Fuck for Forest - DVD

DVD Start: 15.11.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 86 min

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Inhalt

Sex haben und damit die Welt retten – eine Gruppe junger Idealisten kämpft mit ungewöhnlichen Mitteln für einen gesunden Planeten und den Erhalt der Erde. Eine Bewegung für freie Körper und freie Natur abseits der üblichen Moralvorstellungen. In »Fuck For Forest« begleitet Regisseur Michal Marczak die wohl skurrilste NGO der Welt. Junge Frauen und Männer veröffentlichen erotische Fotos und selbst gedrehte Amateur-Sexvideos gegen Bezahlung auf ihrer Website. Um mit dem Geld Umweltschutzprojekte zu unterstützen. Eine Charity-Idee der sexuellen Befreiung, die nicht überall auf Verständnis stößt. Hippiekultur und Nächstenliebe stehen Pate für die ungewöhnliche Bewegung.

Von Berlin bis in die tiefen Amazonas-Wälder begleitet »Fuck For Forest« Danny, Tommy, Leona und ihre Freunde auf ihrer Mission. Um mit den Einnahmen ein Stück Land zu kaufen, die Ureinwohner zu unterstützen und ihren Beitrag zur Weltrettung zu leisten. Doch die Ureinwohner haben sich die Sache anders vorgestellt... Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: »Fuck For Forest« erzählt, was passiert, wenn die Welten zwischen Hilfsbereitschaft und Hilfsbedürftigkeit schonungslos aufeinander treffen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: goodmovies / Neue Visionen
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)br>Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer

DVD und Blu-ray | Fuck for Forest

DVD
Fuck for Forest Fuck for Forest
DVD Start:
15.11.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 86 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Fuck for Forest

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 5/10


Es existieren viele Möglichkeiten sich für die Umwelt und Rettung der Regenwälder zu engagieren. Im Endeffekt läuft es bei allen Aktionen immer auf eine Art des Geldsammelns hinaus. Eine Gruppe junger Menschen wählte dafür den Weg über den Verkauf von pornographischen Material. Der Regisseur Michal Marczak erzählt uns deren Geschichte mit seinem Dokumentarfilm „Fuck for Forest – Ficken für den Regenwald“ (Originaltitel: „Fuck for Forest?“, Polen/ Deutschland, 2012).

Danny, Tommy und Leona bilden den Kopf einer kleinen Gruppe, die sich für die Erhaltung des Regenwalds einsetzt. Um Geld zu sammeln, machen sie von sich und anderen Menschen erotische Fotos und amateurhafte Pornos, die sie über eine Internetseite vertreiben. Dabei sind sie viel unterwegs um Werbung zu machen und um auf die Menschen zuzugehen. Dabei suchen sie Geldspender sowie freiwilliger Helfer. Jeder Zehnte, der angesprochen wird, willigt ein, sie bei diesem Projekt tatkräftig zu unterstützen. Nachdem sie genügend Geld gesammelt haben, macht sich die NGO (nichtstaatliche Organisation) auf den Weg nach Brasilien und möchte das Geld dort den Ureinwohnern der Regenwaldregionen übergeben. Aber ihr geplantes Vorhaben stößt auch noch vor Ort auf einige Widrigkeiten.

Der polnische Regisseur Michal Marczak begleitet diese ungewöhnliche NGO drei Monate auf ihrem Weg. Dabei besteht die Dokumentation nicht wie üblich aus Aufnahmen der Geschehnisse und Interviews, sondern der Regisseur beschränkt sich darauf, nur die Ereignisse einzufangen. Allein der Off-Kommentar gibt dem Film eine Struktur und stellt uns die Menschen vor. Das Ziel der Gruppe ist klar, doch der Weg, wie es sich erreichen lässt, erscheint oft zufällig. Einen Großteil der Zeit sieht man sie durch die Straßen Berlins laufen auf der Suche nach einer nächsten Gelegenheit. So unsicher der Weg für die Protagonisten ist, so unsicher wirkt auch die Erzählung des Film. Der Regisseur stellt sich komplett auf die Mentalität und die Lebensweise der Gruppe ein. Dies kann für den Betrachter stellenweise recht ermüdend sein, da keine Entwicklung vorhanden zu sein scheint. Erst im letzten Drittel – mit der Reise nach Brasilien – gewinnt der Film wieder an Fahrt. An diesem Punkt wird sich herausstellen, ob dies der richtige Weg ist, um für den Schutz des Regenwaldes zu kämpfen. Die Aufnahmen, welche ebenfalls von Marczak gemacht wurden, sind zu großen Teilen recht wacklig und wirken, wie auch die Gruppe, sehr amateurhaft. So passt sich der Film in vieler Hinsicht der NGO an und wertet doch nicht. Da sich der Filmemacher nicht auf deren Seite stellt, gewinnt der Film aber ein gewisses Maß an Peinlichkeit. Die Handlungen werden ungefiltert dem Zuschauer dargeboten und wenn sich dann herausstellt, dass dem einen Protagonisten Nacktheit wichtiger ist als andere politisch brisante Themen, scheinen sie sich selbst als weltfremd zu enttarnen.

Die Bild- und Tonqualität der DVD ist gut. Die Extras bestehen leider nur aus sieben Trailern zu anderen Filmen.

Fazit: „Fuck for Forest“ ist ein kurzweiliger Dokumentarfilm, der ohne zu werten, diese besondere NGO bis zu ihrem Ziel begleitet. Dabei legte der Regisseur mehr Wert darauf zu beobachten als zu erklären. Dadurch ist der Zuschauer bei der Betrachtung auf sich gestellt und empfindet das Gesehene eher als amüsant bis peinlich, als dass er den Sinn der guten Sache vollends erkennen kann.

by Doreen Matthei
Bilder © goodmovies / Neue Visionen