Ghost in the Shell - DVD

DVD Start: 03.08.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 102 min

Ghost in the Shell DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Scarlett Johansson („Avengers: Age Of Ultron”, „Lucy”) ist in der Hauptrolle als ‚Major‘ zu sehen – ein einzigartiger Hybrid aus Mensch und Cyborg und Anführerin des Elitekommandos Sektion 9. Bei ihrem Kampf gegen die gefährlichsten Kriminellen und Extremisten der Zukunft trifft die Sektion 9 auf einen neuen Gegner, dessen erklärtes Ziel die komplette Zerstörung der Cyber-Technologien von Hanka Robotic ist.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures / Paramount Home Entertainment
Tonformate:
Dolby Digital 5.1 (D, GB, TR)
Untertitel:
D, GB, TR
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Sektion 9: Cyber- Verteidiger
Mensch & Maschine: Die Geist- Philosophie

DVD und Blu-ray | Ghost in the Shell

DVD
Ghost in the Shell Ghost in the Shell
DVD Start:
03.08.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 102 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Ghost in the Shell Ghost in the Shell
Blu-ray Start:
03.08.2017
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03.08.2017
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Blu-ray Start:
03.08.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 107 min.

DVD Kritik - Ghost in the Shell

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Roboter mit Seele
“Ghost in the Shell” ist schon lange Kult. Schließlich hat der Zeichentrickfilm von 1995 wesentlich dazu beigetragen den Anime- und Manga-Boom in Deutschland mit vorzubereiten und zeigte dem Publikum auf, dass japanische Zeichentrickfilme nicht nur für Kinder gedacht waren. Dabei basierte der Film auf einer Comicserie welche bereits 1989 veröffentlicht worden war. Ghost in the Shell SzenenbildBeide waren so erfolgreich, dass weitere vier Kinofilme folgten, zwei Fernsehserien, ein Fernsehfilm und drei Videospiele. Alle erweiterten das Spektrum der Erzählung. Man hatte also bei der amerikanisch-japanischen Koproduktion der Realverfilmung von „Ghost in the Shell“ genügend Material auf das man sich beziehen konnte.

Wobei vor allem der erste Zeichentrickfilm einige Szenen als Grundlage bot. Dabei bietet die Neuverfilmung durchaus Anlass für Diskussionen. So streitet man sich in Fankreisen, und auch teilweise in der Presse, ob der Film nun ein Flop ist oder nicht. Visuell ist er atemberaubend. Es gibt wunderbare szenische Einfälle, wobei wieder einmal deutlich wird, wie einflussreich damals „Matrix“ war. Aber schon die Eröffnungssequenz mit der Erschaffung des Roboters ist wunderschön, visuell innovativ und merkwürdig erotisch. Aber schließlich geht es hier später um den Körper von Scarlett Johannsen, so dass die Erotik einfach nicht ausbleiben kann (auch wenn die Darstellerin hier nicht offensiv auf die Erotik setzt, so bleibt sie angesichts der engen Anzüge nicht aus, wirkt aber steril, künstlich und damit unschuldig). Aber auch später gibt es immer wieder eindrucksvolle Szenen. Etwa bei dem Zweikampf im Wasser wenn einer der Kontrahenten unsichtbar ist. Komischerweise ist der Finalkampf, der fast eins zu eins der Animefassung entnommen worden war, im zeichnerischen Original mehr gelungen. So oder so: man kann sich nicht satt sehen in dem futuristischen Großstadtmoloch.

Allerdings wirkt alles auch sehr steril. Was eindeutig den Zuschauer spüren lässt, dass hier alles per Computer entstanden ist. Kein Vergleich mit dem organischen Flair der Stadt etwa in „Blade Runner“. Aber diese Sterilität passt auch zu dem großen Thema des Filmes: der Identität. Ghost in the Shell SzenenbildWenn alles vernetzt ist, man selbst mit Gedanken kommunizieren kann, der Körper und seine Teile austauschbar sind, Gedanken gelöscht werden können und selbst Menschen durch ihre Implantate gehackt werden können: was macht dann die Identität aus? Diese Diskussion findet in einem starken Spannungsverhältnis statt wobei der Zuschauer aufgefordert wird, sich selber seine Gedanken zu machen, denn so futuristisch das hier gezeigte auch ist, so ist es doch nicht mehr allzu weit entfernt. Die Aussage am Ende des Filmes ist dann leider sehr banal und reduziert und lässt alle Komplexität hinter sich. Aber wofür man in dem japanischen Franchise mehr Raum hatte, besaß man hier natürlich nur einen begrenzten Spielraum und muss auch noch eine Story und Action bieten. Leider ist die Story an sich recht dünn und die Themen hätten manche Szenen mehr vertragen können, da es so einige komische Sprünge und Klischees gibt. Aber das hätte den Film wohl zerfasert und die Action, die übrigens weniger zahlreich vorkommt, als man hätte vermuten können, wäre dann noch mehr untergegangen.

Übrigens ist die Action hervorragend choreografiert und Scarlett Johannsen macht nicht nur in diesen Szenen eine gute Figur. Viele Fans der Vorlage kritisierten ihre Besetzung weil sie nicht japanisch genug aussehen würde. Aber der Vorwurf ist lächerlich und ignoriert die notwendigen Strategien der internationalen Vermarktung. Denn bei einer solch teuren Produktion muss der Film international erfolgreich sein und leider besitzt kein weiblicher japanischer Star eine solche Zugkraft, um die erforderliche Menge an Zuschauern zu ziehen. Dafür kann man, quasi als Trost, den japanischen Kultschauspieler Takeshi Kitano wieder einmal bewundern, der in einer Szene wieder deutlich macht, das man ihn als japanischen Clint Eastwood bezeichnen kann. Ähnlich wie Kitano gelingt es Johannsen die Brüche der dargestellten Persönlichkeit durch Feinheiten aufzuzeigen. Ghost in the Shell SzenenbildHier ein Zögern, dort ein Lächeln und dort ein Verharren, um zu zeigen, dass ihr Roboterkörper und ihr menschlicher Geist nicht mehr ganz harmonieren. So hat man ein beeindruckendes Ergebnis vor sich, was aber durchaus noch mehr Potential gehabt hätte und wohl zu viele Kompromisse eingehen musste.

Das Bild lässt keine Wünsche offen und auch der Ton ist sehr gut. Die Extras können leider nicht sonderlich überzeugen. Es gibt zwei Specials. Das eine beleuchtet das Eliteteam welches in dem Film die Einheit der Heldin ist. Da werden die Kämpfer einzeln vorgestellt und die Charaktere werden in den Interviews aufgeplustert und mehr Substanz behauptet als sie letzthin in dem Film haben. Das wirkt bisweilen etwas lächerlich. In dem zweiten Special werden einige der komplexen Themen des Films angesprochen wobei man immer an der Oberfläche bleibt. Aber die Themen scheinen im Laufe des Filmes eh immer durch und so kann sich der Zuschauer auch selber einen Reim machen.


Fazit:
In Teilen äußerst beeindruckend, in Teilen aber zu oberflächlich, gelingt es dem Film sein Thema der Identitätsfindung selber zu personalisieren, indem er seine eigene sucht.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures / Paramount Home Entertainment