Gesetz der Strasse - Brooklyn's Finest - DVD

DVD Start: 02.09.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 127 min

Gesetz der Strasse - Brooklyn's Finest DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Drei Polizisten fallen der Verlockung des schnellen Geldes zum Opfer. Eddie Dugan (Richard Gere) hat nur noch ein paar Tage bis zur Pensionierung, als er noch einmal in einen großen Einsatz geschickt wird. Tango (Don Cheadle) ermittelt als Undercover-Cop in Brookylns Drogenszene. Sal (Ethan Hawke) ist Mitglied in einem Spezialkommando, das die Umschlagplätze überwacht und das Drogengeld aus dem Verkehr ziehen soll. Als Tango auf den Drogenkönig Caz (Wesley Snipes) angesetzt wird, kreuzen sich die Wege der drei Polizisten auf unheilvolle Weise.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Geschnittene Szenen, Featurette, Trailer, Wendecover

DVD und Blu-ray | Gesetz der Strasse - Brooklyn's Finest

DVD
Gesetz der Strasse - Brooklyn's Finest Gesetz der Strasse - Brooklyn's Finest
DVD Start:
02.09.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 127 min.

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Blu-ray
Gesetz der Strasse - Brooklyn's Finest Gesetz der Strasse - Brooklyn's Finest
Blu-ray Start:
02.09.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 132 min.

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DVD Kritik - Gesetz der Strasse - Brooklyn's Finest

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 9/10


Polizisten auf dem Weg der Verdammnis
Die große Zeit des Polizeifilms war erst in den dreißiger Jahren mit dem Film Noir und dann in den siebziger Jahren. Beides waren Zeiten großer gesellschaftlicher Verunsicherung, sei es die große Depression (und Prohibition) oder Vietnam und die Auflösung bisheriger gesellschaftlicher Zustände (Stichwort Subkulturen wie die Hippiebewegung) und das tiefe Misstrauen gegenüber den Autoritäten nach der Watergateaffäre. Diejenigen, die in vorderster Front mit dem gesellschaftlichen Wandel konfrontiert wurden und angemessen reagieren mussten, waren die Polizisten. In der Ära von George W. Bush mit dem Irakkrieg, Afghanistan, Folter und beginnender Wirtschaftskrise sind ähnliche Symptome auszumachen, die sich bislang als Subtext im Horrorfilm versteckt hatten. Mit „Gesetz der Straße“ kommt nun aber einer der besten Vertreter des Polizeifilms als DVD heraus. Und er braucht sich hinter Klassikern wie „Dirty Harry“, „French Connection“ oder „Bullitt“ nicht zu verstecken. Auch wenn weniger die Gesellschaft und ihre Auflösung das Thema ist. Vielmehr geht es darum, wie der Job sich auf die Psyche der Polizisten auswirkt. Gerade dadurch werden die Grenzen zwischen Gut und Böse langsam verwischt und die Orientierung geht verloren. Die hervorragende Besetzung steuert einen erheblichen Anteil dazu bei. Ethan Hawke als verzweifelter Cop, der dringend Geld braucht, um seiner kranken Frau, die zudem wieder schwanger ist, ein neues Haus zu ermöglichen, ist so gut wie lange nicht mehr. Und trotz aller ehrenhaften Motive seinerseits ist er derjenige, der maßgeblich zur Katastrophe beiträgt. Richard Gere steht kurz vor seiner Pensionierung als Streifenpolizist und will so wenig wie möglich machen, um sicher die letzte Woche zu überstehen und löst gerade dadurch viele Fehlentwicklungen aus. Der immer wieder hervorragende Don Cheadle weiß als Undercovercop zu überzeugen, der droht sich in seinen zwei Identitäten zu verlieren und verzweifelt aus dem Auftrag aussteigen will. Es gibt keine Grenzen mehr, alles befindet sich in Auflösung. Die größte Überraschung ist aber Wesley Snipes, der lange im C-Film-Sumpf verharrte. Auch die „Blade“-Filme waren ja weniger wegen Snipes, sondern trotz Snipes gut, aber was er hier an schauspielerischer Leistung abliefert ist erstaunlich und hätte man ihm wohl kaum mehr zugetraut. Insofern ist es sehr bedauerlich, dass er für die nächsten Jahre ins Gefängnis muss. Danach wird er wohl eine Menge Geld brauchen und allen Schrott drehen, den er kriegen kann. Mit dieser Verzweiflungsmaßnahme fügt er sich aber wieder gut in das charakterliche Ensemble dieses Filmes ein. Auch wenn kein richtig sympathischer Charakter dabei ist, und alle Seelen ziemlich verloren sind, fiebert der Zuschauer mit und wünscht allen einen Ausweg. Nur ist der Film konsequent in der Nachfolge seiner Genrevorläufer: das Ende ist zutiefst düster und pessimistisch.

Das Bild und der Ton sind erstklassig. Daran gibt es nichts auszusetzen. Die Extras sind allerdings ziemlich von Werbung und PR bestimmt. Eine Ausnahme ist der Audiokommentar vom Regisseur Antoine Fuqua, denn er erläutert so gut wie jede Einstellung und begründet sie. Das macht den Audiokommentar ziemlich interessant. Das kurze Making Of ist eher eine Werbemaßnahme und zu vernachlässigen. Die geschnittenen Szenen wissen dann aber wieder zu überzeugen und haben die beachtliche Laufzeit von dreißig Minuten. Die Featurettes beleuchten einige Aspekte genauer, sind aber zum größten Teil PR-Maßnahmen mit einigen interessanten Aspekten. „Konflikt und Chaos: Das Leben eines Cops“ ist weniger eine Dokumentation über den stressigen Beruf, sondern eher darüber wie sich die Schauspieler auf die Rollen vorbereitet haben. „Ein Blick fürs Detail“ ist eine Lobeshymne auf den Regisseur. „Vom Bahn-Angestellten zum Hollywood-Autor“ beleuchtet die außergewöhnliche Karriere des Drehbuchautors und ist im Grunde ein Loblied auf den amerikanischen Traum. Nur geht es hier nicht vom Tellerwäscher zum Millionär, sondern vom U-Bahnfahrer zum Drehbuchautor. In Zeiten wirtschaftlicher Krisen wird man halt bescheidener. „Die Jungs im realen Viertel“ ist ein kurzes Portrait des Viertels in dem die Handlung des Filmes spielt und wo auch, trotz der Gefahr, gedreht wurde. Weiterhin gibt es noch eine Fotogalerie und Trailer.

Erstklassig, ein wahres Meisterwerk. Einer der besten Filme über Polizisten und ihren Job, der je gedreht wurde. Und damit reiht er sich ein in die lange Liste, die mit Filmen wie „Bullitt“, „Dirty Harry“ und „French Connection“ angeführt wird. Nur die PR-Extras trüben den hervorragenden Gesamteindruck.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Kinowelt Home Entertainment