Fünf Freunde - DVD

DVD Start: 02.08.2012
FSK: ab 0 - Laufzeit: 88 min

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Inhalt

Die FÜNF FREUNDE George (VALERIA EISENBART), Julian (QUIRIN OETTL), Dick (JUSTUS SCHLINGENSIEPEN), Anne (NEELE MARIE NICKEL) und Timmy, der Hund, verbringen zum ersten Mal ihre Ferien zusammen. Und schon schlittern sie in ein aufregendes Abenteuer. Bei einem Ausflug an den Strand machen sie in einer alten Schmugglerhöhle eine brisante Entdeckung: Georges Vater Quentin (MICHAEL FITZ), ein berühmter Erfinder, soll entführt werden! Der Professor hat sich auf einer Felseninsel ein Labor eingerichtet und forscht dort an einer neuartigen Energiegewinnungsmethode. Irgendjemand hat es offensichtlich auf seine wertvollen Forschungsergebnisse abgesehen! Doch weder die Polizisten Peters und Hansen (ARMIN ROHDE und JOHANN von BÜLOW) noch Georges Mutter Fanny (ANJA KLING) glauben den Kindern. Als eines Abends die mit Quentin verabredeten Lichtsignale von der Insel ausbleiben, machen sich die Fünf Freunde selbst auf die gefährliche Jagd nach den Gangstern, um Quentin zu retten. Die Spuren führen sie zu zwei verdächtigen Tierfilmern (ALWARA HÖFELS und ELYAS M'BAREK) und einem mysteriösen Touristen (ANATOLE TAUBMAN), der sich als Agent der Regierung ausgibt. Schließlich stoßen die Fünf Freunde auf einen Geheimgang, der unter dem Meer verläuft, und decken eine Verschwörung auf, die ihnen schier den Atem verschlägt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment / Constantin Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of (ca. 19 Min.), Interviews (ca. 27 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 5 Min.), Die Songs zum Mitsingen (ca. 11 Min.)

DVD und Blu-ray | Fünf Freunde

DVD
Fünf Freunde Fünf Freunde
DVD Start:
02.08.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 88 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Fünf Freunde Fünf Freunde
Blu-ray Start:
02.08.2012
FSK: 0 - Laufzeit: 92 min.

DVD Kritik - Fünf Freunde

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


Selbstgeschrotetes Hirsemüsli mit gegorener Stutenmilch? So ein Frühstück kann einem die Ferienlaune schnell vermiesen. Zum Glück sind die Geschwister Julian (Quirin Oettl), Dick (Justus Schlingensiepen) und Anne (Neele Marie Nickel) nicht zur ihrer Tante Fanny Kirrin (Anja Kling, ohne die es wohl heute in einem deutschen Jugendfilm nicht mehr geht) gefahren, um sich den Magen mit biologisch wertvollen Zerealien vollzuschlagen, sondern um mit ihrer Cousine George (Valeria Eisenbart aus „Wickie auf großer Fahrt“) spannende Wochen zu erleben. Doch der Wildfang ist zunächst wenig begeistert von der angereisten Mischpoke. Bis sich das Quartett nach einer Rettungsaktion für Australian Shepherd Timmy zusammenrauft und eine Verschwörung aufdeckt, die Georges Vater Quentin („Tatort“-Kommissar Michael Fitz) und seine bahnbrechende Energie-Erfindung bedroht.

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis nach „Die drei ???“, „Vorstadtkrokodile“, „Wickie“, „Tom Sawyer“ und „Hanni & Nanni“ mit „Fünf Freunde“ ein weiterer Klassiker vergangener Jugendtage – inklusive aufregender Lesestunden, Fernseh-Nachmittage und Hörspiel-Sessions voller Gänsehaut – durch die deutsche Filmindustrie wiederbelebt wird. Weltweit 100 Millionen verkaufte Bücher, in 40 Sprachen übersetzt, eine große Fangemeinde: Gründe genug also für ein Comeback von Enid Blytons Abenteuergeschichten, auf der Kinoleinwand gar als Premiere. Ob Regisseur Mike Marzuk mit seiner Adaption nun die Jünger von einst zu begeistern weiß, sei dahingestellt. Fakt ist: Wer heute zum Zielpublikum zählt, wird an „der Mutter aller Bandengeschichten“ (Marzuk im Making-of) seinen Spaß haben – und dass nicht nur, wenn am Ende Dicks Stinkesocke zum Einsatz kommt.

Dabei ist es den Machern um Produzent Andreas Ulmke-Smeaton anzurechnen, ihr Werk mit Retro-Charme nicht einem modernen Zeitgeist angebiedert zu haben. Moderate Neuerungen wie Handykameras, Laptops und eine turbulente Fahrt auf einem Luftkissenboot (sicher das Action-Highlight) sind stimmig in die – aus Erwachsenensicht vor allem gegen Ende zugegeben reichlich hanebüchene – Story eingebettet. Dazu bieten die Figuren den (kleinen) Zuschauern genügend Identifikationspotenzial, werden Themen wie Freundschaft und Zusammenhalt, Neugier und Entdeckerlust kindgerecht und nachvollziehbar aufbereitet.

Der Kinder-Cast ist durchweg solide. Zwar bleibt keine Leistung der Nachwuchsakteure besonders im Gedächtnis, ein Totalausfall oder gar aufgedrehtes Overacting ist aber auch nicht zu erkennen. Ohnehin dürfte sich vor allem Australian-Shepherd-Rüde Timmy (heißt im wahren Leben Coffey) mit seinen beeindruckenden Tricks schnell in die Herzen der Zuschauer spielen. Dazu versammelt Regisseur Marzuk eine routinierte Schauspieler-Crew, allen voran Armin Rohde („Der Räuber Hotzenplotz“) und Johann von Bülow („Winterreise“) als trotteliges Polizistenduo im Dick-und-Doof-Modus sowie Anatole Taubman („Ein Quantum Trost“) als Agent Peter Turner. Außerdem gehen die fünf Freunde in äußerst reizvollen Kulissen und Landschaften auf Gaunerjagd. Sei es das Fischerdorf in Schleswig-Holstein, die Steilküste samt Schiffswrack auf dem Darß in Mecklenburg-Vorpommern oder die per CGI-Tricks aus Bayern auf die Felseninsel verpflanzte Burg samt Verließ, Postkartenbilder liefert der Streifen reichlich – die auch auf DVD gestochen scharf in voller Farbpracht erstrahlen.

Zu den Extras gehört neben diversen Trailern ein Making-of, in dem die Darsteller zu Wort kommen, ihre Rollen erläutern und den Spaß an ihrer Arbeit vermitteln. Anatole Taubman etwa spürte „eine Gänsehaut auf dem Herzen“. Weiter gibt es einen kurzen Blick hinter die Kulissen beim Dreh sowie das Feature Die Songs zum Mitsingen („Fünf Freunde, das sind wir“ und „Für immer Freunde“ jeweils als Singalong- oder Karaoke-Version mit Filmszenen). Bei den Interviews haben sich leider einige Sequenzen eingeschlichen, die bereits im Making-of zu sehen sind. Doch auch hier überrascht Anatole Taubman mit einem Geständnis: George war früher seine erste große Liebe, noch vor Pippi Langstrumpf und Biene Maja. Anja Kling dagegen kannte die „Fünf Freunde“ vor Drehbeginn gar nicht.

Die „Fünf Freunde“ haben den Sprung in die Moderne geschafft. Ihr erstes deutsches Kinoabenteuer bietet jungen Entdeckern anderthalb Stunden Spaß und Spannung und dürfte auch erwachsene Begleiter nur bedingt langweilen. An einer etwas weniger absurden Story sollte man vor einer möglichen Fortsetzung aber noch dringend arbeiten.

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by Florian Ferber
Bilder © Paramount Home Entertainment / Constantin Film