Go for it! - DVD

DVD Start: 30.03.2012
FSK: ab 6 - Laufzeit: 90 min

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Inhalt

Aufgewachsen in Chicago, versucht die 19-jährige, mexikanischstämmige Studentin Carmen ihren Platz im Leben zu finden. Sie folgt ihrem eigenen ‘Beat’, und behauptet sich auf den harten Straßen von Chicago. Immer auf der Suche nach Identität, voller Selbstzweifel und mit den Erwartungen ihrer Eltern konfrontiert. Ihre Zeit verbringt sie in Hip Hop-Underground-Clubs, begeistert von der wahren Leidenschaft ihres Lebens - dem Tanz. Als sie zu einem Casting in einer Tanzschule überredet wird, ist Carmen hin- und hergerissen zwischen ihrem chaotischen Familienleben, ihrer großen Liebe und der gewalttätigen Beziehung ihrer besten Freundin. Wird sie rechtzeitig alle Hindernisse überwinden können und ihre Chance wahrnehmen?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / Capelight
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Audiokommentar mit der Regisseurin Carmen Marron
- Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Go for it!

DVD
Go for it! Go for it!
DVD Start:
30.03.2012
FSK: 6 - Laufzeit: 90 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Go for it! Go for it!
Blu-ray Start:
30.03.2012
FSK: 6 - Laufzeit: 94 min.

DVD Kritik - Go for it!

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 6/10


Für alle Fans der Tanzfilme à la Step up und Turn the Beat around eines vorweg: Ihr seid hier richtig! Go for it! hat eine Mischung aus Hip-Hop-Beats und lateinamerikanischen Rhythmen, die den Zuschauer mittanzen lässt.
Die Kritik jedoch zuerst und die bezieht sich darauf, dass der Film – wie so viele andere – nach Schema F abläuft. Das bedeutet: die Protagonistin Carmen kommt aus der unteren Schicht, hat mit mangelnden Zukunftsperspektiven zu kämpfen und muss sich gegen Eltern und Freunde durchsetzen, um ihren Traum zu verwirklichen. Zur Seite stehen ihr dabei die typischen Rollen: der strenge, aber wohlmeinende Lehrer, die beste Freundin, die an den schwierigen Lebensumständen zerbricht und der Mittelklassefreund, der mit seinem Platz in der Welt zufrieden ist. All dies sind Rollen, die aus ähnlichen Tanzfilmen schon bekannt sind – man denke nur an Maria und Tony aus dem Tanz- und Musicalklassiker Westside Story oder an Flashdance (für jüngere Interessierte: Honey mit Jessica Alba).
Es scheint auch so, dass der Film an manchen Stellen versucht alle Probleme, die man als Angehörige einer Minderheit und einer unteren Schicht, bzw. als aufwachsender Teenager haben könnte, anzusprechen: häusliche Gewalt, Drogen, Diskriminierung, rigide Traditionen, Perspektivlosigkeit, Aggressivität, Rollenverteilung, Familienkonflikte, Beziehungsprobleme, Minderwertigkeitsgefühle, Desillusionierung, usw. Dies alles bricht auf den Zuschauer herein und muss bisweilen durch unerklärte oder unbefriedigt erklärte Handlungen aufgelöst werden.
Deshalb ist der FSK ab 12 nachvollziehbar. Besonders der Tod von Carmens bester Freundin Gina, die sich um ihre drogenabhängige Mutter kümmern muss, erschüttert das Publikum. Die plastische Darstellung der Gewalt wirkt in diesem Film deplatziert, denn die Dreh- und Angelpunkte des Films sollten der Tanz und Carmen bleiben. Aber genug der Kritik. Carmens Zerrissenheit bleibt nicht die einzige. Es werden auch andere Figuren gezeigt, die genauso mit der Zukunft zu kämpfen haben wie Carmen. Sei es nun ihr Bruder, der aufgrund mangelnder Ausbildung wohl nie einen gut bezahlten Job bekommen wird, oder der Aushilfslehrer, dessen Vertrag nicht verlängert wird. Durch diese Figuren wird der vielfältige Umgang mit dem eigenen Leben gezeigt, mit dem sich auch Carmen auseinandersetzen muss.
Über die offensichtliche Abfolge der Ereignisse einmal hinweggesehen, steht im Zentrum dieses Tanzfilms ja wie gesagt der Tanz – und dieser ist phänomenal. Anstatt auf bekannte Beats zu setzen, ergibt sich aus der Mischung von Hip-Hop und Salsa – gepaart mit Einflüssen aus anderen Musikrichtungen – ein mitreißender Rhythmus, der sich von den konventionellen Stilen unterscheidet.
Ein weiteres großes Plus sind die Tanzgruppen, die sich zu Battles in den Clubs treffen. Es sind rein weibliche Hip-Hop-Gruppen, deren Choreographie sich nicht vor anderen Tanzeinlagen zu verstecken braucht, sondern die Messlatte hoch anlegt. Der Mix aus Stunts und Tanz ist originell, einzigartig und mit einer gewissen Portion Humor. Die Choreographien wurden von Kristin Denehy (sie hat schon mit Snoop Dogg gearbeitet und bei bekannten TV-Serien choreographiert) erarbeitet.
Man würde sich wünschen, dass diese noch als Extra, oder wenigstens ein Musikvideo, bei der DVD hinzugefügt worden wären. Leider gibt es außer dem Kinotrailer und einigen DVD-Vorschauen keinerlei Extras zum Film, obwohl es hier eindeutig Potential gegeben hätte.

Fazit: Sehenswerter, mitreißender Tanzfilm, der leider an manchen Stellen aus dem Takt gerät.

by Doris Rombach
Bilder © Alive AG / Capelight