Geboren unter schwarzen Himmeln (DDR TV Archiv) - DVD

DVD Start: 20.07.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 400 min

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Inhalt

Die dramatische Erzählung von Walter und Gertrud Frenzel vor dem Hintergrund der Geschichte der Leunawerke bei Halle war seinerzeit eine der aufwendigsten Produktionen der DEFA für das Fernsehen der DDR. Beim Bau des größten Unternehmens der Chemieindustrie 1916 lernen sich die beiden kennen, 1945 kehrt Walter aus dem KZ zurück, das Gertrud nicht überlebt hat. Dazwischen liegen zwei Weltkriege, Streiks und Verhaftungen, Arbeitslosigkeit und Inflation, der Tod des gemeinsamen Sohnes, Naziherrschaft. Doch auch eine Liebesgeschichte, die Zeiten der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung überdauert.

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DVD Details

Medienanzahl: 3
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / Studio Hamburg
Tonformate:
Deutsch (2.0 Mono)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
- Exklusives Interview mit Regisseur Achim Hübner (Dr. Schlüter, Einzug ins Paradies, Der Staatsanwalt hat das Wort)

DVD und Blu-ray | Geboren unter schwarzen Himmeln (DDR TV Archiv)

DVD
Geboren unter schwarzen Himmeln (DDR TV Archiv) Geboren unter schwarzen Himmeln (DDR TV Archiv)
DVD Start:
20.07.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 400 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Geboren unter schwarzen Himmeln (DDR TV Archiv)

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Walter und Gertrud Frenzel sind beide Deutsche und gehören zu einer Generation, die niemals wirklich zur Ruhe gekommen ist. 1916 lernen sie sich kennen, da beide für die Leunawerke bei Halle arbeiten, die mittlerweile als größtes Chemieunternehmen zum wichtigsten Lieferanten chemischer Kampfstoffe avanciert ist. 1945 kommt Walter aus dem KZ zurück, Gertrud ist mittlerweile verstorben. Dazwischen liegt eine ereignisreiche Zeit: 2 Weltkriege, Hungersnöte, Arbeitslosigkeit, Inflation, Nazi-Regime und diverse Streiks mit Waffengewalt.
Aber auch eine besondere Liebesgeschichte, die auch die schwierigsten Zeiten überdauert hat.

„Geboren unter schwarzen Himmeln“ ist eine fünfteilige DDR Fernsehproduktion aus dem Jahr 1962. Regie führte Achim Hübner, der in seiner Schaffenszeit ausschließlich fürs Fernsehen gedreht hat.

Gemessen an der Zeit, in der dieser Fünfteiler entstanden ist und daran, dass es sich hier um eine reine Fernsehproduktion handelt, ist „Geboren unter schwarzen Himmeln“ ein sehr umfangreiches und aufwendiges Filmwerk. Regisseur Achim Hübner konnte diesen Film in fünf 90minütigen Teilen drehen und hatte somit ausreichend Zeit, die Charaktere ausführlich darzustellen und die Geschichte detailliert und in ruhiger Erzählweise vorzutragen.
Um den ereignisreichen Lebenslauf der „Kriegsgeneration“ so realistisch wie möglich zu zeigen, wurden in jedem Teil politische Ereignisse wie Inflation, Streik, Nazi-Regime und Rebellion gegen den eigenen Krieg chronologisch aufgegriffen und mit historischer Genauigkeit vorgetragen.
Neben der Politik wird aber auch der menschliche Faktor berücksichtigt und durch Walter (Horst Riemer) und Gertrud (Barbara Dittus) verkörpert. Die Liebesgeschichte der beiden ist sowohl tragisch als auch berührend und wird aber so vorgetragen, dass es weder peinlich noch kitschig wirkt. Dazu kommt, dass beide Hauptdarsteller absolut glaubwürdig rüberkommen und dem Zuschauer direkt ans Herz wachsen. Man merkt sofort, dass beide professionell ausgebildete Schauspieler waren und nicht (wie es heutzutage teilweise üblich ist) von der Straße „Weg-gecastet wurden.

Generell beeindruckt der Film durch seine Authentizität, die nicht zuletzt durch die Auswahl der Drehorte und die nostalgische „Schwarz-Weiß“ Atmosphäre erzeugt wird.

Dass ein gewisser sozialistischer Untertun nicht ausbleibt war abzusehen, schließlich handelt es sich hier um einen Spielfilm des DDR-Fernsehens. Dieser fällt jedoch vergleichsweise milde aus, so dass man durchaus darüber hinweg sehen kann…da gibt es durchaus schlimmere Filme aus jener Zeit.

Als Extras gibt es Trailer, ein knapp 1-stündiges Interview mit dem Regisseur Achim Hübner aus heutiger Zeit und ein Booklet mit Hintergrundinformationen.

Fazit: Umfangreiches und aufwendiges Drama für Herz und Hirn. Dieser Fünfteiler beweist, dass es auch in der DDR inhaltlich ansprechende Fernsehkost gegeben hat.


by Till Huber
Bilder © Alive AG / Studio Hamburg