Guardians - DVD

DVD Start: 02.06.2017
FSK: ab 12 - Laufzeit: 85 min

Guardians DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Moskau während des Kalten Krieges: Gerüchte um ein angebliches Superhelden-Programm des Erzfeindes USA kann und will die sowjetische Führung nicht auf sich sitzen lassen. Durch gezielte Manipulation ihrer DNS-Stränge werden Ler, Arsus, Khan und Kseniya zur eigenen übermenschlichen und schlagkräftigen Verteidigungstruppe umfunktioniert. Doch durch den Verfall der UdSSR und die Abkühlung des kalten Krieges werden die GUARDIANS nicht mehr benötigt und müssen untertauchen – bis eines Tages mit Kuratov ein neuer, würdiger Gegner auf den Plan tritt: Mit einer gigantischen Cyborgarmee legt er Moskau in Schutt und Asche und ist kurz davor, das ganze Land zu unterwerfen. Das Militär ist machtlos, aber die GUARDIANS sind es nicht!

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Russisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
3 Featurettes Die Idee zum Film / Die Erschaffung der Guardians / Stunts & Visual Effects; Trailer

DVD und Blu-ray | Guardians

DVD
Guardians Guardians
DVD Start:
02.06.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Guardians Guardians
Blu-ray Start:
02.06.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 89 min.
Guardians (SteelBook) Guardians (SteelBook)
Blu-ray Start:
02.06.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 89 min.

DVD Kritik - Guardians

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Russische Avengers
Die Superhelden haben nun schon seit vielen Jahren einen regelrechten Boom. Nicht nur in den Comics, sondern natürlich auch in den Kinofilmen und mittlerweile auch in den TV-Serien. Dabei stimmen, meist, die Einschaltquoten bzw. die Einspielergebnisse und oftmals auch die Qualität. Natürlich wollen sich auch andere von dem Kuchen eine Scheibe abschneiden. Das führt dazu, dass sich nun einige länderspezifische Produktionen dem Boom anschließen, die keine eigene Comicindustrie haben. Guardians Szenenbild„Guardians“ ist ein russischer Superheldenfilm und kann damit die Ehre beanspruchen der allererste russische Film über Superhelden zu sein.

Italien hatte es vor kurzer Zeit vorgemacht und den düsteren „Jeeg Robot“ vorgelegt. Die Russen wollen aber keine Dekonstruktion wie die Italiener einleiten, sondern einfach einen unterhaltsamen Film vorlegen. Und das Ergebnis ist durchaus beachtlich. Dafür, dass eine solche Produktion kein großes Hollywoodstudio oder einen erfolgreichen Verlag im Rücken hat, ist die Tricktechnik staunenswert und nur manchmal fällt einem auf, dass die optischen Tricks aus dem Computer stammen. Gut, der Schurke sieht etwas künstlich aus, aber das hat so mancher Schurke in den amerikanischen Produktionen auch manchmal an sich und das der Gestaltwandler animiert ist, fällt kaum auf. Für wenig Geld wurde hier also beachtliches geleistet und man erzielt durchaus einen starken „Wow“-Effekt. Aber gute Tricktechnik reicht alleine nicht für einen guten Film aus. Denn viel zu schnell kann es ermüdend werden wenn sich ein Kampf an den anderen anschließt. So sind die Grundzüge allseits bekannt. Eine Bedrohung formiert sich und einige Menschen mit besonderen Gaben werden zusammengetrommelt, um der Gefahr zu begegnen. Ein Schelm wer da an die Avengers, die Fantastic Four oder die X-Men denkt. Die Kräfte der vier Helden ähneln auch sehr denjenigen der Fantastic Four. Nach einer ersten Niederlage berappeln sich aber die Helden und können in letzter Minute die Katastrophe abwenden. In den Storyzügen ist also alles ziemlich Klischeehaft und man will gar nicht erst innovativ sein und das Genre neu erfinden.

So ist natürlich einiges bekannt, aber es gelingt dem Film doch einen eigenen Tonfall zu finden und kann nicht nur Bezug auf die russische Geschichte nehmen, sondern hat durchgehend einen ironischen Ton. So sagt fragt einer der Helden: „Warum überlassen wir es nicht einfach den X-Men und gehen stattdessen einen trinken?“ Auch die erste Begegnung mit dem Schurken führt zu der lapidaren Feststellung des Helden: „Mein Sixpack ist schöner“. Guardians SzenenbildVor allem überraschen die satirischen Einblendungen von Nachrichten welche gehörig die russische Armee kritisieren aber auch für manche Lacher sorgen. Diese Ironie verbunden mit sehr guter Action sorgt für eine gute Unterhaltung. Leider ist manches nicht ganz logisch aber der Versuch einen eigenen Superheldenkosmos aufzubauen ist lobenswert. Manchmal holpert man durch die Story aber das auf eine sehr ansehnliche Art und Weise und macht „Guardians“ zu mehr als einem Achtungserfolg.

Sowohl der Ton als auch das Bild sind sehr gut und lassen kaum Wünsche offen. Leider sind die Extras sehr werbelastig ausgefallen und haben mehr den Charakter von Trailern welche mit Interviewschnipseln versehen sind als das wirklich etwas über die Herstellung gesagt wird. Immerhin geben einige Impressionen vom Dreh einen kleinen Einblick in die Entstehung und geben so Rückschlüsse auf die Tricktechnik. Aber leider werden sie nicht erläutert.


Fazit:
Auch wenn hier einiges bekannt vorkommt und Innovationen nicht zu erwarten sind, fühlt man sich durch die gute Action und vor allem durch den ironischen Ton bestens unterhalten.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Capelight Pictures