Gangsters - DVD

DVD Start: 30.08.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 101 min

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Inhalt

Weltkriegsveteran Edwin Boyd hat nach dem Zweiten Weltkrieg Probleme, sich wieder in die Gesellschaft einzufügen und für Frau und Kinder zu sorgen. Bis er seine Hollywoodträume im wirklichen Leben in die Tat umsetzt und mit der Boyd-Gang zum gefürchteten Bankräuber und Medienliebling aufsteigt. Doch der plötzliche Ruhm hat seinen Preis...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews, Original Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Gangsters

DVD
Gangsters Gangsters
DVD Start:
30.08.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Gangsters Gangsters
Blu-ray Start:
30.08.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 105 min.

DVD Kritik - Gangsters

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Kanada in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg: Der noch junge Eddie Boyd (Scott Speedman, „Underworld“) hat einen Job und eine Familie, dennoch plagen ihn Depressionen, seine Erlebnisse als Soldat während des Krieges verfolgen ihn. Als er bei der Arbeit einen Rollstuhlfahrer in seinem Alter trifft, der sich die Lähmung im Krieg zuzog, kann Eddie einfach nicht mehr: Er kündigt seine Arbeit und zieht sich zurück, sein Vater, mit dem er noch nie ein gutes Verhältnis hatte, ist mit seinem Unverständnis über Eddies posttraumatische Depression auch keine Hilfe. Eddies einziges Ventil, um seinen Frust rauszulassen, ist seine Kreativität. Er will sich am Schauspiel probieren, kann sich die teuren Kurse jedoch nicht leisten. Einen letzten Ausweg für schnelles Geld nehmend, wendet sich Eddie der Kriminalität zu. Dabei verlaufen seine Banküberfälle so erfolgreich, dass sein Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung, auch aufgrund seiner extrovertierten Darstellung und Ausführung der Überfälle, immer weiter steigt und er von einigen Bürgern sogar als rebellischer Held gefeiert wird.
Dabei steigert sich Eddie in eine nicht enden wollende Spirale aus Selbstüberschätzung und Gier, die nicht nur ihn selbst, sondern auch seine Familie zu zerstören droht...

„Gangsters“ ist angelehnt an die wahre Geschichte des Edwin Boyd, der es in Kanada mit seinen Banküberfällen zu einer lokalen Berühmtheit gebracht hatte. Der Film blickt hinter den Sensationalismus, mit dem die Medien über den Gangster berichteten, und richtet seinen Fokus auf den Menschen Edwin Boyd. Die Geschichte ist dabei ausführlich erzählt, man kann die Gedanken und Motivationen der Hauptfigur sowie auch die der Nebenfiguren, wie etwa Eddies Ehefrau oder seine Partner, gut nachvollziehen. So wird durch die Dynamik der aufkommenden Konfliktsituationen genug Interesse geweckt, was den Film kurzweilig und unterhaltsam erscheinen lässt. Eine besondere Erwähnung soll hier noch die schauspielerische Leistung von Kelly Reilly bekommen, die meisten Filmfans werden sie wahrscheinlich als die heroinabhängige Nicole aus „Flight“ kennen. In „Gangsters“ spielt sie die Ehefrau von Eddie, und ihre Darstellung von der Zerrissenheit zwischen ihrer Liebe zu Eddie und der Moral, das Richtige zu tun, sticht einfach heraus und ist sehenswert.

Man erkennt dem Film allerdings an, dass er ohne große finanzielle Mittel produziert wurde. Die Sets werden so klein wie möglich gehalten, beeindruckende oder pompöse Bilder darf man bei diesem Film nicht erwarten. Dies schadet vor allem den Actionszenen während Eddies Banküberfällen. Viel ist von den Überfällen nicht zu sehen, und somit kann man als Zuschauer auch nicht wirklich die Faszination der Bevölkerung für den Kriminellen nachvollziehen. Eine romantisierte oder heroisierte Darstellung von Outlaws à la „Bonnie und Clyde“ oder „Natural Born Killers“ wird in diesem Film keinesfalls erreicht.
Dadurch, dass so auch keine wirkliche Kontroverse erzeugt wird, läuft die Geschichte einfach vor sich hin. Die Charaktere sind einzeln betrachtet zwar interessant, doch den Plot hat man, vor allem wenn man als Zuschauer im Gangstergenre schon etwas bewandert ist, schon viele Male gesehen, was den Film auch vorhersehbar macht. Natürlich war der Regisseur zwar auch an die Biographie des echten Edwin Boyd gebunden, dennoch fehlte ihm anscheinend der Mut zu einer kreativeren Darstellung, um den Film auch von den anderen Genrevertretern abzuheben.

In den Extras gibt es neben den Orginaltrailern noch ein „Making of“, in denen auch die Schauspieler zu Wort kommen. Vor allem das Interview mit dem Regisseur Nathan Morlando, der als Grundlage für den Film mit dem echten Edwin Boyd reden konnte, ist interessant.

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by Marius Voigt
Bilder © Koch Media Home Entertainment