Ghostland - DVD

DVD Start: 10.08.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 87 min

Ghostland DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Nach dem Tod ihrer Tante bezieht Colleen (Mylène Farmer) mit ihren Töchtern Beth (Crystal Reed) und Vera (Anastasia Phillips) das alte, leer stehende Haus der Verstorbenen. Gleich in der ersten Nacht im neuen Heim werden sie von brutalen Einbrechern überfallen. Das Trauma sitzt tief und prägt die Schwestern bis ins Erwachsenenalter. Beth hat ihre persönliche Bewältigungsstrategie im Schreiben gefunden und ist erfolgreiche Autorin von Horrorliteratur. Vera hingegen lebt immer noch mit ihrer Mutter in dem alten Haus, leidet unter paranoiden Wahnvorstellungen und verliert zunehmend den Verstand. 16 Jahre nach dem Vorfall kehrt Beth an den Ort des Geschehens zurück – was sich als schrecklicher Fehler erweist ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / capelight Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making-of

DVD und Blu-ray | Ghostland

DVD
Ghostland Ghostland
DVD Start:
10.08.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 87 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
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Blu-ray Start:
10.08.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

DVD Kritik - Ghostland

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 10/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Brain Invasion
Die Franzosen hatten vor einiger Zeit das Horrorgenre umgekrempelt und boten die lange Tradition der elaborierten Bildsprache mit dem populären Genre dar wobei man sich nicht davor scheute, Klischees zu brechen und eine deutliche Härte einzubringen. In den letzten Jahren ist es etwas ruhiger geworden, auch wenn sich die neue Linie noch nicht totgelaufen hatte. So freut man sich doch noch mehr darüber das der Regisseur von „Martyrs“ mit einem neuen Film daherkommt. Dabei wirkt „Ghostland“ auf den ersten Blick nur wie ein weiterer Torture Porn der mit dem Subgenre des Home Invasion Thrillers kombiniert wird. Zwei Subgenres die sich nach einem kurzfristigen letzten Aufbäumen mit so hervorragenden Filmen wie „You`re Next“ anhand seiner vielen Epigonen deutlich ermüdet haben. Doch man weiß ja, dass die französischen Filmemacher gerne die Genres gegen den Strich gebürstet hatten und so gibt man dem Film eine Chance. Dabei beginnt er ganz klassisch. Eine Mutter zieht mit ihren jungen Töchtern in das Haus ihrer verstorbenen Tante welches mit altem Krimskrams und vor allem, Achtung Genrezitat, mit vielen antiken Puppen vollgestopft ist. Die eine Tochter ist heftig am pubertieren und etwas zickig während ihre jüngere Schwester verträumt ist und gerne Schriftstellerin werden möchte. Hoch symbolisch bekommt die Jüngere an dem ersten Abend im neuen Haus ihre erste Periode.

Völlig verängstigt: Beth (Emilia Jones) weiß nicht, was als als nächstes passieren wird.
Völlig verängstigt: Beth (Emilia Jones) weiß nicht, was als als nächstes passieren wird. © capelight Pictures
Doch auch sonst hat es der Abend in sich, denn die Familie wird von zwei Psychopathen überfallen. Home Invasion also. Auf einmal gibt es einen Zeitsprung und Beth hat ihren Traum wahr gemacht und wurde eine erfolgreiche Schriftstellerin. Als sie eines Tages einen Anruf ihrer Schwester bekommt, die psychisch die damaligen Erlebnisse nicht verkraftet hat, kehrt sie nach Hause zurück. Nun denkt man natürlich an das Geisterfilmgenre. Ein altes, dunkles Haus mit viel Krempel und einer wahnsinnigen jungen Frau die anscheinend mehr weiß als ihre Familie. Doch die Genreerwartungen der Zuschauer werden immer nur ansatzweise bedient und der Film schlägt viele Volten und bietet einige sehr unerwartete Wendungen welche vor allem die psychischen Folgen bei den Betroffenen einer Home Invasion in den Fokus stellt. Hier darf nicht viel verraten werden denn ein Großteil der Spannung entsteht gerade durch die Wendungen wobei die Bildsprache, hier merkt man wieder die Tradition des französischen Kinos, mehr erklärt als in den Dialogen. Ein amerikanischer Regisseur hätte alles durch Text erklärt, ausgeweitet und ständig wiederholt, während hier einige Kameraschwenks auf einige Details reichen in der Kombination mit der Darstellerin und ihrem entsetzten Blick, um die Zusammenhänge herzustellen und damit die Erklärungen darzureichen. Das ist einfach herausragend gemacht und bietet sehr gute Schauspielkunst und eine hervorragende Fotografie. Allerdings dürfte der Film nach einem ersten Ansehen seinen Reiz deutlich verlieren, denn wenn man erstmal die Wendungen kennt, dürfte man ja nicht mehr überrascht sein und einiges an Spannung beim erneuten Anschauen verpuffen. Aber ansehen sollte man sich ihn schon.

16 Jahre nach der Tat: Beth (Crystal Reed) ist erfolgreiche Horror-Autorin und schreibt an ihrem nächsten Roman.
16 Jahre nach der Tat: Beth (Crystal Reed) ist erfolgreiche Horror-Autorin und schreibt an ihrem nächsten Roman. © capelight Pictures
Das Bild ist sehr gut ausgefallen, könnte aber in den Details etwas schärfer sein, da so kleinere Informationen untergehen zu drohen. Getoppt wird das noch durch den Ton der wirklich intensiv ausgefallen ist und gerade in den Soundeffekten seine Wucht entfalten kann, um so, für das Genre äußerst passend, an den Nerven der Zuschauer zu zerren. Neben den obligatorischen Trailern gibt es noch ein interessantes Making Of welches wirklich seinen Namen verdient, da hier nicht PR-lastige Interviews geführt werden, sondern ein Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten vollzogen wird. Aber viel ist das, insgesamt gesehen, nicht gerade.


Fazit:
Durch die Wendungen und einige herbere Szenen wird viel Spannung hergestellt und es wird eindrucksvoll aufgezeigt das es nicht immer Dialogen bedarf, um psychologisch etwas zu erklären, sondern auch die Bildsprache ausreicht. Einen Blick ist der Film auf jeden Fall wert.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / capelight Pictures