gretel: Hexenjäger

DVD
Hänsel und Gretel: Hexenjäger Hänsel und Gretel: Hexenjäger
DVD Start:
22.08.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
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FSK: 16 - Laufzeit: 98 min.

DVD Kritik - Hänsel und Gretel: Hexenjäger

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Märchenhafte Action - Die Grundidee ist einfach, aber sehr bestechend. Im Grunde denkt „Hänsel und Gretel Hexenjäger“ das bekannte Märchen einfach weiter. Was wurde bloß aus den zwei Geschwistern, nachdem sie die Hexe besiegt hatten? So ist eigentlich logisch, dass die beiden traumatisierten Kinder einen Hass auf alle Hexen hegen und folglich zu Hexenjägern werden. Logisch muss die Idee nicht sein, denn eine solch emanzipierte und selbstbewusste Frauenfigur wie Gretel wäre in der historischen Epoche in der Form nicht möglich gewesen, aber wir befinden uns ja schließlich in einem Märchen und da kann man über solcherart Ungereimtheiten äußerst großzügig hinweg sehen. Und die Macher trauen sich was. Nicht nur wird das eigentliche Märchen in circa fünf Minuten schnell abgehakt und der Werdegang dann in einem zeichentrickartigen Vorspann schnell durchlaufen, sondern der Film ist auch sehr blutig ausgefallen. Was eigentlich in der Tradition der alten Märchen liegt. Wenn man die alten Fassungen, nicht nur der Gebrüder Grimm, sondern auch die von Charles Perrault, liest, so stellt man fest, dass die Märchen im Grunde ihres Wesens sehr brutal sind und die sexuellen Aspekte nur sehr notdürftig kaschiert werden. Die haben nichts von solch puritanisch, familienfreundlich weichgespülten Märchenversionen eines Walt Disney. So ist diese Schlachtplatte von „Hänsel und Gretel Hexenjäger“ ungewohnt, aber schon fast folgerichtig. Und die Gewalt geht durchaus in den Bereich des Splatter, wenn dann die Köpfe durch die Luft fliegen und Körper explodieren. Das einzige was man diesem Actionfeuerwerk negativ nachsagen kann, ist die schematische Abfolge der Handlung. Man könnte meinen, dass das Drehbuch frisch aus einem Workshop stammt, wie man ein Drehbuch schreibt. Zwar werden Archetypen vermieden, aber der eigentliche Handlungsverlauf ist dermaßen routiniert und bekannt, das die vermeintlich großen Wendungen gegen Ende alles andere als überraschend sind, da der versierte Zuschauer, so etwas schon hunderte Male gesehen hat. Aber diese Mixtur aus „Van Helsing“ und „Brothers Grimm“ will nichts neu erfinden, sondern einfach nur gute Unterhaltung bieten. Und das schafft sie. Angesichts des Tempos und der Action nimmt man alle etwaigen Drehbuchschwächen gerne in Kauf. Die Effekte sind gelungen, die Action dynamisch und die Helden sind beileibe nicht übermäßig stark, sondern haben mit jedem Gegner ihre liebe Müh und Not, so das auch hier noch Spannung herrscht. Jeremy Renner und Gemma Arterton ergänzen sich hervorragend und spielen voller Lust auf. Was insbesondere auf Famke Janssen zielt, die sichtlich an ihrer Rolle Spaß hat und richtig aus sich raus geht. Janssen ist eine sehr gute Darstellerin, hier sei für Fans insbesondere „Octalus“ erwähnt, ein B-Filmchen, der dennoch einige sehr denkwürdige Momente enthält. Leider verheizt sich Famke Janssen eher in B-Movies, da sie in der ersten Liga, wenn überhaupt, nur Nebenrollen bekommt, was äußerst bedauerlich ist. Da hatte man nach ihrem Auftritt in „James Bond 007 – Goldeneye“ mehr erhofft. Was aber noch der größte Pluspunkt des Filmes ist, ist die Liebe zum Detail. Zwar bezieht sich das nicht auf die historische Korrektheit, aber auf die vielen kleinen Gimmicks. So ist Hänsel etwa nach seinem Aufenthalt in dem Zuckerbäckerhexenhaus zuckerkrank und braucht regelmäßig Insulin. Allein schon die einzelnen Masken beim Hexensabbat zeugen von so viel Phantasie wie sie viele andere vergleichbare Projekte nie aufbringen. Da hätte man gerne mehr gesehen. Letztlich macht diese Effekt-Action-Orgie richtig viel Spaß und dann nimmt man auch einige nicht ganz logische Szenenabfolgen in Kauf.

Der Ton und das Bild sind sehr gut und können in jeder Hinsicht punkten. Das Making Of ist, selten genug, mal nicht eine reine Werbeveranstaltung, sondern wirklich interessant und es wird viel auf die Maske und das Make-Up eingegangen. Die Tricks an sich werden zwar nicht erläutert, aber in einigen Sequenzen kann man dennoch erkennen, wie sie hergestellt worden sind. Da ist es bedauerlich, dass es nicht noch mehr an Extras gibt.

Ein großer Spaß. Action, viel Blut, viel Liebe zum Detail und gute Darsteller bereiten ein großes Vergnügen. Da nimmt man den schematisch ablaufenden Handlungsverlauf und einige unlogische Sprünge gerne in Kauf.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Paramount Home Entertainment