Haeckel's Tale - Orgie der Untoten (Black Edition) - DVD

DVD Start: 28.10.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 58 min

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Inhalt

Der junge Medizinstudent Ernst Haeckel (Derek Cecil) hat schon seit längerer Zeit den Traum, verstorbene Menschen zum Leben zu erwecken. Seine Experimente führten bislang jedoch zu keinem Erfolg. Als er in der Wildnis von New England in einer abgelegenen Hütte Schutz sucht, bekommt er eine ausdrückliche Anweisung des Gastgebers: Ganz egal, was er hört, er darf auf keinen Fall die Hütte verlassen. Trotz der Warnung wohnt Haeckel schließlich einer Demonstration des Nekromanten Montesquino (Jon Polito) bei, der einen verstorbenen Hund zum Leben erweckt. Schockiert muß der Student feststellen, dass er sich bereits inmitten einer Orgie von Untoten befindet ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: WVG Medien / Splendid
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews, Making-of, Specials

Video on demand - Haeckels Tale

DVD und Blu-ray | Haeckel's Tale - Orgie der Untoten (Black Edition)

DVD
Haeckel's Tale - Orgie der Untoten (Black Edition) Haeckel's Tale - Orgie der Untoten (Black Edition)
DVD Start:
28.10.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 58 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Haeckel's Tale - Orgie der Untoten (Black Edition) Haeckel's Tale - Orgie der Untoten (Black Edition)
Blu-ray Start:
28.10.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 60 min.

DVD Kritik - Haeckel's Tale - Orgie der Untoten (Black Edition)

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 9/10


Frankenstein und Zombies
Die Reihe „Masters of Horror“ ist jetzt schon eine Legende. In der Neuauflage der legendären „Tales from the Crypt“ konnten schon in den Kurzfilmen Mitte der Neunziger namhafte Schauspieler und Regisseure zusammengetrommelt werden, die in TV-Episoden ihr Garn spannten. Später gab es dann auch Spielfilme als eine Art Ableger wie etwa „Ritter der Dämonen“ oder „Bordello of Blood“. Nach einiger Zeit, in der man zumindest in Deutschland recht wenig von der Reihe mitbekam, gab es wieder DVD-Veröffentlichungen, die meist zwei kurze Filme beinhalteten und wirklich von Meistern des Genres geschaffen wurden wie etwa von Dario Argento. In der Reihe Black Edition werden nun einige Filme wieder einzeln veröffentlicht (und manche das erste Mal) und zwar ungeschnitten und mit vielen Extras versehen, was bei anderen vorherigen Veröffentlichungen manchmal schmerzlich vermisst worden ist. „Haeckel`s Tale“ passt gut zu der kompromisslosen Filmreihe, die mutig genug für das Fernsehen ist, da sie auf einer Kurzgeschichte eines der besten und kompromisslosesten Horrorautoren überhaupt zurückgeht: Clive Barker. In dieser Erzählung bzw. Film werden klassische Elemente mit Splatter verbunden. Es kommen zwar alle beliebten Zutaten des Gothic Horror vor, wie etwa Friedhöfe im Sturm, dunkle kalte Gemäuer, Wissenschaft und Aberglaube, aber auch relativ moderne Elemente wie Splatter und Zombies. Der gegen Ende auftretende leichte Humor ist grimmig und nicht zum lauten Lachen geeignet. Zudem kommt hier ein großes gesellschaftliches Tabu zur Sprache. Welches, kann hier nicht verraten werden, da es nun mal der Sinn einer Kurzgeschichte und eines Kurzfilmes ist, in einem Höhepunkt zu enden. Und dieses Tabu ist derjenige. Interessant ist nicht nur, wie viele Zutaten aus „Frankenstein“ stammen, sondern auch, dass in einem schönen Augenzwinkern die Figur selbst oft namentlich erwähnt wird. Insofern baut der Film auf starken und bekannten Vorbildern auf, weiß diese aber mit den neuen Elementen gut und stimmig anzureichern. Denn was war eigentlich Frankensteins Monster anderes, als eine Art von Zombie? Der Aufbau des Filmes ist klassisch nach dem Short Story / Short Film Muster gestrickt: eine kleine Exposition gewürzt mit einem ersten Schock, der die Figuren vorstellt und den Grundkonflikt deutlich macht. Die Steigerung nimmt sich Zeit und es wird relativ viel Zeit darauf verwandt, den Helden mit den negativen Konsequenzen seines Bestrebens zu konfrontieren. Natürlich kulminiert alles an einem Punkt. Hier kommt eine leicht Abkehr vom Schema, da der Film im Grunde drei Finale hat und somit mehrere Twists einbaut. Das ist vom Regisseur John McNaughton („Henry“) gut gemacht und sehr kurzweilig. Aber es ist die Frage, ob der Film auch dann noch funktioniert, wenn man das Ende kennt.

Der Ton und das Bild sind sehr gut. Die Extras sind nicht nur viel, sondern auch erstklassig, leiden aber darunter, dass sie keine deutschen Untertitel haben. Aber es ist immerhin wohltuend, dass es wirklich um die Tricks und die Macher geht und nicht reine Werbungen sind.

Ein gelungener Kurzfilm aus der „Masters of Horror“-Reihe von Regisseur John McNaughton nach einer Kurzgeschichte von Clive Barker. Klassischer Gothic Horror wird mit Splatter kombiniert und kulminiert in einem Tabubruch. Das ist kurzweilig, spannend und manchmal eklig. Kurz und gut.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © WVG Medien / Splendid




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