Gnade - DVD

DVD Start: 26.04.2013
FSK: ab 12 - Laufzeit: 131 min

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Inhalt

Polarnacht am Rande des Eismeers – zwei Monate lang übersteigt die Sonne nicht den Horizont. Inmitten von Schnee, Eis und Dämmerung startet eine deutsche Auswandererfamilie hoffnungsvoll den Neuanfang: Niels (JÜRGEN VOGEL), Maria (BIRGIT MINICHMAYR) und Sohn Markus (HENRY STANGE). Schon nach kurzer Zeit spüren Niels und Maria, dass auch das neue Umfeld die erkaltete Beziehung nicht retten kann: Niels stürzt sich in seine Arbeit als Ingenieur und beginnt eine Affäre. Maria schiebt Überstunden im Hospiz und Markus muss an der Schule seinen Platz finden. Aber dann passiert in eisiger Nacht ein schrecklicher Unfall, der alles in Frage stellt. Die anfängliche Erstarrung weicht und wie durch ein Wunder wird dieses Unglück für die kleine Familie zum Wendepunkt: Das Geheimnis, das Maria und Niels fortan teilen, zwingt sie zur Auseinandersetzung – und führt sie auf einen Weg zu Erlösung und Gnade.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Alamode
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Norwegisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Gnade

DVD
Gnade Gnade
DVD Start:
26.04.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 131 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Gnade Gnade
Blu-ray Start:
26.04.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 134 min.

DVD Kritik - Gnade

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Der Familienvater Niels (Jürgen Vogel) nimmt einen Ingenieursjob in Norwegen an und zieht mit seiner ganzen Familie, bestehend aus Ehefrau Maria (Birgit Minichmayr) und Sohn Markus (Henry Stange), in neue Gefilde. Schnell zeigt sich, dass der Familie nicht nur die Umgewöhnung an das fremde Land an Nerven und Substanz geht, in der drückenden Dunkelheit der ständig währenden Polarnacht beginnt Niels eine Affäre mit einer Arbeitskollegin, während Maria mit überbelastenden Arbeitsverhältnissen kämpfen muss und Markus noch nicht seinen Platz unter den Mitschülern in der Schule gefunden hat. Alles ändert sich urplötzlich, als ein dramatischer Schicksalsschlag eintritt. Maria erlebt einen Unfall, der das Ehepaar vor eine komplett neue Situation stellt und sie zum Dialog und zur Auseinandersetzung miteinander zwingt. Es gilt, zum Wohle der Familie die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die deutsch-norwegische Koproduktion entführt den Zuschauer in eine malerisch schöne, norwegische Landschaft, die den Schauplatz für ein fesselndes Drama darstellt. Dabei lässt das Setting dadurch, dass ein Großteil der Geschichte während der nördlichen Polarnacht spielt, den Zuschauer eine gewisse Melancholie spüren, welche die Ausgangssituation der Charaktere passend untermalt.
Der Einsatz von Musik ist relativ spärlich, der Film lässt die Bilder für sich sprechen und richtet den Fokus eher auf die Dialoge der Hauptcharaktere. Setzt die Musik dann aber einmal ein, fesselt die entsprechende Szene den Zuschauer umso mehr. Die Entscheidung, Dialoge mit den Einheimischen auch auf Norwegisch zu führen und diese lediglich Deutsch zu untertiteln, leistet zusätzlich einen starken Beitrag für die Authentizität des Schauplatzes.

Die Charaktere selbst werden durch intensives Schauspiel hervorragend dargestellt, der Film insgesamt ist auch komplett um die Einwandererfamilie herumgestrickt. Es gibt vergleichsweise wenige Nebencharaktere, was ermöglicht, dass die Hauptfiguren sich innerhalb der Geschichte richtig entfalten können. So nimmt der Zuschauer auch an dieser Psychostudie teil und kann die Charakterentwicklung vollständig nachvollziehen. Die Schauspieler harmonieren dabei sehr gut, sodass die Figuren trotz der ungewöhnlichen Umgebung so realitätsnah wirken, dass man sich als Zuschauer mit ihnen identifizieren und dementsprechend richtig mitfiebern kann. Durch die Hintergrundgeschichten der Charaktere herrscht ständige Spannung, somit hat der Film auch keinerlei Längen.

Am Ende handelt es sich bei „Gnade“ um ein Werk, das, anders als es die gesamte Stimmung im Film vermuten lässt, einen sehr positiven Gedanken vermittelt, den Zuschauer aber trotz der relativ abgeschlossenen Geschichte zum Nachdenken einlädt.

Michael Glasner führte Regie und sicherte sich für die Hauptrollen Jürgen Vogel, mit dem er schon bei „Der freie Wille“ (2006) zusammenarbeitete, und Birgit Minichmayr („Das weiße Band“), die sich für diese Rolle eine Nominierung zur besten Hauptdarstellerin beim deutschen Filmpreis verdient hat Der Preis wird am Erscheinungstag dieser DVD vergeben. Als Extras beinhaltet die DVD noch einen Audiokommentar mit Glasner und Vogel, Interviews mit dem Regisseur und den beiden Hauptdarstellern und neben dem Filmtrailer auch noch Szenen, die es nicht in den Film geschafft haben. Ein gelungenes Gesamtpaket.

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by Marius Voigt
Bilder © Alive / Alamode