Giallo-Collection - Teil 1 - DVD

DVD Start: 15.03.2013
FSK: ab 18 - Laufzeit: 266 min

Giallo-Collection - Teil 1 DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Diese Edition enthält drei Klassiker eines Subgenres des italienischen Thrillers, des so genannten „Giallo“ (zu Deutsch: Gelb). Seinen Namen verdankt er der Farbe des Einbands italienischer Groschenromane, seine Markenzeichen sind eine besonders stilvolle Inszenierung, Rasierklingen, schwarze Handschuhe und ausgesprochen schöne Ladies, zu seinen Verehrern gehören u. a. Quentin Tarantino, Brian de Palma und John Carpenter.
Enthalten:
Die Waffe, die Stunde, das Motiv / The Frightened Woman / Tödliches Erbe

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DVD Details

Medienanzahl: 3
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Italienisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Originaltrailer
- Exklusive Featurettes

DVD und Blu-ray | Giallo-Collection - Teil 1

DVD
Giallo-Collection - Teil 1 Giallo-Collection - Teil 1
DVD Start:
15.03.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 266 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Giallo-Collection - Teil 1

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


In den 60er und 70er Jahren war die Blütezeit des sogenannten Giallo, ein Filmgrenre, dass selbst eingefleischten Größen wie Dario Argento oder Mario Bava immer wieder Definitionsprobleme bereitete. Grob gesagt handelt es sich um ein italienisches Thriller-Subgrenre, das seinen Namen der gelben Bücher-Einbände verdankt. Seine Mixtur aus Krimi, Horror, musikalisch wie optisch ganz eigener Stilisitik und bildgewaltiger Mordszenarien, hoben den Giallo von der üblichen Thriller-Masse ab und beeinflusste Hollywood-Regisseure wie Quentin Tarantion oder Brian de Palma eindringlich.
In der von Koch Media neu veröffentlichten „Giallo Collection“, befinden sich drei ausgesuchte Giallo-Filme, die aufgrund ihrer individuellen Ausprägungen einen repräsentativen Ausschnitt dieses ganz speziellen Film-Genres zeigen.

In „Tödliches Erbe“ sehen wir einen routiniert inszenierten Krimi rund um eine Erbgeschichte mit Mordanschlägen, der durch das Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip den Kreis der Tatverdächtigen immer enger werden lässt. In Ansätzen sehen wir hier die Kombination aus Horror und Krimi, die durch ihre schaurige Atmosphäre an die guten alten Gruselfilme erinnert.
„Die Waffe, die Stunde, das Motiv“ hingegen setzt auf die Zeichnung wandlungsfähiger Charaktere. Nachdem ein Priester, der mit zwei Frauen Liebesaffären hatte ermordet wird, versucht ein Kommissar dem Verbrechen auf den Grund zu gehen und muss dabei auf seine eigene Gefühlswelt achten. Ein Film, der zwar in ruhigen Bildern und langatmigen Sequenzen gedreht wurde, aber aufgrund seiner Schauwerte und Darstellerleistungen dennoch fesselt. Zudem wird hier das erotische Element, ebenfalls ein gängiges Giallo-Merkmal, in so mancher Szene stilsicher eingefangen.
Diesbezüglich legt „The frightend Woman“ noch ein Schippe drauf und zelebriert im großen Stil eine Orgie von Perversionen und obszönen Machtvorstellungen, die ein wohlhabender Mann in seinem hauseigenen Folterkeller mit einer jungen Frau vollführt. Der Film wartet immer wieder mit überraschenden Wendungen auf und kann den Zuschauer somit auf mehreren Ebenen unterhalten. Fernab von Horror und Krimi gibt es also auch den etwas anderen Giallo, der durch seine Grenzüberschreitungen und schockierende Inszenierungen seinen ganz eigenen Weg geht.

Alle drei Filme sind von den jeweiligen Regisseuren toll gefilmt, optisch anspruchsvoll ausgestattet und musikalisch wunderbar untermalt worden. Kein Film ist wie der andere und so sind abwechslungsreiche Inhalte garantiert. Unbestrittener weise ist der Giallo kein Mainstreamkino und sucht sich seine Fangemeinde sehr genau aus. Wem handelsübliche Krimis wie „Tatort“ zu blutleer sind und wer auch viel Wert auf Atmosphäre und Stilistik legt, wird sich in diesem Genre sehr wohl fühlen.
Leider findet der Giallo im modernen Filmgeschäft kaum noch statt und daher kommt es nur selten vor, dass es ein moderner Giallo, wie beispielsweise „Masks“, es in den Handel schafft.

Die Bild- und Tonqualität reicht nur manchmal an heutige Standards heran, jedoch unterstreichen Bildstreifen und Pixel die „dreckige“ Atmosphäre eines Giallo. Die Extras sind teilweise neu gedreht worden und enthalten viele nützliche Hintergrundinformationen.

Fazit: Ein intensiver Einblick in die Welt des wohl blutrünstigen Thrillergenres der Filmgeschichte...doch der Giallo kann noch mehr!

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by Till Huber
Bilder © Koch Media Home Entertainment