Ghost Rider: Spirit of Vengeance - DVD

DVD Start: 10.08.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 91 min

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Inhalt

Einige Jahre sind vergangen, seitdem der frühere Stuntman Johnny Blaze seinen Pakt mit dem Teufel schloss. Blaze lebt inzwischen zurückgezogen, denn nichts fürchtet er mehr, als dass der Ghost Rider wieder in ihm geweckt werden könnte: ein schier unkontrollierbares brennendes Skelett, beseelt von einem Feuerdämon, das auf seinem Motorrad durch Nacht jagt. Doch als der über besondere Kräfte verfügende zehnjährige Danny von der Armee des Teufels entführt und Blaze vom letzten der Kriegsmönche, die den Jungen beschützten, um Hilfe gebeten wird, muss er eine Entscheidung treffen. Denn Ghost Rider allein ist fähig, den Jungen aus den Klauen des Bösen zu befreien und somit die ganze Welt vor Unheil zu retten…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of: "Pfad der Vergeltung", Interviews mit Cast und Crew, B-Roll, Kino-Teaser & -Trailer

Video on demand - Ghost Rider: Spirit of Vengeance

DVD und Blu-ray | Ghost Rider: Spirit of Vengeance

DVD
Ghost Rider: Spirit of Vengeance Ghost Rider: Spirit of Vengeance
DVD Start:
10.08.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 91 min.

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Blu-ray
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DVD Kritik - Ghost Rider: Spirit of Vengeance

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Im Grunde hat “Ghost Rider: Spirit of Vengeance” sehr gute Voraussetzungen, welche vielleicht später zu seinem Problem wurden, da man allzu hohe Erwartungen hatte. Von dem ersten Film hatte man eigentlich recht wenig erwartet, schließlich war der Comiccharakter in Deutschland im Vergleich zu anderen aus dem Hause Marvel wenig bekannt und es wirkte etwas abstrus, ein flammendes Skelett auf einem Motorrad gegen übersinnliche Schurken zu senden. Aber da wurde man mit einem spannenden, effektreichen und dramatischen Abenteuer überrascht, welches vor allem auch durch den hohen Grad an Selbstironie punktete. Nach dem Erfolg war eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit. Aber als Fortsetzung versteht sich der zweite Teil nicht, sondern eher als ein Reboot, was an sich schon unnötig gewesen wäre. Vor allem wird die Entstehung des Ghost Rider nicht neu erzählt. Aber dennoch gibt es einige gute Voraussetzungen: der Charakter ist mittlerweile bekannt und man kann demnach in die Vollen gehen, Nicolas Cage ist immer ein Genuss, wenngleich er in den letzten Jahren nicht immer ein glückliches Händchen mit seiner Rollenwahl hatte und mittlerweile eher im B-Filmbereich zu Hause ist. Ciaran Hinds ist zwar vom Namen her nicht so bekannt und vielen eher vom Gesicht her geläufig aufgrund seiner vielen, vielen Nebenrollen (wie etwa in „München“, „Eine offene Rechnung“, die TV-Serie „Rom“), aber ein hervorragender Darsteller. Wehmütig macht den Zuschauer das Fehlen von Eva Mendes, die aber immerhin mit Violante Placido ersetzt worden ist, die in „The American“ bleibenden Eindruck hinterließ. Idris Elba ist ein Shootingstar der letzten Jahre. Allein sein Auftritt in „Thor“ und vor allem die Serie „Luther“ sind die Karten für weiteren Ruhm. Und dann sitzen noch die beiden Regisseure der „Crank“-Filme auf dem Regiestuhl. Alles spricht für gute Darstellungskunst in einem Actionfeuerwerk. Aber warum will bloß der Funke, oder besser: die Flamme, nicht so recht überspringen? Liegt das nur an den hohen Erwartungen, die schon fast zwangsläufig bei Fortsetzungen enttäuscht werden? Die Effekte sind grandios und der Schädel des Ghost Rider sieht sehr viel besser aus als noch im ersten Film. Die Action ist klasse und der Humor vorhanden. Aber im Gegensatz zum ersten Film ist der Ghost Rider ein Tick zu mächtig und kann allein schon durch die Berührung mit seiner Kette Gegner töten. Dadurch fiebert man schon mal nicht so richtig mit. Es gibt einige schöne witzige Momente, aber das Fehlen jeglicher Ironie wirkt sich zunehmend negativ auf den Film aus. Schließlich ist allein der Grundstoff schon ein Indiz für Trash der noblen Sorte. Aber allein das verlangt Ironie, welche der erste Teil zuhauf hatte. Der Film ist zwar durchaus spannend und hat einige sehr gute Szenen und Momente, aber dann fällt doch die recht dürftige Story auf, welche mit den Charakteren nicht sonderlich viel anzufangen weiß und sich zum größten Teil auf die Darsteller verlässt. Zudem ist die Grundidee wahrlich nicht neu und zum größten Teil dem Cage-Filme „Drive Angry“ entnommen. Ein übernatürlicher Anti-Held muss ein Kind retten, welches geopfert werden soll, um dem Teufel den Zugang zur Welt zu ermöglichen. Das war es auch schon. Dann fällt es negativ auf, dass zwischen den Actionszenen die Pausen etwas zu lang geraten sind. Es zieht sich einfach ein bisschen hin und man fängt an, sehnsüchtig auf den nächsten Auftritt des Riders zu warten. Alles in allem können so die einzelnen Teile sich nicht zu einem harmonischen Ganzen fügen und der Film rutscht knapp über den Durchschnitt.

Das Bild und der Ton sind sehr gut und lassen kaum Wünsche offen. Auch die Extras können sich zum größten Teil sehen lassen. Sie sind zwar sehr PR-lastig mit dem üblichen gegenseitigen Lob, beinhalten aber sehr interessante Aspekte und sind sehr ausführlich. Manchmal scheint aber eine gewisse Arroganz der Beteiligten gegenüber dem Drehort Rumänien durch. Die B-Roll hat leider keine deutschen Untertitel und da ist der Ton auch nicht so gut, als das man alles mühelos verstehen könnte. Neben diversen Teasern und Trailern gibt es dann noch einige übliche Interviews.

Gute Voraussetzungen werden sträflich vernachlässigt. Das Drehbuch bietet nur eine 08/15-Story und weiß mit den Charakteren nicht viel anzufangen. Optisch ist der Film zwar sehr gelungen und die Action auch, aber der Film hat weder Ironie noch ein hohes Tempo. Schade.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film




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