Gottes General - Schlacht um die Freiheit - DVD

DVD Start: 12.02.2016
FSK: ab 16 - Laufzeit: 141 min

Gottes General - Schlacht um die Freiheit DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Mexiko 1926. Nur wenige Jahre nach der Revolution bricht erneut ein blutiger Bürgerkrieg aus. Als Präsident Calles (Rubén Blades) Kirchen stürmen und Priester ermorden lässt, kommt es zu einem Volksaufstand. Es bildet sich eine Widerstandsbewegung, die Cristeros, die fortan einen erbitterten Freiheitskampf führt.
Die Cristeros rekrutieren General Gorostietas (Andy Garcia), der aus den einzelnen Gruppen von Desperados, bewaffneten Priestern und Bauern eine schlagkräftige Armee formen soll. Mit einer ausgeklügelten Guerilla-Taktik gelingt es dem charismatischen General, den übermächtigen Regierungstruppen schwere Verluste zuzufügen. Als Präsident Calles mit den USA die Lieferung von Maschinengewehren und Kampfflugzeugen vereinbart, droht sich das Blatt zu wenden. Den tapferen Frauen und Männern der Cristeros steht nun eine entscheidende Schlacht bevor, in der entweder der Sieg der Freiheit oder der Tod auf sie wartet...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Edel Germany GmbH / Pandastorm Pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch/Spanisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,39:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Gottes General - Schlacht um die Freiheit

DVD
Gottes General - Schlacht um die Freiheit Gottes General - Schlacht um die Freiheit
DVD Start:
12.02.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 141 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Gottes General - Schlacht um die Freiheit Gottes General - Schlacht um die Freiheit
Blu-ray Start:
12.02.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 145 min.

DVD Kritik - Gottes General - Schlacht um die Freiheit

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 6/10


Streiten für den Glauben
Der Neo-Western „Gottes General“ basiert auf realen Ereignissen, die selbst in Mexiko aus dem geschichtlichen Bewusstsein verschwunden sind und in den Geschichtsbüchern kaum vorkommen. Anfang des 20. Jahrhunderts fing die mexikanische Regierung an, anti-klerikale Gesetze durchzusetzen die zwar schon nach der Revolution in der Verfassung standen, aber nie vollzogen worden waren. Gottes General - Schlacht um die Freiheit SzenenbildDabei ging sie mit großer Härte vor. Zunächst waren es nur Repressalien wie das Verbot in der Öffentlichkeit ein Ornat zu tragen, was bis hin zur Ausweisung ausländischer Kleriker ging. Zunehmend wurden die Demütigungen schlimmer und es entlud sich immer wieder in Gewalt und Kirchenschändung. Allerdings sind die Motive auch in dem Film dazu etwas unübersichtlich und wird rein darauf beschränkt, dass es um die Zurückdrängung nicht-mexikanischer Einflüsse ging. Die Revolution lag jedenfalls noch nicht lange zurück und viele Unzufriedene und Benachteiligte schlossen sich mit religiös motivierten Männern und Frauen zusammen und entfachten einen Bürgerkrieg, in dem es hauptsächlich darum ging, den Glauben ausleben zu können. Eng damit verbunden gehörte aber mit Sicherheit auch der Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit welche durch die postrevolutionäre Gesellschaft nicht eingelöst worden war. Aber auch dieser Aspekt findet hier nur nebenbei Erwähnung. Stattdessen konzentriert man sich ganz auf die religiöse Komponente. Der Film findet für den Streit in der Tat ein episches Format in dem sehr viele Charaktere vorkommen. Das ermöglicht mehrere Perspektiven und die unterschiedlichen Motive, was aber auch etwas zu Lasten der formalen und dramaturgischen Einheit geht. Man springt hin und her und manche Zusammenhänge wirken dadurch etwas beliebig. Aufgrund der vielen Action ist das aber nie langweilig. Vor allem da diese sehr packend und mitreißend inszeniert worden ist. So gibt es auch einige sehr erschütternde Szenen und der Film ist trotz seiner religiösen Botschaft recht blutig ausgefallen. Was nicht so recht zusammenpassen will. Da huldigt man dem Katholizismus und seiner Friedensbotschaft, andererseits aber zeigt man ausführlich die Schlachten, die Folter, die Morde und Schießereien. Leider beweist der Regisseur zudem kein Timing bei dem Pathos und so ist es wenig wirkungsvoll, da es einfach nur peinlich ist. So ist auch im Finale die Rückblende vollkommen überflüssig und war wohl mehr als Zitat an das asiatische Kino gedacht bei dem gerne vor einer dramatischen Entwicklung noch eine Rückblende eingebaut wird. Ein weiteres Manko des Films ist die deutliche Parteinahme zugunsten der Kirche und des katholischen Bewusstseins, was bei einigen Zuschauern auf wenig Gegenliebe stoßen dürfte. Gottes General - Schlacht um die Freiheit SzenenbildAber immerhin werden die Grausamkeiten beider Seiten geschildert und auch die Interessen der USA die sich hier mal wieder in die Innenpolitik eines anderen Landes einmischten, um dort Öl fördern zu können. Aber wer nur mitreißende Historienaction sehen will, der ist hier genau richtig.

Sowohl das Bild als auch der Ton sind sehr gut. Als Extra gibt es endlich mal etwas was sonst bei Historienfilmen oft schmerzlich vermisst wird, nämlich eine Dokumentation über die realen historischen Hintergründe.


Fazit:
Die Action ist mitreißend und gut inszeniert, wobei sie dem katholischen Sendungsbewusstsein des Filmes deutlich entgegensteht. Das epische Format führt zu einer gewissen Beliebigkeit und das Timing ist nicht immer gelungen, aber dennoch ein sehr passabler Film.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Edel Germany GmbH / Pandastorm Pictures