God Bless America - Kino Kontrovers - DVD

DVD Start: 14.02.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 100 min

God Bless America - Kino Kontrovers DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Frank reicht's! Geschieden ist er und seit kurzem arbeitslos; nun diagnostiziert der Arzt auch noch einen Hirntumor. Der Mittvierziger sieht nur noch einen Weg – sich vor dem Fernseher per Großkaliber den Kopf wegzublasen. Hätten sie nicht gerade eine dieser bescheuerten Realityshows gezeigt, wäre es wahrscheinlich dazu gekommen. Stattdessen erkennt Frank seine ultimative Bestimmung: Er muss die Welt vom heuchlerischen Abschaum befreien. Beauty-Queens, radikale Prediger, Falschparker, Casting-Stars – sie alle sollen sterben! Schwer bewaffnet begibt sich der zornige Mann auf einen blutigen Kreuzzug gegen die Dummheit, der ihn kreuz und quer durch das Land der begrenzten Unmöglichkeiten führt. Mit von der Partie ist die sechzehnjährige Roxy, sein größter Fan ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo / Kino Kontrovers
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews mit Bobcat Goldthwait, Joel Murray und Tara Lynne Barr, Hinter den Kulissen, Audiokommentar mit Bobcat Goldthwait, Joel Murray und Tara Lynne Barr, entfernte / erweiterte Szenen, Outtakes, HDNet: A Look at God Bless America, Musikvideo Roxy und Frank, Deutscher Trailer, Booklet mit Essay zum Film

DVD und Blu-ray | God Bless America - Kino Kontrovers

DVD
God Bless America - Kino Kontrovers God Bless America - Kino Kontrovers
DVD Start:
14.02.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 100 min.

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Blu-ray Start:
07.11.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 105 min.

DVD Kritik - God Bless America - Kino Kontrovers

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Pünktlich zum Valentinstag bringt die Reihe KinoKontrovers die sehr böse Gesellschaftssatire „God Bless America“ als Mediabook heraus. Bestimmt kein zufälliges Datum, ist der Valentinstag doch längst zu einem kommerzialisierten „Feiertag“ geworden. So steht in „God Bless America“ nicht nur die Kommerzialisierung im Vordergrund (ich will kein Blackberry, ich will ein iPhone), dennoch bekämpft Frank nicht nur die verdummte Medienwelt, sondern auch die Konsumgesellschaft, die ihm vorschreiben will, was angesagt ist. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Frank im Laufe des Filmes einen niedlichen Teddybären „erschießt“.

Doch wer ist dieser Frank (Joel Murray)? Frank wohnt neben einem jungen Paar, die gerade Eltern geworden sind und sich besonders durch eine rücksichtslose Art auszeichnen. Ungeachtet der Tatsache, dass Frank nebenan schlafen will, guckt das Paar lautstark Fernsehen, während das Baby Tag und Nacht schreit. Das Baby inspiriert Frank übrigens zu einem sehr blutigen Tagtraum, bei dem frischgebackene Eltern wohl lieber wegsehen sollten. Aufgrund starker Kopfschmerzen geht Frank zum Arzt, der ihm – zwischen einem „sehr wichtigen“ Anruf von seinem Autohändler – erklärt, er hätte einen Tumor im Kopf, der ihn bald umbringen wird. Verzweifelt geht Frank nach Hause, will sich umbringen. Nichts hält ihn mehr in einer Welt, in dem seine Tochter nichts mehr von ihm wissen will „außer, er kauft ihr das neue iPhone“, in dem seine Kollegen nur darüber reden, wer sich bei „Amerika sucht den Superstar“ wieder lächerlich gemacht hat und in dem das Fernsehen voller Idioten ist. Doch dann wird in Frank ein Schalter umgelegt und gleich Michael Douglas in „Falling Down“ zieht er in einem Kampf. Denn vor ihm sollen noch andere Menschen sterben, Menschen, die keine eigenen Erlebnisse mehr haben, sondern sich nur noch sich nur noch mit Darstellern aus Reality-Soaps identifizieren und das wiedergeben, was sie im Fernsehen konsumiert haben. Zur Seite steht Frank, den Joel Murray gleichzeitig melancholisch wie kraftvoll verkörpert, bald das Teenager-Mädchen Roxy (Tara Lynne Barr), die von Franks Kampf gegen den Medienterror begeistert ist. Roxy hat übrigens ihre ganz eigene Liste mit Leuten, die sterben sollen, u. a. „Twilight-Fans und Leute, die „High Five“ machen“. Das klingt böse, ist es auch. Wer einen zwar blutigen, aber doch eher netten Film sucht, ist hier nicht ganz richtig. „God Bless America“ ist zwar blutig und auch lustig, aber eher in der bissigen, makaberen, schwarzhumorigen Art. Passend dazu sieht sich Frank auch als Retter des intelligenten Amerika, als Hoffnungsträger wie seinerzeit John F. Kennedy.

Die Extras können sich sehen lassen. Nicht nur kommt die DVD in einer schicken Verpackung mit innenliegendem Extraheft in den Handel, die DVD selbst bietet auch eine Reihe von Bonusclips in Form von Interviews, Outtakes, entfernter Szenen, Musikvideos u.v.m. Für reichlich Zusatzinformationen ist also gesorgt.

Zu hören und sehen ist „God Bless America“ sowohl auf Deutsch als auch im Originalton, hier können wahlweise Untertitel eingeschaltet werden. Auch ein Audiokommentar ist vorhanden. Der Ton ist gut, ebenso das Bild.

Mein Fazit: Schwarzhumorige Satire und Medienkritik, die weder mit popkulturellen Anspielungen noch mit (Kunst-)Blut spart. Sehenswert!

by Gesa-Marie Pludra
Bilder © Eurovideo / Kino Kontrovers