Grossstadtklein - DVD

DVD Start: 24.01.2014
FSK: ab 6 - Laufzeit: 94 min

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Inhalt

Waldmeer, Sandmeer, gar nichts mehr. Am nordöstlichsten Zipfel Mecklenburg-Vorpommerns ist Ole zu Hause. Ole ist Anfang zwanzig und sein Leben dreht sich um Mopedrennen mit den Kumpels, Jagdausflüge mit Vater Heinz und Abhängen am absoluten “Hotspot“ vor Ort: der Tankstelle.

Diese Zeitverschwendung schaut sich Opa Karl nicht länger an. Er stellt seinen Enkel vor vollendete Tatsachen und besorgt ihm hinter seinem Rücken einen Praktikumsplatz in Berlin. Dort trifft er auf seinen Macho-Onkel Manni, mit dem sein Vater seit mehr als 25 Jahren zerstritten ist. Opa Karl spekuliert darauf, dass Ole die verfeindeten Familien wieder zusammenbringt.

Als Ole auf die freche, durchgeknallte Fritzi trifft, gerät er im Großstadtkarussell Berlin ins Schlingern.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Warner Home Video
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Grossstadtklein

DVD
Grossstadtklein Grossstadtklein
DVD Start:
24.01.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 94 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Grossstadtklein

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 6/10


Seine Familie kann man sich bekanntlicherweise nicht aussuchen. Man wird in sie hineingeboren und muss sie nehmen, wie sie nun einmal ist. Wenn einem der eigene Bruder die Verlobte ausspannt, kommt es zu Streitigkeiten, die sich einfach nicht überwinden lassen. So ergeht es auch Manni (Tobias Moretti) und seinem Bruder Heinz (Markus Hering), die seit dem peinlichen Vorfall vor 25 Jahren zerstritten sind. Und selbst bei der Beerdigung ihres Vaters Karl können sie kaum an einem Tisch sitzen. Ihr Streit wäre ja nicht weiter dramatisch, wenn nicht ihre Söhne Ole (Jacob Matschenz) und Rokko (Klaas Heufer-Umlauf) alles ausbaden müssten.

Regisseur Tobias Wiemann greift das Leben bei den Hörnern und bringt eine turbulente Familiengeschichte auf den Bildschirm. Die heutige Jugend wird in die Streitigkeiten ihrer Eltern mit hineingezogen, wobei sie doch selbst alles besser machen wollten. Die Ansichten der Generationen prallen aufeinander. Während Ole sein Leben genießen will, haben seine Eltern bereits genaue Vorstellungen, wie ihr Sohn die Zukunft bestreiten soll. In Berlin erwartet Ole nicht nur ein WG-Leben mit seinem Cousin, sondern auch die lebensfrohe Fritzi (Jytte-Merle Böhrnsen), die ihm den Kopf verdreht. Auch die gängigen Klischees zwischen Städtern und Landeiern werden immer wieder genutzt, um den Humor auf dem bestehenden Unterschied zu festigen. Dass die Klischees mittlerweile veraltet sind, stört dem Regisseur dabei nicht. Und so werden Oles Kumpels als Dorfdeppen karikiert, was in manschen Szenen sehr übertrieben erscheint. Auch wenn die Komödie recht kurzweilig ist und zwischendurch ein paar nette Sprüche fallen, handelt es sich bei „Grossstadtklein“ nicht um einen großen Knaller. Die Idee, einen langen Familienstreit bis zur Beerdigung eines Elternteils aufrecht zu erhalten, wurde schon tausendfach verfilmt. Auch wenn Til Schweiger sich als Produzent des Films verantwortlich zeigt, kann der Wechsel zwischen sentimentalen Momenten und feurigen Wutausbrüche nicht dauerhaft begeistern. Die Dialoge fallen gerade bei der jüngeren Generation etwas heftiger aus, auch wenn die zerstrittenen Brüder ebenfalls kein Blatt vor dem Mund nehmen, um ihrer Wut Ausdruck zu verleihen. Der Film wechselt zwischen Familiendrama, angedeuteter Coming-of-Age-Geschichte, seichter Romanze und verschobener Culture-Clash-Komödie, ohne sich richtig festzulegen. Für den frischen Wind im Film sorgt Jytte-Merle Böhrnsen („Lost Place“), die plappert wie ihr der Schnabel gewachsen ist und dem Zuschauer gelegentlich ihre ganz eigene Perspektive der Dinge aufs Auge drückt. Tobias Moretti („Jud Süß“) kann als Großmaul überzeugen, ebenso wie Jacob Matschenz („3 Zimmer/ Küche/ Bad“) als Landei, das sich in der Stadt zu einer Persönlichkeit mausert.
Das Bild der DVD präsentiert sich sehr farbig und lebendig. Die leuchtenden Schwarzwerte kommen satt zum Tragen. Die Kontraste sind im Großen und Ganzen gut. Nur in wenigen Szenen lassen sich die Gesichter in dunklen Kulissen nicht mehr deutlich erkennen. Die Bilder wirken etwas grob und flächig. Gelegentlich macht sich ein Bildkrieseln bemerkbar und Rauschelemente schleichen sich in den Hintergrund ein. Die Close-ups heben die Details deutlich hervor, während die Bildstärke ansonsten wesentlich knackiger sein könnte. Beim Ton fällt die DVD etwas dünn aus. Die Stimmen sind gut zu verstehen, erscheinen aber meist kraftlos. Der Raum ist angemessen gefüllt, wobei Motorengeräusche von Autos und Mopeds die lautesten Frequenzen bieten. Der ruhigen Stimmung angemessen, dienen die wenigen Effekte nur zur Untermalung der Handlung. Die Extras sind für eine deutsche Produktion ausreichend.

Fazit: Seichte Komödie über die Freuden, Sorgen und Probleme einer Familie. Gespickt mit romantischen Sequenzen und den klischeehaften Unterschieden zwischen Landeiern und Städtern, ergeben sich einige nette Szenen.

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by Sandy Kolbuch
Bilder © Warner Home Video